Keller oder Kellerersatzraum – was passt besser zum Budget und den Plänen für die Zukunft?

kellerersatzraum

Beim Hausbau stellt sich für viele Bauherren die Frage: Keller oder Bodenplatte? Oder ist ein Kellerersatzraum gar eine sinnvolle Alternative und ersetzt den Keller komplett? Was sich hinter dem Kellerersatzraum verbirgt und welche Funktion er hat, verraten wir euch in diesem Beitrag.  

Wie der Name bereits andeutet, handelt es sich beim Kellerersatzraum um eine Art Mehrzweckraum mit kellerähnlichen Funktionen. Allerdings ist dieser nicht in das Wohngebäude integriert, sondern liegt außerhalb des Hauses auf dem Grundstück. Häufig befindet sich ein Kellerersatzraum im Bereich der Garagen, als Hausanbau oder im Garten.

Keller oder Kellerersatzraum?

Das klassische Haus hat unter dem eigentlichen Wohnbereich einen oder mehrere Keller. Die unterirdischen Räumlichkeiten dienen als Lagerraum, Waschkeller, Hauswirtschaftsraum oder Fahrradkeller. Auch eine Heizungsanlage wird je nach Art und Bauweise im Keller untergebracht.

Bei einigen Häusern ist die Nutzung sogar noch erheblich erweitert: So können ein Partykeller, ein Hobbyraum, eine kleine Werkstatt oder sogar eine integrierte Wohnung den Keller zu einer Art erweitertem Lebensraum machen.

Oftmals werden Einfamilienhäuser ohne Keller errichtet, obwohl erhöhter Platzbedarf für die Unterbringung von zum Beispiel Fahrrädern, Gartengeräten oder Brennholz besteht. In solchen Fällen ist der Bau eines Kellerersatzraumes eine überlegenswerte Option.

Als Bauherren solltet ihr euch daher vor der Realisierung eures Bauprojekts die Frage stellen: Keller oder Kellerersatzraum, was passt zu mir? Die Entscheidung hängt von verschiedenen Faktoren ab.

Was ist ein Kellerersatzraum und wie lässt er sich nutzen?

Ein Kellerersatzraum befindet sich im Außenbereich eines Hauses, was ihn von einem gewöhnlichen Abstellraum unterscheidet. Kellerersatzräume dienen der Aufbewahrung und Lagerung von Gegenständen, für die drinnen kein Platz ist und die vom Prinzip her eher draußen eingesetzt werden. Das können Rasenmäher und andere Gartengeräte ebenso sein wie Fahrräder, aber auch Gartenmöbel oder gehacktes Brennholz.

Für die Errichtung eines soliden und voll funktionsfähigen Kellerersatzraumes können beispielsweise Stahlbeton-Zellen verwendet werden, wie sie auch für den Bau von Garagen zum Einsatz kommen. Solche im Außenbereich errichteten Betonzellen sind ungeheizt, was zusätzliche Heizkosten von vornherein erspart. Zudem sind sie abschließbar und einbruchsicher.

Kellerersatzräume können verschiedene Größen und Designs haben und lassen sich harmonisch dem optischen Gesamteindruck auf einem bebauten Grundstück anpassen. Auch beim Material müsst ihr nicht zwangsläufig auf Beton zurückgreifen.

Kellerersatzräume und was sich alles damit machen lässt

Im Grunde genommen handelt es sich bei einem Kellerersatzraum um eine zweckentfremdete Fertiggarage. Sie muss nicht zwingend neben eine andere Garage gebaut werden und lässt sich auch am Haus oder völlig separat an einer anderen Stelle errichten.

Beheizt werden Kellerersatzräume in der Regel nicht. Die Modelle der neuesten Generation sind allerdings bautechnisch auf hohem Niveau und mit einer sehr guten Wärmedämmung ausgestattet. So verbessern witterungsresistenter, mehrschichtiger Strukturputz außen und eine solide Dachdämmung mit Hilfe von Steinwolle und OSB4-Platten innen, das Raumklima deutlich.

