Die Fassadenverkleidung – Tipps für ein schickes Äußeres

fassadenverkleidung

Die Fassadenverkleidung ist eine elegante Lösung, um die Hausfassade schnell und einfach zu verschönern. Sie ist gegenüber anderen Materialien wie dem Außenputz zwar teurer, bietet euch jedoch vielmehr Gestaltungsmöglichkeiten.

Ihr als Bauherren solltet euch für die Planung der Fassadenverkleidung Zeit nehmen, schließlich handelt es sich hierbei um die Außenhülle eures Hauses, welche optisch direkt ins Auge fällt. Damit ihr seht, welche Unterschiede es bei der Fassadenverkleidung gibt und welche Materialien euch hier zur Verfügung stehen, haben wir euch nachfolgend die wichtigsten Informationen zu diesem Thema zusammengefasst.

Allgemeines zur Fassadenverkleidung

Bei der Fassade im Allgemeinen handelt es sich immer um die sogenannte “Außenhülle” eines Gebäudes. Neben zahlreichen Funktionen wie dem Schutz vor Hitze, Kälte, Frost oder Wasser, bestimmt die Fassadenverkleidung, wie ein Haus von außen aussieht.

Entspricht die Fassade der Außenwand, kann diese lediglich verputzt werden. Denn dann handelt es sich hierbei um das einzige Bauteil, welches sowohl eine tragende und dämmende Funktion übernimmt.

Bei einer Fassade, die an die äußere tragende Wand geklebt oder geschraubt wird, übernimmt die Fassadenverkleidung die Wärmefunktion. Wird die Fassade auf einem Trägersystem montiert, handelt es sich um eine sogenannte “Vorhangfassade”, die keine weitere Funktion am Haus übernimmt.

Um die Vorhangfassade befestigen zu können, werden am Mauerwerk Traglattungen angebracht, an denen die Fassadenverkleidung fixiert wird. Dabei kann die Fassade mit oder ohne Wärmedämmung angebracht werden. Zudem kann die Fassade sowohl waagerecht, als auch senkrecht am Haus verlaufen.

Vor- und Nachteile

Bei der Fassadenverkleidung handelt es sich um ein komplexes System, welches euch als Bauherren eine Vielzahl von Gestaltungsmöglichkeiten bietet. Es handelt sich hierbei zwar nicht um die günstigste Variante, um das Haus optisch aufzuhübschen, jedoch kann sie später problemlos ausgetauscht/repariert werden und ist im Vergleich zu anderen Varianten schnell angebracht.

VORTEILE NACHTEILE
  • Gestaltungsmöglichkeiten
  • Austausch & Reparatur möglich
  • Abdeckung großer Flächen
  • schnell angebracht
  • Preis/Kosten

Materialien für die Fassadenverkleidung am Fertighaus

Die Fassadenverkleidung für das Fertighaus gibt es in verschiedenen Materialien. Ihr als Bauherren solltet euch also vorher genau informieren und von eurem Fertighausanbieter beraten lassen.

Zu den üblichen Materialien für die Fassadenverkleidung zählt die Putzfassade, Holzfassade, Klinkerfassade sowie Glasfassade. Nachfolgend nennen wir euch zu den einzelnen Materialien die wichtigsten Vor- und Nachteile.

Putzfassade

Die Putzfassade ist die am häufigsten gewählte Fassadengestaltung von Bauherren. Sie überzeugt nicht nur durch einen niedrigen Preis, sondern bietet gleichzeitig auch große Gestaltungsmöglichkeiten. So könnt ihr hier aus einer Vielzahl von Strukturen und Farben wählen, welche als Putz (mineralischer Putz / Kunstharzputz) an eurer Fassade aufgetragen wird.

Putz ist außerdem mit einigen Extras erhältlich. So beispielsweise die Wärmeputze, welche eine dämmende Eigenschaft haben oder aber die Nanoputze, die eine schmutzabweisende Funktion mit sich bringen.

VORTEILE NACHTEILE
  • kostengünstig
  • Gestaltungsmöglichkeiten
  • regelmäßige Erneuerung
  • Schutzfunktion

Holzfassade

Die Holzfassade ist als Fassadenverkleidung eine sehr sinnvolle Wahl. Nicht nur, dass dieses Material aus einem nachhaltigen Rohstoff besteht, sondern auch, weil bei der Auswahl an Materialien auf heimisches Holz zurückgegriffen wird. So werden für die Erstellung einer Holzfassade meist Holzarten wie die Fichte, Kiefer, Eiche oder Kastanie genutzt.

Für die Lebensdauer der Holzfassade spielt vor allem die Materialwahl, die Behandlung des Holzes sowie die fachgerechte Konstruktion eine entscheidende Rolle. So könnt ihr euch bei der Fassade aus Holz beispielsweise für Vollholz oder Holzwerkstoffplatten entscheiden.

Der Vorteil von Vollholz ist, es handelt sich hierbei um eine massive Verkleidung aus Holz, die eine lange Lebensdauer hat. Die Alternative zum Vollholz, sind die Holzwerkstoffplatten, die aus dünnen Holzplatten bestehen und die besonders kostengünstig und großflächig als Fassade angebracht werden können.

