Auf dem Weg zum Fertighaus: 10 hilfreiche Tipps zur Baufinanzierung

Baufinanzierung

Der Wunsch nach einem Fertighaus scheitert bei vielen potenziellen Bauherren oftmals an den hohen Kosten. Oder noch schlimmer: Der Bau wird trotz fehlenden Eigenkapitals und notwendiger Förderungen begonnen, was existenzielle Folgen haben kann. Damit Sie nicht in diese Falle tappen, geben wir Ihnen 10 Tipps zur Baufinanzierung mit auf den Weg zu Ihren eigenen vier Wänden.

Ohne Darlehen und Förderungen kommen die wenigsten Bauherren zu ihrem Traumhaus. Oft ist die finanzielle Belastung gar so groß, dass das Abbezahlen der Verbindlichkeiten über ein gesamtes Berufsleben andauert. Da hilft es auch nichts, dass Schulden zur Baufinanzierung so genannte „gute Schulden“ sind, da die Investition in ein Haus ein guter Schutz gegen die Inflation darstellt und geringe Kaufkraftverluste aufweist.

Die Baufinanzierung sollte wohl überlegt sein, da Sie nicht nur ein monetäres Risiko sein kann, sondern auch eine psychische. Mit den folgenden Tipps möchten wir daher erste aufkommende Fragezeichen zur Finanzierung beseitigen, damit Ihr Traumhaus nicht zum Albtraum wird.

Unsere Tipps zur Baufinanzierung

1. Machen Sie sich Gedanken, ob ein Hausbau überhaupt in Frage kommt

Zu Beginn sollten Sie sich damit auseinander setzen, ob ein Hausbau für Sie relevant ist oder Sie zur Miete mittel- bis langfristig nicht sogar günstiger wohnen. Ein Hausbau sollte wohl überlegt sein, denn sowohl eine vorausgesetzte Flexibilität von Ihrem Arbeitgeber oder hohe Tilgungsraten eines Darlehens können Ihnen beim gewünschten Eigenheim einen Strich durch die Rechnung machen.

2. Verschaffen Sie sich einen Überblick über die Gesamtkosten

Ein individuell angepasstes Fertighaus, Raumwünsche, die Bauweise sowie die Ausstattung bestimmen die Gesamtkosten, über die Sie nicht nur während des Baus einen Überblick haben sollten, sondern bereits lange im Vorhinein. Verzichten Sie auf teure Extravaganzen und Lagen in Trendvierteln oder in Hanglange, wenn Ihnen das nötige Kleingeld dafür fehlt. Gleichen Sie ab, welches Haus sie wo tatsächlich finanzieren können. Holen Sie sich zusätzlich Beratung zur Baufinanzierung von verschiedenen Institutionen, wie zum Beispiel einem Fertighaus-Anbieter oder Ihrer Hausbank und vergleichen Sie diese miteinander.

3. Berücksichtigen Sie bei Ihren Planungen die Baunebenkosten

Eine große finanzielle Gefahr beim Hausbau spielen die versteckten Kosten. Zum Beispiel treten diese auf, wenn Sie einen Makler für die Suche des Grundstücks beauftragen oder bei der Grunderwerbsteuer sowie der Erstellung eines Bodengutachtens. Daher empfiehlt es sich, vorher einen Puffer an Reserven einzuplanen, um vor bösen Überraschungen gefeit zu sein. Im Normalfall sollte Ihr Fertighaus-Anbieter diese Kosten im Vorhinein jedoch berücksichtigen.

4. Beziehen Sie fixe Kosten nach dem Hausbau mit ein

Der Bau eines Hauses bedeutet nicht gleich, dass nach der Fertigstellung keine weiteren Kosten mehr auf Sie zukommen werden. Zwar sparen Sie sich eine monatliche Miete, Nebenkosten, wie zum Beispiel für die Energie und die Müllentsorgung, müssen Sie dennoch einplanen.

5. Ermitteln Sie Ihren Status quo

Mit den auf Sie zukommenden Kosten sind Sie nun vertraut. Nun geht es darum zu ermitteln, welche finanziellen Mittel Ihnen zur Verfügung stehen. Wie sieht es beispielsweise mit Ihrem Sparbuch, einem Bausparvertrag, einer Lebensversicherung oder einer Riesterrente aus? Welche Förderungen stehen Ihnen zu? Planen Sie nur die sicheren Mittel ein und keine potenziellen Geldquellen wie das Erbe oder die Einnahme aus unstabilen Wertpapiergeschäften.

