Fitnessstudio zu Hause einrichten – Anforderungen, Geräte und Tipps

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Sport in den eigenen vier Wänden erfreut sich an immer größerer Beliebtheit. Vielleicht habt ihr das Glück, zu Hause einen Raum oder einen größeren Bereich zur Verfügung zu haben, den ihr nicht zwingend benötigt. Oder plant ihr beim Hausbau bereits fest mit einem eigenen Fitnessraum? Wir verraten euch, worauf ihr dabei achten solltet und geben euch ein paar Tipps zur Einrichtung. 

Zunächst werden sicherlich einige Kosten und Anstrengungen erforderlich sein, um einen eigenen Fitnessraum zu gestalten. Wollt ihr darin über Jahre hinweg trainieren, bedarf es einer sorgsamen und langfristigen Überlegung.

Diese Vorteile hat das Fitnessstudio zu Hause

Vom eigenen Fitnessstudio profitiert ihr schon nach kurzer Zeit. Etwa, indem ihr letztlich alle Geräte in einem Raum versammelt habt, die ihr für eure Sporteinheiten benötigt. Und das Beste daran: Diese könnt ihr jederzeit verwenden, denn sie werden nicht mehr von anderen Trainierenden blockiert. Ebenso agiert ihr unabhängig von den Öffnungszeiten eines Fitnessstudios – und die monatlichen Gebühren sind ebenfalls Geschichte.

Zudem könnt ihr den zeitlichen Aufwand für den Sport reduzieren. Ihr müsst nun nicht mehr die weiten Anfahrtswege in Kauf nehmen, um zu trainieren – nur um dann festzustellen, dass das Fitnessstudio gut gefüllt ist, alle Geräte besetzt sind und die stickige Luft in den Räumlichkeiten ohnehin kaum motivierend auf euch einwirkt.

In eurem eigenen Fitnesszimmer bestimmt ihr dagegen selbst, welche Übungen wann ausgeführt werden. Wollt ihr morgens vor der Arbeit eine schnelle Laufeinheit einlegen oder euch abends nach einem anstrengenden Tag mit den Hanteln auspowern, so könnt ihr das gerne tun. Zudem dürft ihr ganz nach eigenen Wünschen entscheiden, welche Musik im Hintergrund läuft.

Den passenden Raum finden

Wenn ihr alle genannten Vorteile ausschöpfen wollt, müsst ihr aber auch ein gutes Zimmer finden, das ihr als Fitnessraum einrichten könnt. Oftmals kommen dabei der Keller und der Dachboden in Betracht. Beiden ist gleich, dass sie meist ein wenig abgegrenzt zu den übrigen Etagen genutzt werden können.

Nicht gedämmte Kellerräume können im Winter allerdings sehr kalt werden, während der Dachboden im Sommer oftmals durch die Sommerhitze viel Wärme und schlechte Luftverhältnisse aufweist. Hier müsstet ihr also erst einmal die passenden Rahmenbedingungen für das Fitnessstudio zu Hause erschaffen.

Grundsätzlich könnt ihr jedes Zimmer nutzen. Wichtig ist, dass es über wenigstens ein Fenster verfügt. Die Belichtungs- und Belüftungsverhältnisse spielen beim Sport nämlich eine große Rolle. Auch tragende Wände sollten vorhanden sein, um eine Sprossenwand oder Klimmzugstange daran zu befestigen.

Achtet darauf, dass ihr zu den Seiten sowie nach oben hin genug Bewegungsfreiheit habt. Außerhalb des Hauses könnt ihr übrigens auch eine ausgediente Garage als Fitnessraum einrichten. Eurer Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt.

Anforderungen für den Fitnessraum

Wenn ihr ein Fitnesszimmer plant, sollten zunächst einmal einige grundlegende Kriterien erfüllt sein. Dabei gilt, dass die Ausstattung an sich ganz euren Wünschen und Bedürfnissen entspricht.

Ob ihr als Bodenbelag einen Teppich, Laminat, Fliesen oder Parkett wählt, bestimmt ihr selbst. Achtet aber auf alle Fälle darauf, unter dem Belag eine Trittschalldämmung einzufügen. Anderenfalls könnten eure Bewegungen in den darunter befindlichen Etagen zu hören sein – und das kann durchaus laut werden, wenn ihr mit schweren Hanteln beladen über den Boden lauft. Wahrt somit immer die Interessen eurer Mitbewohner.

Auch hinter der Wandverkleidung ist eine gute Dämmung als Lärmschutz empfehlenswert. Das Fitnessstudio zu Hause sollte zudem über verstärkte Fenster verfügen, durch die gleichfalls möglichst wenig Geräusche nach außen dringen. Zu denken wäre hier etwa an jene Sportler, die ihre besten Leistungen nur bei lautstarker musikalischer Begleitung erbringen können.

Die Fenster können zusätzlich mit einem Sichtschutz versehen werden. Auf diese Weise bleibt ihr von neugierigen Blicken durch Nachbarn und Passanten verschont. Wichtig ist daneben, dass der Fitnessraum über genügend Frischluft verfügt. Sollte die Luftzufuhr über die Fenster nicht gelingen, könnt ihr eine Belüftungs- sowie eine Klimaanlage verwenden.