VORTEILE NACHTEILE
  • lange Lebensdauer
  • ökologisch
  • individuelle Farbgebung
  • Preis / Kosten
  • regelmäßige Pflege

Klinkerfassade

Bei den “Klinkern” handelt es sich um Ziegelsteine, die bei einer Klinkerfassade zum Einsatz kommen. Die Klinkerfassade schützt das Haus vor Wind, Hitze, Frost und Wasser und benötigt keine Pflege oder einen Anstrich. Moderne Klinkerfassaden gibt es in den unterschiedlichsten Farben (rot, weiß, grau etc.) und Flächen. Aufgrund ihres Materials hält die Fassade ein Leben lang und ist quasi unverwüstlich.

VORTEILE NACHTEILE
  • Schall, Brand- und Wärmeschutz
  • langlebig
  • keine Pflege
  • keine Algen / kein Pilzbefall
  • viele Variationen
  • geringe Gestaltungsmöglichkeiten
  • Preis / Kosten

Glasfassade

Die Glasfassade ist eine ganz besondere Art der Außenverkleidung. Sie wirkt elegant, offen und modern. Eine Glasfassade kann dabei auf unterschiedliche Weise befestigt werden – je nach Einsatz der Fassadengestaltung.

So gibt es hier zum einen die Linienlagerung, bei der die Scheiben linear an die Unterkonstruktion angepresst und zum anderen, die punktgehaltenen Fassaden, bei der die Glasflächen punktförmig auf Reibe- oder Lochleibungsverbindungen gesetzt werden.

Für Glasfassaden werden Materialien wie Profilbauglas, Glasstein oder auch Gussglas genutzt. Welches Material verwendet wird, hängt von der Dicke und der Nutzung der Glasfassade ab. Außerdem gibt es die Glasfassaden in verschiedenen Varianten: Schallschutz, Sicherheit/Stabilität, Sonnen-/Sichtschutz, Verschattung.

VORTEILE NACHTEILE
  • lichtdurchlässig
  • glänzende Oberfläche
  • Optik
  • Wohnatmosphäre
  • Ausblick
  • Preis / Kosten
  • regelmäßige Pflege

Steinfassade & Metallfassade

Neben den bereits genannten Fassadenverkleidungen gibt es noch weitere Materialien, die für die Verkleidung genutzt werden können. So unter anderem Stein und Metall. Diese beiden Materialien eignen sich allerdings gar nicht oder nur bedingt für die Fassadengestaltung eines Fertighauses.

Fassadenverkleidung aus Stein

Die Fassadenverkleidung aus Stein ist sehr aufwändig und teuer. In der Regel werden bei dieser Art von Fassadenverkleidung Kunststeine und/oder Schieferplatten genutzt. Zudem wird die Verkleidung nicht wie gewöhnlich an einer Lattung befestigt, sondern verklebt.

Fassadenverkleidung aus Metall

Metall als Fassadenverkleidung ist sehr teuer und kommt daher meist nur bei großflächigen Fassaden zum Einsatz. Vor allem repräsentative Geschäftsgebäude werden mit diesem Material versehen.

Förderungen im Überblick

Möchtet ihr als Bauherren eine Fassadenverkleidung anbringen, könnt ihr von einer Förderung durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) profitieren.

Wichtig: Ihr müsst den Antrag noch vor Beginn der Fassadendämmung beziehungsweise den Arbeiten an der Fassade einreichen.

Als mögliche Förderungen stehen euch hier folgende Förderprogramm zur Auswahl:

Energieeffizient Sanieren  -Investitionszuschuss (430)

  • Zuschuss für Einzelmaßnahmen
  • Zuschuss in Höhe von 20 Prozent der Sanierungskosten (maximal 10.000 Euro)

Energieeffizient Sanieren – Kredit für die Sanierung zum KfW-Effizienzhaus (151)

  • Zinsgünstige Darlehen
  • Kredit für Sanierung maximal 120.000 Euro pro Wohneinheit
  • Tilgungszuschuss je nach KfW-Effizienzhaus-Niveau (maximal 48.000 Euro)

Energieeffizient Sanieren – Kredit für Einzelmaßnahmen (152)

  • Zinsgünstiges Darlehen für Einzelmaßnahmen bis zu 50.000 Euro pro Wohneinheit
  • Tilgungszuschuss in Höhe von 20 Prozent der Kreditsumme (maximal 10.000 Euro)

Fazit

Die Fassadenverkleidung hat nicht nur eine schützende und regulierende Funktion, sie kann das Haus optisch zudem zu einem echten Blickfang machen. Für welche Art von Fassadenverkleidung ihr euch entscheidet, solltet ihr euch vorab natürlich gut überlegen.

Eine große Rolle spielen hier selbstverständlich die Kosten und möglichen Ressourcen, die euch für eine Fassade zur Verfügung stehen. Lasst euch hierzu am besten ausführlich von eurem Fertighausanbieter beraten, zum Beispiel im Rahmen einer Bemusterung. Denn nur dieser kann euch eine genaue Kostenkalkulation für euer Objekt bereitstellen.

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