Niedrige Zinsen & überhöhte Immobilienpreise: (Wo) Lohnt sich der Kauf?

Worauf sollten Sie eigentlich achten, wenn Sie sich dazu entschließen, eine Immobilie zu erwerben? Wir verraten es Ihnen Ihnen und blicken in diesem Blogbeitrag sowohl auf das aktuelle Zinstief als auch den Immobilien-Boom und geben Ihnen ein paar wichtige Tipps zum soliden Kauf einer Immobilie mit.

Die Wohnungsmieten und Kaufpreise für Immobilien haben sich in den vergangenen Jahren in schwindelerregende Höhen katapultiert. Dies trifft vor allem auf Ballungszentren und die Großstädte hierzulande zu. Spitzenreiter in Sachen Miet- und Kaufpreise für Immobilien ist nach wie vor die bayerische Landeshauptstadt München, dicht gefolgt von der Hansestadt Hamburg. Eher günstig verhalten sich die Immobilienpreise hingegen im Osten der Bundesrepublik.

Allein aufgrund der hohen Kaufnebenkosten ist eine Immobilie als eine langfristige Investition anzusehen. Sie als Hauskäufer sollten somit sicherstellen, dass Sie das eingesetzte Kapital in den nächsten 20 Jahren nicht benötigen. Angenehmer Nebeneffekt hierbei: Sie müssen nicht in Panik verfallen, wenn die Preise für Immobilien in Ihrer Region vorübergehend sinken sollten.

Solange sich die Zinsen weiterhin auf Talfahrt befinden, sind Immobilien trotz der Preisanstiege in den vergangenen Jahren in vielen Regionen noch als sinnvolle Investition zu bezeichnen. Die monatliche Belastung ist nach dem Kauf in einigen Fällen kaum höher als für eine Mietwohnung.

Sollte ausreichend Eigenkapital zur Verfügung stehen, müssen Sie den geplanten Immobilienkauf also nicht auf die lange Bank schieben.

Gründe für den anhaltenden Immobilien-Boom

Nach wie vor ist der Trend zu beobachten, dass sich viele Menschen in strukturstarke Regionen orientieren möchten, in denen sie sowohl Möglichkeiten zur Erholung als auch hervorragende Arbeitsplatzbedingungen vorfinden. Zu solchen strukturstarken Regionen zählen naturgemäß die Großstädte in Deutschland, wie etwa München, Hamburg, Stuttgart, Köln oder Berlin.

Nehmen wir einmal Berlin als Beispiel. Nach wie vor zieht es viele Menschen in die bundesdeutsche Hauptstadt. Laut Meinung von Experten lässt sich dies unter anderem durch den Zuzug von Wirtschaftsmigranten aus den südeuropäischen Krisenstaaten, Flüchtlingen und EU-Neubürgern aus Ost- und Mitteleuropa erklären (Quelle: welt.de).

Wohngelegenheiten in Berlin werden also immer gefragter. Einer kontinuierlich steigenden Nachfrage steht somit ein begrenztes Angebot zur Verfügung. Da der Markt letztlich den Preis bestimmt, ist es nicht verwunderlich, wenn sich die Kosten für die Miete oder den Kauf einer Immobilie in Berlin nach wie vor im Höhenflug befinden.

Zinsentwicklung mit Risiko

Auch wenn die Mietrenditen derzeit einen Einbruch erleben, sind Immobilien als Kapitalanlage ungebrochen beliebt. Anleger hoffen auf weitere Miet- und Wertsteigerungen und können aufgrund der niedrigen Kreditzinsen den Kaufpreis sehr günstig finanzieren.

Erst, wenn die Zinsen signifikant steigen, dürfte ein Ende dieser Euphorie eintreten. Hohe Kredite werden sich in der Folge immer weniger Personen leisten können, was wiederum die Nachfrage bremst und die Preise drückt. Aus wirtschaftlicher Sicht wäre es jedoch fahrlässig, die deutlichen Preisanstiege in den vergangenen Jahren als gesetzt für die Zukunft anzusehen.

