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Checkliste Hausbau: So behaltet ihr den Überblick

Wenn der Traum vom Eigenheim Realität werden soll, ist der Weg dorthin in der Regel mit unzähligen Fragen, Überlegungen und Entscheidungen verbunden. Da ist es nicht immer ganz leicht, den Überblick zu behalten. Eine Hausbau-Checkliste, in der die wichtigsten Punkte aufgelistet sind, stellt in diesem Zusammenhang ein effektives Mittel dar, sicher ans Ziel zu kommen.

Sobald die definitive Entscheidung gefallen ist, die Zukunft in den eigenen vier Wänden zu verbringen, gilt es zunächst einige grundlegende Fragen zu klären. Dazu gehört auch zu entscheiden, ob ein bestehendes Objekt gekauft oder nach eigenen Vorstellungen neu gebaut werden soll.

Fällt die Entscheidung zugunsten eines Neubaus, hilft euch eine Checkliste zum Hausbau dabei, die Planungsphase strukturiert und übersichtlich zu gestalten. Eine umfassende Checkliste vor Baubeginn zu erstellen empfiehlt sich auch, um zu dokumentieren, welche Aufgaben ihr schon erledigt habt und welche Entscheidungen noch anstehen.

Das richtige Grundstück finden

Zu den grundlegenden Aufgaben beim Bau eines Hauses zählt die Suche nach einem geeigneten Grundstück. Auf der Checkliste vor Baubeginn steht diese deshalb natürlich an einer der vorderen Positionen.

Es gibt unterschiedliche Wege, einen passenden Bauplatz zu finden. Um die Suche einzugrenzen, empfiehlt es sich, zunächst die Voraussetzungen zu definieren, die das Grundstück in jedem Fall erfüllen muss.

Welche infrastrukturellen Einrichtungen sind für euch in der unmittelbaren Umgebung unverzichtbar? Wie gut ist die Verkehrsanbindung und wie soll die Nachbarschaft aussehen?

Diese grundlegenden Aspekte sollten festgehalten werden, bevor die eigentliche Suche nach einem Grundstück beginnt. So ist es möglich, die Zahl der in Frage kommenden Bauplätze auf ein Maß zu beschränken, das dazu beiträgt, die Entscheidung am Ende zu erleichtern.

Um Informationen über verfügbare Grundstücke zu erhalten, stehen euch die unterschiedlichsten Quellen zur Verfügung: Neben Maklern und den einschlägigen Immobilienportalen im Internet sind auch Gemeindeverwaltungen und Banken potenzielle Ansprechpartner bei der Grundstückssuche beziehungsweise Grundstückswahl. Eine weitere Möglichkeit, günstig an einen Bauplatz zu kommen, sind Zwangsversteigerungen, die von den jeweils zuständigen Gerichten ausgeführt werden.

Ist das Traumgrundstück gefunden, solltet ihr nicht vergessen zu klären, welche baurechtlichen Vorschriften eingehalten werden müssen und ob eventuell die Beseitigung von Altlasten zusätzliche Kosten verursacht.

Wie soll das Traumhaus aussehen?

Unmittelbar zusammenhängend mit der Frage des passenden Grundstücks ist die nach der Art des Hauses, das darauf errichtet werden soll. Auch dieser Punkt sollte deshalb nicht auf eurer Hausbau-Checkliste fehlen.

Wird ein freistehendes Eigenheim mit großem Garten angestrebt, macht es keinen Sinn, sich in einem Neubaugebiet umzusehen, in dem Reihenhäuser entstehen sollen. Vielleicht ist das Traumhaus aber auch eine großzügige Doppelhaushälfte am Stadtrand.

Unter Umständen kommt vielleicht sogar ein Objekt auf dem Land mit mehreren Wohneinheiten in Frage, die teilweise vermietet oder für gemeinschaftliche Wohnprojekte genutzt werden können. All diese Formen stellen denkbare Alternativen dar, über die vor Baubeginn entschieden werden muss.

Die konzeptionelle und architektonische Gestaltung eines Eigenheimes ist nicht zuletzt aber auch eine Frage der finanziellen Möglichkeiten. Und damit kommen wir zu einem weiteren entscheidenden Punkt auf unserer „Checkliste Hausbau“: der Finanzierung.

Eine solide Finanzierung ist Trumpf

Damit der Traum vom eigenen Zuhause nicht zum finanziellen Albtraum wird, ist eine solide Finanzierung mit realistischen Belastungen notwendig. Neben einem ausreichend großen Anteil an Eigenkapital (alternativ: Baufinanzierung ohne Eigenkapital) sollte auch euer Familieneinkommen hoch genug sein, um die monatlichen Raten selbst dann noch tragen zu können, wenn durch unerwartete Ereignisse vorübergehende finanzielle Einbußen zu verzeichnen sind.

Da es sich bei der Finanzierung des Eigenheims in der Regel um ein Projekt handelt, das sich über mehrere Jahrzehnte erstreckt, spielt die Zinsbindung der Hypothek eine entscheidende Rolle. In Zeiten niedriger Zinsen sollte deshalb eine möglichst langfristige Zinsbindung mit der Bank vereinbart werden. So sind die monatlichen Belastungen besser planbar.

Es ist aber auch zu beachten, dass nach dem Auslaufen der Hypothek unter Umständen die monatlichen Raten höher ausfallen, da sich das Zinsniveau in der Zwischenzeit verändert hat.

Darüber hinaus solltet ihr unter Umständen darüber nachdenken, ob durch die Einrichtung einer Einliegerwohnung, die vermietet wird, zusätzliche Einnahmen generiert werden können. Diese helfen dabei, die monatlichen Belastungen leichter zu stemmen.
Der Punkt Finanzierung nimmt deshalb auf der Checkliste Hausbau eine zentrale Rolle ein.