Das Spiel der Farben

Wusstet ihr eigentlich, dass ihr das Fitnessstudio zu Hause durch die Wahl der Farben ein wenig aufpeppen könnt? Damit dürfte sogar eine Verbesserung der Trainingseffizienz erreicht werden. Verzichten solltet ihr auf Pastellfarben wie etwa helle Blau-, Grün- oder Violetttöne. Sie wirken beruhigend und ausgleichend, regen zu Pausen und zu stillen Momenten an. Doch diesen Effekt wollt ihr vermutlich nicht erzielen.

Auch Grün als Grundfarbe ist wenig geeignet, wenn ihr einen Fitnessraum einrichten möchtet. Grün präsentiert sich zwar frisch und belebend. Gleichfalls wirkt es aber sanft und entspannend auf die Anwesenden ein.

Besser geeignet sind alle Farben, die über eine Beimischung aus Rot verfügen. Orange, Lila, ein rötliches Braun oder Rot selbst gelten als Töne, die einen stark anregenden Effekt erzielen. Ein knalliges Rot erhöht die Motivation und sollte sich daher zumindest an einigen Wänden vorfinden lassen.

Ein starkes Blau steht hingegen im Ruf, die Ausdauer zu verbessern. Es regt das Gehirn dazu an, das Training selbst dann fortzuführen, wenn es einmal etwas intensiver ausfällt.

Gerade das Ausloten der Leistungsgrenzen wird also oft möglich, wenn Rot- und Blautöne in einem Fitnessraum vorhanden sind. Neben der Wandgestaltung könnt ihr den Fußboden oder die Geräte farblich nach eigenen Wünschen herrichten.

Sinnvolle Geräte für das Fitnessstudio zu Hause

Wenn ihr einen Fitnessraum einrichten möchtet, spielt die Wahl der jeweiligen Sportgeräte eine besondere Rolle. Gerade sportliche Laien greifen dabei im Regelfall auf multifunktionale Geräte zurück – eine durchaus nachvollziehbare Entscheidung.

Immerhin lassen sich an einem sogenannten Tower oft zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten finden, mit denen ihr nahezu alle Muskeln stärken könnt. Ebenso ist es sinnvoll, zumindest einen kleinen Bereich für das Freihanteltraining zu planen. Im Gegensatz zum Tower wird dort mehr auf die Stabilisierung des Körpers geachtet – ein Ziel, das ihr nicht unterschätzen solltet.

Daneben ist es wichtig, an der eigenen Kondition zu arbeiten. Dabei entscheidet ihr selbst, ob ihr die Ausdauer lieber auf dem Laufband, mit dem Spinning-Rad oder am Rudergerät verbessert. Achtet darüber hinaus auf die Nutzung einer Klimmzugstange, die besonders den oberen Rücken und den Schulterbereich kräftigen wird.

Auch an Dehnungs- und Entspannungsübungen solltet ihr denken: Yogamatten und Fitnessbänder runden die Sportstunde gekonnt ab. Solltet ihr daneben noch Platz für ein wenig Zubehör haben, so sind Gewichtswesten, Liegestützgriffe, Springseile und Gummibälle gerne gesehen.

Kurzum: Besorgt euch alles, worauf ihr im Rahmen eines ausgedehnten Trainings auch wirklich Lust habt.

Allgemeine Tipps zur Einrichtung

Für das Fitnessstudio zu Hause könnt ihr natürlich auf zahlreiche Tipps und Erfahrungsberichte zurückgreifen. Dennoch ist es wichtig, dass ihr ein hohes Maß an Individualität erreicht, wenn ihr den Fitnessraum einrichten wollt. Ihr wisst selbst am besten, unter welchen Bedingungen ihr eure Topleistungen abrufen könnt.

Idealerweise sollte das Zimmer über genügend Freiraum verfügen, um alle Bewegungsabläufe ungestört auszuführen. Sofern ihr das Training nicht im Keller absolviert, muss möglichst viel natürliches Licht durch das Fenster in euer Fitnessstudio gelangen können. Die Helligkeit und die Wärme der Sonne wirken zusätzlich motivierend auf euch ein.

Verwendet daneben all das, was euch beim Training hilft. An der Wand angebrachte Bilder und Zitate eurer Idole, die passende Musik zum Sport, die perfekte Wohlfühl-Aura selbst in anstrengenden Momenten. Auch Fernseher und andere Mediengeräte können sinnvoll zur Ergänzung der Sporteinheiten genutzt werden – zum Beispiel für virtuelle Radausfahrten.

Nicht vergessen solltet ihr indes eine kleine Station, an der ihr euch mit Getränken oder ein wenig Obst in den Pausen versorgen könnt. Ihr alleine entscheidet somit, wie das Fitnessstudio zu Hause am Ende aussehen wird. Daher kann die Frage direkt an euch weitergegeben werden: Welche Kriterien sind euch beim Einrichten des Fitnessraumes wichtig – und auf welche Geräte wollt ihr dabei auf gar keinen Fall verzichten?

Bildquelle: kellysikkema | Unsplash.com

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