Mehr Privatsphäre im Garten: Der Gartensichtschutz

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In euren eigenen vier Wänden fühlt ihr euch zu Hause und ganz besonders wohl. Ihr genießt die Zeit ohne störenden Lärm von außen oder von den Nachbarn und könnt die Ruhe, zusammen mit eurer Familie, vollkommen genießen. Genauso sollte es auch sein, wenn ihr euch in eurem eigenen Garten aufhaltet.

Doch gerade im Garten ist das Thema Privatsphäre für die meisten Bauherren eine Qual. Die neugierigen Nachbarn beobachten euch auf Schritt und Tritt – wie sollt ihr da entspannen können?

So schützt der Gartensichtschutz vor neugierigen Blicken

Glücklicherweise gibt es ausreichend Möglichkeiten, um euch genau davor schützen zu können. Mit dem richtigen Sichtschutz, werdet ihr auch die Zeit in eurem Garten, ganz in Ruhe und relaxt, verbringen können.

Egal ob Hecken, Zäune oder Mauern, Sichtschutzzäune gibt es in zahlreichen Varianten, Stilen und Farben. Selbstverständlich solltet ihr darauf achten, dass der Gartensichtschutz auch zum Rest eures Gartens passt.

In diesem Artikel möchten wir euch unter anderem zeigen, auf was ihr bei der Aufstellung eines Gartensichtschutzes achten müsst, welche Arten es gibt und mit wie viel Kosten ihr ungefähr rechnen müsst.

Gartensichtschutz: Was müsst ihr beachten?

Ein Gartensichtschutz kann sowohl während des Neubaus eines Fertighauses aufgestellt werden, als auch im Nachhinein, wenn ihr diesen vielleicht zu Anfang noch nicht auf eurer Hausbau-Liste stehen hattet. Für das Aufstellen beziehungsweise die Installation eines Gartensichtschutzes gelten dieselben Regeln, wie auch für einen klassischen Gartenzaun.

Es handelt sich hierbei um eine sogenannte Einfriedung, mit der ihr euer Grundstück, von denen der Nachbarn, abgrenzt. Bis zu einer bestimmten Höhe kann ein Zaun oder Sichtschutz genehmigungsfrei aufgestellt werden. Jedoch gibt es für die Höhe eines Gartenzaunes, sowie auch für den Sichtschutz eine Höhenbegrenzung, die von Gemeinde zu Gemeinde, unterschiedlich sein kann.

Damit ihr vor dem Kauf eines Gartensichtschutzes sicher sein könnt, dass ihr diesen aufstellen dürft, informiert euch vorab bei der zuständigen Baubehörde, welche maximale Höhe in eurem Bezirk zulässig ist. Darüber hinaus gibt es in den Bundesländern – außer in Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern sowie Bremen, Richtlinien für die Grundstücksbegrenzung, die speziell Hecken, Zäune und Mauern betreffen.

Verschiedene Arten eines Gartensichtschutzes

Den Gartensichtschutz gibt es in vielen verschiedenen Arten. Ihr als Bauherr habt also eine große Auswahl an Materialien, die ihr für euren Sichtschutz nutzen könnt.

Natürlich kommt es bei der Auswahl des passenden Sichtschutzes für den Garten auch immer auf die eigenen Bedürfnisse an. So zum Beispiel, wie pflegeintensiv er sein soll, welche Farbe er haben soll oder wie widerstandsfähig die Materialien sein sollten.

Vorab zur Info: Ein Gartensichtschutz dient nicht nur ausschließlich zur Abgrenzung des eigenen Grundstücks, sondern kann ebenso als Wind- und Lärmschutz dienen.

Sichtschutzzaun aus Holz

Der Sichtschutzzaun aus Holz ist mit Abstand die beliebteste Sichtschutz-Variante für den Garten. Es gibt ihn in den verschiedensten Höhen.

Wichtig zu wissen: das Holz muss vorher behandelt werden, falls dies mit dem Kauf noch nicht geschehen ist. Ansonsten tun die Wettereinflüsse wie Regen, Sonne oder Schnee ihr Übriges und ihr werdet nur wenige Jahre etwas von eurem Holzzaun haben.

Ihr steht auf Muster? Dann seid beruhigt, denn auch den Sichtschutzzaun aus Holz gibt es in zahlreichen Muster-Varianten.

Gabionen / Steine

Bei den sogenannten Gabionen handelt es sich um eine Art Steinkorb, welcher ausschließlich mit Steinen befüllt wird. Gabionen gibt es dabei in zahlreichen Farben oder Formen (Zäune, Mauern, etc.).