Wie viel Platz braucht ihr wirklich?

Die Frage, wie groß das neue Zuhause ausfallen soll, ist nicht nur eine nach dem tatsächlich benötigten Platz, sondern auch eine der Pflege und Unterhaltung des Hauses. Natürlich ist es eine angenehme Sache, im eigenen Heim viel Platz für vielfältige Aktivitäten zu haben. Für viele ist es einer der zentralen Gründe, einen Hausbau überhaupt in Angriff zu nehmen.

Bei der Bemessung der Größe sollten aber nicht nur die reinen Baukosten, sondern auch die folgenden Betriebskosten und der Arbeitsaufwand für die Pflege des Anwesens im Auge behalten werden. Familien mit Kindern benötigen naturgemäß mehr Platz als Singles und Paare ohne Nachkommen.

Sind die Kinder noch klein, ist auf längere Sicht ein erhöhter Platzbedarf vorhanden. Steht der Nachwuchs jedoch kurz davor, seine eigenen Wege zu gehen, kann das Haus schnell zu groß werden. Leere Zimmer machen wenig Sinn, verursachen aber weiterhin Kosten.

Und wenn im Alter die Erledigung der im Haus und auf dem Grundstück anfallenden Arbeiten immer schwerer fällt, kann das einst großzügig geplante Domizil mit der Zeit zu einer echten Belastung werden. Aus diesem Grund solltet ihr vor dem Bau genau überlegen, wie hoch der Platzbedarf wirklich ist, um sich im neuen Heim dauerhaft wohl fühlen zu können.

Zudem kann aber auch schon bei der Planung des Hauses nach Möglichkeiten gesucht werden, die eine sinnvolle Nutzung von später nicht mehr benötigtem Wohnraum ermöglichen. Zum Beispiel besteht die Option, die Aufteilung der Räume so zu organisieren, dass zu einem späteren Zeitpunkt ohne großen Aufwand eine Einliegerwohnung eingerichtet werden kann.

Schlüsselfertig bauen oder selbst mit anpacken?

Auch die Frage, ob ihr bequem schlüsselfertig bauen wollt oder die finanziellen Ressourcen durch Eigenleistungen nachhaltig geschont werden sollen, ist auf der Checkliste vor Baubeginn zu klären. Selbst wenn handwerkliche Arbeiten nicht unbedingt zu euren bevorzugten Freizeitaktivitäten zählen, sollte überlegt werden, welche Arbeiten beim Hausbau mit der Hilfe von Freunden und Verwandten in Eigenregie realisiert werden können.

Gerade wenn die Finanzierung keine allzu großen Spielräume lässt, bieten Eigenleistungen ein erhebliches Potenzial für Einsparungen. Bei der Planung der Eigenarbeiten muss jedoch genau darauf geachtet werden, dass diese fachgerecht umgesetzt werden. Pfusch am Bau durch falsch verstandene Sparsamkeit kann sonst am Ende recht teuer werden.

Durch ökologisches Bauen bleibende Werte schaffen

Der Bau eines Hauses ist ein Projekt, das die meisten Menschen nur einmal im Leben in Angriff nehmen. Im Idealfall wird nicht nur für die eigene, sondern auch für die noch folgenden Generationen ein Zuhause geschaffen, das mit den Ressourcen der Erde sparsam umgeht.

Ökologisches Bauen ist deshalb für viele ebenfalls ein Thema, das auf einer Checkliste für den Hausbau nicht fehlen darf. Alternative Formen der Energiegewinnung spielen dabei ebenso eine wichtige Rolle wie umweltfreundliche Baumaterialien und die richtige Dämmung. Auch der Frage, ob zum Beispiel ein Passivhaus eine mögliche Alternative zu konventionellen Bauformen darstellt, solltet ihr auf eurer Hausbau-Checkliste einen zentralen Punkt widmen.

Die oftmals mit den nachhaltigen Technologien verbundenen höheren Kosten machen sich in den meisten Fällen bereits nach einigen Jahren bezahlt. Auf diese Weise schont ihr nicht nur die Umwelt, sondern langfristig auch die eigene Geldbörse.

Checkliste Hausbau: So könnte sie aussehen

Auch wenn eine Checkliste zum Hausbau immer zahlreiche individuelle Punkte enthält, sind einige Fragen jedoch von genereller Bedeutung. Diese bilden das Grundgerüst für eure Überlegungen zur Erstellung einer Checkliste.

Eine solche nach persönlichen Wünschen und Bedürfnissen zusammengestellte Liste trägt nachhaltig dazu bei, das Projekt Hausbau strukturiert und übersichtlich zu gestalten. Die folgenden Punkte sollten deshalb auf keinen Fall auf eurer Hausbau-Checkliste fehlen:

  • das richtige Grundstück finden
  • den passenden Haustyp auswählen
  • eine solide Finanzierung ausarbeiten
  • die Größe des Traumhauses überprüfen
  • Alternativen zum schlüsselfertigen Bauen prüfen und Eigenleistungen planen
  • Möglichkeiten und Chancen für nachhaltiges Bauen ausloten

Die Reihenfolge der einzelnen Punkte kann durchaus variieren. Am Ende sollten jedoch alle Fragen abgearbeitet sein, um den Hausbau so stressfrei wie möglich zu machen.

Wir hoffen, dass wir euch mit unserer Checkliste zum Hausbau einige Tipps mit auf den Weg zu eurem Traumhaus geben konnten. Oder seid ihr der Meinung, das ein ganz besonderer Punkt fehlt? Dann teilt uns diesen gerne in den Kommentaren mit.

Bildquelle: kellybrito | Unsplash

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