Derartig hochwertig gedämmte Kellerersatzräume können funktional mit einem Keller mithalten und bieten für die Lagerung und Aufbewahrung der verschiedensten Gegenstände optimale Voraussetzungen. Die garagenartigen Bauten wirken nach außen hin hochmodern, sind innen wie außen vor Kälte sowie Wärme gleichermaßen gut geschützt und lassen sich aufbauen und wieder abbauen, sofern sie nicht mehr benötigt werden.

Kellerersatzraum als eine flexible, vielseitige und kostengünstige Lösung

Ein Kellerersatzraum ist immer dann eine Option, wenn aus Kostengründen ein neues Fertighaus ohne Keller angelegt werden soll. Anstatt nachträglich mit viel Aufwand einen Keller zu errichten oder zu erweitern, ist ein Kellersatzraum die weniger kostenintensive und zudem problemlos umzusetzende Lösung. Auch der Bauantrag für einen Kellerersatzraum lässt sich in der Regel unkompliziert abwickeln.

Die neuesten Modelle von Kellerersatzräumen sind so innovativ und technisch ausgereift, dass sie einem herkömmlichen Keller in nichts nachstehen, ja diesen wegen ihrer Flexibilität und Vielseitigkeit an Extras sogar noch übertreffen. So lässt sich ein Kellerersatzraum mit Sondertor ebenso ausstatten wie mit Türen und Fenstern, Lichtleisten und sogar Solarlüfter, um nur einige der optional erhältlichen Extras aufzuzählen.

Insofern ist der Kellerersatzraum eine gute Option, wenn es um eine hochwertige, intensiv genutzte und als Lager- und Unterbringungsraum eingesetzte Alternative zu einem herkömmlichen Keller geht.

Für wen macht ein Kellerersatzraum draußen oder ein Keller drinnen eher Sinn?

Keller oder Bodenplatte? Vor dieser Frage stehen Bauherren nicht selten. Vor allem, wenn die Kosten für den Kellerausbau unangemessen hoch sind und der Bedarf eines Unterbaus nicht zwingend notwendig ist. Dann könnt ihr mit einer Bodenplatte und einem zusätzlichen Raum außerhalb eures Eigenheims bares Geld sparen.

Sparen könnt ihr auch, was den zeitlichen Aufwand betrifft. Denn der Kellerersatzraum ist schnell gebaut und kann binnen kurzer Zeit genutzt werden. Kostengünstig, zeitnah und technisch unkompliziert sind nur einige der Vorteile, die ein Kellerersatzraum mit sich bringt. Wollt ihr euch einen Fitness- oder Hobbyraum einrichten, ist ein heller Kellerersatzraum mit Fenstern ebenfalls eine sinnvolle Alternative.

Ein Argument für einen Keller hingegen ist, dass die Immobilie dadurch einen höheren Marktwert erhält, wenn sie später einmal verkauft werden soll. Auch wenn ihr den Platz draußen auf dem Grundstück für eine Doppelgarage braucht, eine Einliegerwohnung oder einen größeren Garten, seid ihr mit einem Keller besser beraten. Letztendlich solltet ihr die Argumente gut gegeneinander abwägen.

Wie plane ich meinen Kellerersatzraum richtig?

Die Anlage eines Kellerersatzraumes ist genauso zu planen wie die eines jeden anderen Anbaus. Bauvorschriften und Genehmigungen sind einzuhalten, technische Details zu beachten und auch die individuellen Wünsche bei der Umsetzung im Vorfeld mit zu berücksichtigen. So lässt sich der Raum so planen, dass ihr ihn nach Fertigstellung auch zum Beispiel als Hobbyraum oder Fitnessraum nutzen könnt.

Diese Flexibilität wäre bei einer Planung von Kellerräumen im Haus derart günstig nicht zu realisieren. Allerdings erfordert die Planung eines Kellerersatzraums eine sorgfältige Vorbereitung. Sprecht in diesem Fall einfach mit eurem Hausbauunternehmen, inwiefern ein Kellerersatzraum Sinn für euch macht. Ist das der Fall, könnt ihr euch euer Wunschmodell planen lassen, sodass es sich perfekt mit eurem Haus ergänzt.

Bildquelle: © Hermann | stock.adobe.com

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