Schutz vor Gewitter: Geben Sie Blitzeinschlägen keine Chance

Ein Blitz ist ein beeindruckendes Naturschauspiel. Wenn er allerdings im eigenen Haus einschlägt, kann dies sehr gefährlich sein und hohe Schäden verursachen. Daher sollten Sie die passenden Maßnahmen treffen, um das Blitzschlagrisiko zu minimieren.

Wenn in Ihrem Haus ein Blitz einschlägt, können dadurch schwere Zerstörungen entstehen. Doch was genau passiert währenddessen und wie können Sie sich vor den teilweise erheblichen Folgen schützen?

Auch wenn die Wahrscheinlichkeit relativ gering ist, dass Ihr Haus von einem Blitz getroffen wird, sind Blitzschäden keine Seltenheit. Denn ein Einschlag in einem Umkreis von rund zwei Kilometern reicht aus, um Schäden an unterschiedlichen Elektrogeräten zu erzeugen.

In der Regel schlagen Blitze am höchsten Punkt eines Gebäudes ein. Dennoch kann theoretisch auch ein kleines Haus getroffen werden, auch wenn es neben einem größeren steht. Daher ist ein ausreichender Schutz vor Gewitter sehr wichtig.

Der Schutz vor Gewitter sollte Prioriät haben

Der Blitzableiter sollte fachmännisch installiert werden, da er sonst unter Umständen nicht seinen Zweck erfüllt. Wird er fehlerhaft angebracht, kann es trotzdem zu einem Blitzeinschlag und einem daraus resultierenden Brand kommen.

Ist gar keine Schutzvorrichtung vorhanden, kann der Strom ungehindert durch die Armierungen und die Wasser- und Stromleitungen bis zur Erde fließen. Dadurch können die Wände, die sich vor den Leitungen befinden, aufplatzen. Menschen und Tiere, die sich in unmittelbarer Nähe befinden, sind in Lebensgefahr.

Dennoch kommt es nur selten zu tödlichen Zwischenfällen. Sehr häufig entsteht durch einen Blitzeinschlag Feuer, da die Energie des Blitzes ungehindert durch das Haus fließen kann.

In den meisten Fällen fängt zunächst das Holz des Dachstuhls an zu brennen. Durch einen gut konzipierten Blitzableiter wird der Strom nach außen abgeleitet, sodass das Gebäude keinen Schaden nimmt.

Welche Möglichkeiten zum Blitzschutz gibt es?

Wie oben bereits erwähnt, sollte jeder Hausbesitzer sein Gebäude vor Gewitter schützen. So sollten Bauten mit Flachdach wie auch solche mit Steildach mit einem Blitzableiter ausgestattet werden. Denn ein Blitzeinschlag kann im schlimmsten Fall zu einem Brand und zu irreparablen Schäden an elektronischen Geräten führen.

Die Schutzanlagen bestehen zumeist aus speziellen Fangeinrichtungen, dem eigentlichen Blitzableiter und einer Erdungsanlage. Erstere sollte aus einem möglichst leitfähigen Material, wie zum Beispiel aus Stahl, Aluminium oder Kupfer bestehen.

Dadurch kann die Fangeinrichtung den Strom, der bei dem Blitzeinschlag an dem Gebäude entsteht, ideal abfangen und um das Haus bis zur Erde ableiten. Im Haus kann dagegen ein Überspannungsschutz hilfreich sein, um elektrische Anlagen und Geräte vor Beschädigungen zu schützen.

Unterschied zwischen äußerem und inneren Blitzschutz

Es wird grundsätzlich zwischen innerem und äußerem Blitzschutz unterschieden. Letzterer ist der oben erwähnte Blitzableiter. Er wird außen am Haus angebracht und hat die Aufgabe, den Strom vom Haus wegzuleiten.

Der innere Blitzschutz umfasst dagegen alle baulichen Vorkehrungen, die die Aufgabe haben, die Baumaterialien und die elektrischen Installationen des Hauses vor Schäden zu schützen. Dadurch lassen sich Überspannungsschäden durch einen sogenannten Potenzialausgleich verhindern. Bei drohender Überlastung unterbrechen solche Sicherheitsvorkehrungen automatisch den Stromkreis.

Zudem werden auch alle Maßnahmen dem inneren Blitzschutz zugeordnet, die das Eindringen von Blitzstrom über diverse metallische Gebäudeteile oder Datenkabel vermeiden.

Versicherungen gegen Gewitterschäden

1. Brandschäden durch Gewitter

Entsteht an Ihrem Haus durch einen Blitzschlag Feuer, sind die Schäden normalerweise durch die Hausratversicherung oder durch die Wohngebäudeversicherung gedeckt. Denn durch Erstere sind grundsätzlich alle Gegenstände versichert, die sich in der Wohnung befinden.

Die Wohngebäudeversicherung greift dann, wenn Bestandteile des Gebäudes, wie zum Beispiel das Dach, oder Gegenstände, die mit dem Gebäude verbunden sind, wie Markisen, Rollläden oder Antennen, beschädigt werden.

2. Direkter Blitzeinschlag

Auch der direkte Blitzeinschlag ist in der Regel durch die Hausrat- oder Wohngebäudeversicherung versichert. Allerdings nur dann, wenn zum Beispiel die Antenne eines Fernsehers direkt getroffen wird. Dies kommt aber nur sehr selten vor. Und wenn es sich nicht um einen direkten Blitzeinschlag handelt, zahlt die Versicherung nicht.

Schützen Sie sich und Ihr Haus

Ein guter und fachmännisch installierter Schutz vor Gewitter ist sehr wichtig. Denn durch diesen lassen sich Schäden am Gebäude und Verletzungen der Bewohner vermeiden. Vor dem Bau Ihres Fertighauses sollte Sie Ihr Anbieter auf die verschiedenen Möglichkeiten besprechen.

Wir hoffen nicht, dass Sie bereits negative Erfahrungen mit Blitzeinschlägen gemacht haben, tauschen uns aber dennoch gerne mit Ihnen über dieses Thema aus. Hinterlassen Sie dazu einfach einen Kommentar und verraten Sie uns, welche Vorkehrungen Sie getroffen haben, um böse Überraschungen zu vermeiden.

Bildquelle: David Moum | unsplash.com

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