6. Schätzen Sie Ihre Eigenleistungen realistisch ein

Die Eigenleistungen spielen vor allem dann eine bedeutende Rolle, wenn Sie nicht schlüsselfertige Fertighäuser bauen. Überschätzen Sie nicht Ihre eigene Arbeitsleistung und die Ihrer Freunde und Verwandten. Verschaffen Sie sich einen Überblick, was Sie überhaupt selbst erledigen können und wo Sie auf die Hilfe eines (teuren) Fachmanns angewiesen sind. Jede Verzögerung kann Ihren Bauplan durcheinander bringen.

7. Planen Sie nicht zu viel von Ihrem Nettoeinkommen zur Tilgung der Baudarlehen ein

Seien Sie beim Abschluss Ihres Darlehens für das Fertighaus realistisch, welche Beträge Sie monatlich abstottern können. Berechnen Sie Ihre Lebenshaltungskosten und beziehen Sie die monatlichen Fixbeträge mit ein, die auf Sie zukommen werden. Ein Puffer für außerplanmäßige Zahlungen, wie die Anschaffung eines Autos, können hier ebenfalls von Vorteil sein, um unnötigen Druck bei der Baufinanzierung zu vermeiden.

8. Prüfen und beantragen Sie die Förderungen frühzeitig

Auf welche Förderung Sie bauen können, sollten Sie bereits frühzeitig abklären. Nicht nur, um zusätzliche Subventionen und Einnahmen zu generieren, sondern um rechtzeitig den Antrag zu stellen, damit Sie die finanziellen Zuschüsse auch tatsächlich erhalten. Lesen Sie hierzu auch unseren Beitrag Hausbau-Förderungen, auf die sie bauen können, um sich einen ersten Überblick über die Möglichkeiten zu verschaffen.

9. Lassen Sie sich nicht vom niedrigen Bauzins blenden, wenn das Kapital fehlt

Der Tiefstand des aktuellen Bauzinses lädt zum Hausbau ein. Blenden lassen sollten Sie sich davon allerdings nicht, wenn Ihnen das nötige Kleingeld zur Baufinanzierung fehlt. Andernfalls können die Schulden zu einer existenziellen Bedrohung werden, was nicht der Sinn und Zweck des Hausbaus sein sollte.

10. Holen Sie verschiedene Angebote zur Baufinanzierung ein

Greifen Sie auf den Rat von Fachmännern und Institutionen zurück, deren Expertise in der Finanzierung von Häusern liegt. Die Berater sollten nicht nur sämtliche Fördermittel aus dem Effeff beherrschen, sondern unter anderem auch über ein steuerliches Hintergrundwissen verfügen, um weitere Kosten zu senken. Der Weg zur Hausbank ist zwar der bequemste, aber nicht immer der sicherste. Nehmen Sie daher unbedingt mehrere Beratungstermine bei verschiedenen Anbietern wahr.

Ein guter Fertighaus-Anbieter weiß Bescheid

Nehmen Sie sich bei der Überprüfung unserer zehn Tipps zur Baufinanzierung genügend Zeit und gehen Sie erst den nächsten Schritt, sobald das Finanzielle geklärt ist. Ein guter Fertighaus-Anbieter sollte Ihnen in sämtlichen Bereichen mit Rat und Tat zur Seite stehen und Ihnen gegenüber ehrlich sein, ohne eigene Interessen in den Vordergrund zu stellen.

Sobald die Finanzierung geklärt ist, kann der Hausbau in die Wege geleitet werden, sodass Sie sich mit ruhigem Gewissen und ohne finanzielle Sorgen auf Ihre eigenen vier Wände freuen dürfen. Welche Erfahrung haben Sie bei der Baufinanzierung gemacht oder haben Sie irgendwelche Fragen? Dann hinterlassen Sie uns gerne einen Kommentar unter diesem Blogbeitrag.

Bildquelle: Didier Weemaels | unsplash.com

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