Tipps für einen finanziell soliden Immobilienkauf

1. Auch in der zweiten Reihe suchen

Eine gute Lage der Immobilie ist sprichwörtlich die halbe Miete. Jedoch sind die Immobilienpreise in angesagten Trendvierteln der Städte in vielen Fällen überteuert. Aus diesem Grund ist es lohnenswert, auch in der „zweiten Reihe“ zu suchen, denn der Wohnwert ist in diesen Regionen oftmals nicht viel schlechter und die Kaufpreise für die Immobilien sind deutlich günstiger.

2. Auf das Kaufpreis-Miete-Verhältnis achten

Das Verhältnis aus Kaufpreis und Miete ist ein wichtiger Indikator, der die Wirtschaftlichkeit des Immobilienkaufs angibt. Dieser Indikator kann nicht nur eine schnelle Orientierung bieten, sondern sich auch für einen ersten Vergleich von Immobilien in ähnlicher Lage und mit vergleichbarer Ausstattung eignen.

Dieses Verhältnis sollte sich in einem vernünftigen Rahmen bewegen. Wenn Sie mehr als das 25-Fache der Jahresmiete für die Immobilie auf den Tisch legen müssen, ist die Immobilie nur bei deutlichen Wert- und Mietsteigerungen rentabel. Selbst in attraktiven Großstadtlagen sollten Sie das 30-Fache der Jahresmiete nicht akzeptieren.

Um eine langfristige Rentabilitätsrechnung aufzustellen, sind jedoch weitere Faktoren erforderlich:

  • die Entwicklung der Mieten,
  • der Wiederverkaufswert,
  • die Steuern,
  • die Finanzierung.

3. Kaufnebenkosten nicht unterschätzen

Mit Ihrem Eigenkapital sollten Sie wenigstens die Kaufnebenkosten und zusätzlich zehn bis 20 Prozent des Kaufpreises abdecken können. In den Nebenkosten sind enthalten:

  • die Grunderwerbsteuer,
  • Kosten für einen Notar,
  • Kosten für einen Makler,
  • Kosten für das Grundbuchamt.

Lassen Sie sich nicht täuschen. Bei diesen Kosten handelt es sich keineswegs um Peanuts, denn abhängig vom Bundesland können diese bis zu 16 Prozent ausmachen.

4. Zinsbindung nutzen

Am besten sichern Sie sich bei der Finanzierung die aktuell niedrigen Zinsen über einen langen Zeitraum, am besten über 20 Jahre oder die gesamte Kreditlaufzeit hinweg. Auch wenn Sie in diesem Fall mehr Geld investieren müssen, haben Sie finanzielle Planungssicherheit.

5. Mit einem Fertighaus Kosten sparen

Ein Fertighaus ist auf dem Immobilienmarkt nach wie vor oftmals günstiger zu erhalten als ein Haus nach Massivbauweise. Machen Sie sich diesen Umstand zu Nutze und werfen Sie bei der Immobiliensuche auch einen Blick auf angebotene Fertighäuser. Heutzutage sind diese qualitativ nicht schlechter als Massivhäuser, können jedoch durch günstigere Preise punkten.

Nehmen Sie sich genügend Zeit

Die Suche nach einer erschwinglichen Immobilie kann Ihnen durchaus etwas Zeit abverlangen. Da es sich hierbei aber um eine langfristige Investition handelt, lohnt sich die Geduld.

Achten Sie beim Immobilienkauf nicht nur auf die Ausstattung und die Lage, sondern auch darauf, ob der Kaufpreis für das Haus oder die Wohnung angemessen ist. Dies gilt vor allem für Immobilien in Großstadtlage.

Möchten Sie ein eigenes Fertighaus bauen, dann lassen Sie sich von Ihrem Fertighausanbieter beraten. Dieser steht Ihnen nicht nur bei den Kosten Rede und Antwort, sondern Ihnen oftmals auch mit wichtigen Tipps bei der Grundstückssuche weiter.

Bildquelle: Grovemade | unsplash.com

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