Wie viele Steckdosen benötigen Sie, wo sollen die Lichtschalter platziert werden und welche Stromkreise machen für welchen Raum Sinn? Auf diese Fragen gehen wir in unserem Beitrag rund um die passende Elektroausstattung genauer ein und geben Ihnen einige wichtige Tipps für den Hausbau mit auf den Weg.

Das Smartphone aufladen, den Staubsauger benutzen oder einfach nur den Fernseher anschalten und die Beine hochlegen. Ohne Steckdosen geht im Alltag recht wenig voran. Genauso verhält es sich mit Licht, dessen falsche Installation Sie schnell mal im Dunkeln stehen lässt.

Auf die richtige Elektroausstattung kommt es an

Die Voraussetzung für einen reibungslosen Alltag ist die richtige Auswahl der Elektroausstattung und eine einwandfreie Installation. Wie groß der Umfang allein bei der Installation ist, macht die Online-Enzyklopädie Wikipedia deutlich:

„Die Elektroinstallation umfasst die Leitungsverlegung und die Montage von Verteilern, Überstromschutzeinrichtungen, Fehlerstromschutzschaltern, Leitungsschutzschaltern, Leuchten, Elektrogeräten, elektrischen Maschinen, Sensoren wie Bewegungsmeldern und Dämmerungsschaltern, Schaltern, Tastern und Steckdosen sowie die abschließende Messung der Wirksamkeit der Schutzmaßnahmen.“

Der große Vorteil bei der Elektroinstallation ist, dass sowohl die Leitungsverlegung als auch die Montage bei Ihrem Fertighaus in der Regel die Handwerker Ihres Fertighaus-Anbieters oder externe Handwerker übernehmen.

Glück gehabt, oder? Fast, denn bei der Planung der Elektroausstattung sollten Sie sich im Vorhinein ausreichend Gedanken machen, da Sie es sein werden, der in das Fertighaus einziehen wird und von der Ausstattung profitiert.

Die Ausstattung im Überblick

Um Ihnen einen Überblick zu verschaffen, was alles Teil Ihrer Elektroausstattung sein wird, möchten wir Ihnen anhand einer kurzen Auflistung die einzelnen Komponenten vorstellen:

So benötigen Sie zum Beispiel Steckdosen, die an den Türen und auch am Lichtschalter angebracht werden sollten. Hier ist es oftmals ratsam, lieber eine zu viel als zu wenig zu installieren. Mehrfachsteckdosen zum Ausweichen sehen nicht nur unschön aus, sondern überhitzen leicht und können zu Folgeschäden führen.

Bei den Steckdosen ist es wichtig für bestimmte Räumlichkeiten getrennte Stromkreise zu verwenden. In einem Heimwerkerraum sorgt ein getrennter Stromkreislauf zum Beispiel dafür, dass das Licht weiterhin leuchtet, selbst wenn der Strom beim Bohren ausgefallen ist. Auch die Küche ist ein Raum, in dem getrennte Stromkreise vorhanden sein sollten, da hier sehr viele verschiedene Geräte verwendet werden.

Je nach Nutzung spielen TV-, SAT- und Internetanschlüsse in Bezug auf die Elektroausstattung eine bedeutende Rolle. Diese sollten Sie nicht nur im Wohnzimmer oder im Büro installieren. Denken Sie vorausschauend und überlegen Sie, wo Sie in Zukunft weitere Anschlüsse gebrauchen könnten.

Was die Schalter, zum Beispiel für die Beleuchtung, betrifft, so sollten auch diese großzügig und vor allem klug gesetzt werden. Wo benötigen Sie tatsächlich einen Schalter und von wo aus möchten Sie das Licht steuern? Macht zum Beispiel ein Wechselschalter am Sofa oder neben dem Bett einen Sinn?

Berücksichtigen Sie zudem Schalter für die Außenbeleuchtung, die idealerweise sowohl innen an der Tür als auch außen auf der Terrasse oder in der Nähe der Sitzangelegenheiten angebracht sind. Gleiches gilt für die Schalter automatischer Rollläden oder Jalousien, auf die Sie je nach Bedarf von verschiedenen Orten aus zugreifen möchten.

Auch eine BUS-Leitung oder ein Installationsrohrnetz sollten Sie stets in Betracht ziehen, vor allem im Hinblick auf fortschreitende Technologien. Denn beide werden benötigt, um verschiedene Komponenten in einem automatisch gesteuerten Haus zu vernetzen.

7 Tipps für Ihre Elektroausstattung

Abschließend verraten wir Ihnen noch sieben Tipps, damit bei der Installation Ihrer Elektroausstattung garantiert nichts schiefgeht und Sie nichts vergessen:

  1. Machen Sie sich ausreichend Gedanken über die Anzahl der Lichtquellen, Schalter, Steckdosen sowie Fernseh-, Internet- und Telefonanschlüsse, die Sie tatsächlich benötigen.
  2. Verschaffen Sie sich einen Überblick, wo die einzelnen Anschlüsse, Schalter und Lichtquellen gesetzt beziehungsweise gelegt werden sollen.
  3. Überlegen Sie, wo Leerrohre wichtig werden könnten, um weitere Kabel zu einem späteren Zeitpunkt nachzuziehen. Diese sollten stets winddicht sein, damit kein Schimmel entsteht.
  4. Planen Sie genügend Steckdosen ein, insbesondere bei offenen Wohnräumen. Eben diese Räumlichkeiten werden oftmals nur als ein Raum gezählt, worunter die Anzahl wichtiger und tatsächlich gesetzter Steckdosen schon mal leiden kann.
  5. Trennen Sie bei großen Räumen den Bauplan durch Linien. Dadurch wird Ihnen eher bewusst, wo noch Bedarf an Steckdosen oder Schaltern besteht.
  6. Denken Sie heute schon an morgen und überlegen Sie vor dem Hausbau, ob in naher oder ferner Zukunft Räume anders genutzt werden. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn nach dem Auszug eines Kindes das Kinderzimmer als Hobbyraum genutzt werden soll.
  7. Wählen Sie den passenden Fertighaus-Anbieter, der über genügend Erfahrung und einen Architekten verfügt, der Sie bei der Planung und bei individuellen Wünschen zur Elektroausstattung unterstützt.

Haben Sie Fragen zur Elektroausstattung oder zu unseren Tipps? Dann hinterlassen Sie uns gerne einen Kommentar oder stoßen Sie auf unserer Facebook-Seite eine Diskussion zu einem gewünschten Thema an. Wir freuen uns auf den Austausch mit Ihnen.

Bildquelle: Couleur | unsplash.com

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