Aufgrund ihres Aussehens, sind sie vor allem für moderne Gartenanlagen geeignet. Sie können neben der Verwendung als Gartensichtschutz, ebenso als Terrassenstütze oder auch als Hochbeet genutzt werden. Der große Vorteil der Gabionen ist, dass sie im Gegensatz zu Holz oder Kunststoff, sehr widerstandsfähig sind.

Sichtschutzzaun aus Kunststoff

Ein Sichtschutzzaun aus Kunststoff sieht im Gegensatz zu einem Zaun aus Holz, wesentlich moderner und leichter aus. Er ist zudem deutlich weniger pflegeintensiv.

Einmal aufgestellt, könnt ihr den Zaun aus Kunststoff quasi sich selbst überlassen. Hier muss im Nachhinein nichts mehr gemacht werden.

Den Kunststoffzaun gibt es in verschiedenen Mustern und auch Farben. Ihr seid bei der Auswahl also vollkommen flexibel.

Sichtschutzzaun aus Metall

Der Sichtschutzzaun aus Metall ist ähnlich wie der Zaun aus Kunststoff. Er ist schnell aufgebaut und nicht wirklich pflegeintensiv. Er wirkt jedoch durch sein Material oftmals sehr wuchtig.

Auch der Gartensichtschutz aus Metall ist in verschiedenen Farben erhältlich. Ihr solltet euch aber vorher gut überlegen, ob diese Art von Zaun, zum Rest eurer Gartengestaltung passt.

Gartensichtschutz aus Pflanzen

Eine ganz andere Alternative, als zu den oben genannten Arten für den Gartensichtschutz, ist ein Schutz beziehungsweise Zaun aus Pflanzen. Es handelt sich hierbei also um einen rein natürlichen Sichtschutz für den Garten.

Dieser wird entweder durch die anfängliche Bepflanzung von Sträuchern und Hecken ermöglicht, welche nach einer ausreichenden Wachstumsphase regelmäßig gestutzt werden müssen. Oder durch das Aufstellen eines Holzzaunes, an welchem Pflanzen angebracht werden, die in die Höhe wachsen können.

Dieser natürliche Sichtschutz benötigt selbstverständlich eine regelmäßige Pflege und im Idealfall noch einen grünen Daumen.

Was kostet ein guter Gartensichtschutz?

Welcher Sichtschutz für euch in Frage kommt, hängt selbstverständlich auch immer davon ab, wieviel Budget ihr investieren möchtet. Je nach Art und Qualität des Sichtschutzes, können die Kosten hier sehr stark schwanken.

Holzwände sind je nach Qualität pro Einheit, für einen Preis von ca. 200 Euro erhältlich. Sie können aber auch gerne mal bis zu 1.000 Euro kosten

Der Sichtschutzzaun aus Holz ist dabei die günstigste Variante. Kunstoff- und Metallzäune sind pro Einheit um bis zu 10 bis 20 Euro teurer. Aber auch hier kommt es immer auf die Qualität des Zaunes an. Aus diesem Grund ist eine eindeutige Aussage zu den Kosten nur schwer vorherzusagen.

Holt euch Rat bei einem Gartenbau-Experten

Solltet ihr mit dem Gedanken spielen, euch einen Gartensichtschutz aufstellen zu wollen, empfehlen wir, euch von einem Gartenbau-Experten beraten zu lassen. Denn es gibt, wie bei fast allen Bauelementen, starke Qualitätsunterschiede.

Möchtet ihr also sicher gehen, dass euer Sichtschutz auch über Jahre noch in einem einwandfreien Zustand ist und seinen Zweck erfüllt, dann sollte die Beratung durch einen Experten im Vordergrund stehen.

Dieser weiß genau, welche Art von Zaun, zum Rest eures Gartens passt und kann euch den richtigen Sichtschutz in eurer Preisklasse empfehlen.

Fazit

Mit Hilfe eines Gartensichtschutzes könnt ihr gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen. Er hält euch nicht nur die neugierigen Blicke der Nachbarn fern, sondern dient auch als Wind- und Lärmschutz.

Vor dem Kauf des passenden Schutzzaunes solltet ihr euch jedoch genau über die mögliche beziehungsweise erlaubte Höhe des Zaunes bei eurer zuständigen Baubehörde informieren.

Möchtet ihr zudem auf Nummer sicher gehen, welcher Sichtschutz, der richtige für euch ist, dann empfehlen wir euch die Beratung bei einem Gartenbau-Experten in Anspruch zu nehmen.

Bildquelle: @hozart | Unsplash 

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