Was bringt eine kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung?

kontrollierte wohnraumlueftung

Die kontrollierte Wohnraumlüftung sorgt nicht nur für eine gesunde Raumluft und einen passenden Feuchtigkeitsgehalt. Sie ist auch äußerst energieeffizient und lässt Feinstaub, Pollen und Insekten gar nicht erst in Ihren Wohnraum eindringen. Wir stellen Ihnen das innovative Lüftungskonzept etwas genauer vor.

Neu gebaute Fertighäuser verfügen über eine sehr gute Dämmung, wodurch kostbare Ressourcen in Form von Energie und Geld eingespart werden. Das Problem ist jedoch, dass durch die undurchlässigen Fugen und Ritzen kein Luftaustausch mehr stattfindet. Die Wärme bleibt zwar im Haus, die stickige Luft, unangenehme Gerüche und die Feuchtigkeit bis hin zum Schimmel allerdings auch.

Das schlechte Raumklima wirkt sich folglich nicht nur negativ auf das allgemeine Wohlbefinden aus, sondern senkt die Konzentration und Sie ermüden schneller. Um dies zu vermeiden, ist es wichtig, für einen regelmäßigen Luftaustausch zu sorgen. Hierfür bieten sich zwei Möglichkeiten an, nämlich regelmäßiges Lüften (mindestens alle zwei Stunden) oder eine kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung.

Beim Fensterlüften besteht das große Problem darin, dass eine Menge Wärme verloren geht. Zudem laufen Sie Gefahr, dass sich Pollen, Feinstaub oder Insekten in Ihrem Haus breit machen, die Sie nur schwer wieder entfernen können. Auch für Einbrecher sind geöffnete Fenster ein gefundenes Fressen, um fette Beute zu machen. Die Fensterlüftung ist somit nicht unbedingt die beste Option.

Die kontrollierte Wohnraumlüftung für den Neubau

Seit Mai 2009 schreibt die aktualisierte DIN 1946-6 (Lüftung von Wohnungen) genormte Lüftungskonzepte für alle Neubauten vor. Daher kommen Sie um eine gute Lüftungsanlage nicht herum. Alles andere würde sowieso die Wohnqualität und Ihr Wohlbefinden einschränken.

Die kontrollierte Wohnraumlüftung, die sich kurz und knapp als mechanische Be- und Entlüftung von Wohnräumen definiert, erfüllt selbstverständlich alle der vorgegebenen Normen. Die unkontrollierte Wohnraumlüftung, also die konventionelle Fensterlüftung, würde dagegen auf lange Sicht nur wenig Sinn ergeben.

Bei der kontrollierten Wohnraumlüftung gibt es mit der zentralen und der dezentralen Lüftung zwei verschiedene Lüftungsarten. Die zentrale Lüftung ist verantwortlich für den Luftwechsel. Sie verfügt mit der Fortluft und der Zuluft über zwei Ausgänge und mit der Außenluft und der Abluft über zwei Eingänge.

Die dezentrale Lüftung ist dagegen prädestiniert für den Einsatz bei Räumen mit hoher Luftfeuchtigkeit, zum Beispiel im Badezimmer oder in der Küche, da die Abluftanlage feuchte oder schlechte Luft absaugt. Die Zuluft wird dabei passiv bereitgestellt, indem beispielsweise Lüftungsschlitze über, neben oder in der Tür eingebaut werden.

In der Regel werden die Wohnraumlüftungsanlagen im Keller, auf dem Dachboden oder in der Abstellkammer installiert. Sie sollten leicht zugänglich sein, da es wichtig ist, die Anlagen regelmäßig zu warten und selbstständig den Filter auszubauen. Letzteres ist mit wenigen Handgriffen erledigt und stellt keine allzu große Herausforderung dar.

Die Vorteile im Überblick

Durch eine kontrollierte Wohnraumlüftung haben Sie frische Luft, auch wenn die Fenster durchgehend geschlossen sind. Dafür sorgen sowohl die Kanäle, welche die Luft von außen nach innen transportieren, als auch die Filter, die Pollen, Feinstaub und Insekten einen Riegel vorschieben. Die verbrauchte Luft hingegen wird abgesaugt, sodass ein ständiger Austausch stattfindet, der geräuschlos ist.

Die Wärmerückgewinnung beziehungsweise Frischlufttemperierung beim Luftwechsel sorgt zudem für ein wohl temperiertes Zuhause durch einen cleveren und energieeffizienten Vorgang. So wird die Energie der Abluft genutzt, um die Zuluft zu temperieren, wodurch im Winter die Zuluft erwärmt, im Sommer dagegen gekühlt wird.

Die kontrollierte Wohnraumlüftung bringt allerdings noch eine Reihe weiterer Vorteile mit sich. Zum Beispiel, dass trockene Heizungsluft automatisch reguliert und ihr mehr Feuchtigkeit hinzugefügt wird. Die trockene Luft ist es nämlich, die nicht nur schlecht für Planzen ist, sondern vor allem unsere Schleimhäute angreift, was die Verbreitung von Grippeviren zur Folge haben kann.

Da der Luftaustausch ganz langsam stattfindet, wird kein Staub aufgewirbelt, so wie es bei der konventionellen Fensterlüftung oder alten Klimaanlagen der Fall ist. Und während all das geschieht, bekommen Sie nichts mit, zumal die kontrollierte Wohnraumlüftung weder spürbar noch, wie bereits erwähnt, hörbar ist.

Ebenfalls nicht hörbar ist lästiger Straßenlärm oder laute Geräusche aus der Nachbarschaft, da Ihre Fenster geschlossen bleiben. Die kontrollierte Wohnraumlüftung sorgt somit nicht nur für eine frische und saubere Luft, sondern dient auch wunderbar als Schallschutz, um Geräusche von außen zu reduzieren oder gar komplett zu vermeiden.

Einfach mehr Wohlbefinden in den eigenen vier Wänden

All die positiven Aspekte, die eine kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung mit sich bringt, lassen auf hohe Anschaffungskosten schließen. Hier können wir Sie jedoch beruhigen, denn Sie zahlen nicht mehr als bei der Anschaffung eines konventionellen Heizsystems. Gleichzeitig gewinnen Sie Energie zurück, worüber sich Ihr Geldbeutel sicherlich freut.

Daran gewöhnen, dass Sie in Zukunft nicht mehr alle zwei Stunden das Fenster öffnen müssen, um frische Luft zu haben, müssen Sie sich trotzdem erst. Gewöhnen Sie sich nach der Installation in Ihrem Fertighaus aber auch an die gute Luft, die Ihnen zu mehr Wohlbefinden verhilft und sie rund um die Uhr umgibt. Denn das ist es doch, was Ihnen zu einem Wohlgefühlt in Ihren eigenen vier Wänden verhilft, oder?

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