25 Prozent Marktanteil – Fertighäuser auf Wachstumskurs

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Die Nachfrage nach Fertighäusern ist in den vergangenen Jahren stark gestiegen. Der Bundesverband Deutscher Fertigbau (BDF) prognostiziert in den nächsten Jahren sogar einen Marktanteil von 25 Prozent. Wir haben die aktuellen Zahlen für euch aufbereitet. 

Seit 20 Jahren wächst der Marktanteil von Fertigbauten kontinuierlich an. Mehr als jedes fünfte Haus ist ein Fertigbau. Dies betrifft sowohl Ein- als auch Zweifamilienhäuser. Im Jahr 2000 lag der Anteil an Fertigbauten noch bei unter 14 Prozent. 2015 war bereits die 17 Prozent-Quote geknackt. Seither steigt die Zahl rasant an: Für Oktober 2020 konnte der Verband starke 22 Prozent des gesamten Marktanteils für sich verbuchen.

Anders ausgedrückt: Die Durchschnittsrate des Wachstums von Fertigbauten stieg bis 2019 um etwa 15 Prozent an. Seit 2019 beträgt der Marktanteil von Fertighäusern über 20 Prozent. Das positive Wachstum der Entwicklung der Marktanteile in den vergangenen zwanzig Jahren verdeutlicht die folgende Abbildung (Quelle: Bundesverband Deutscher Fertigbau e.V.):

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Liegen Fertighäuser also voll im Trend? Eindeutig, denn das schnell erstellte, aus Fertigteilen errichtete Eigenheim deckt alle persönlichen Bedürfnisse perfekt ab, ist individuell planbar und steht längst auch für Langlebigkeit.

Übrigens zeigt sich dieser Trend nicht nur im finanzstarken Süden. Überall in Deutschland hat die Nachfrage nach Fertighäusern rapide zugenommen.

Was macht den Reiz von Fertighäusern aus?

Auf die Frage, warum Fertighäuser im Trend liegen, gibt es mehrere Antworten:

  • Der Traum vom Eigenheim ist schnell realisierbar.
  • Die Preise sind günstig.
  • Die Qualität ist sehr hoch.
  • Der Einzug kann exakt geplant werden, da es keine bzw. kaum Verzögerungen gibt.

Der Aufstieg der Fertighäuser in den vergangenen Jahren hat auch damit zu tun, dass sich individuelle Wünsche realisieren lassen. Die Fertigbau-Entwicklung zeigt eindeutig: Fertighaus ist nicht gleich Fertighaus. Gab es ursprünglich im Fertigbau-Segment lediglich „Einfamilienhäuser von der Stange“, werden heutzutage auch Doppelhäuser, ja sogar Mehrfamilienhäuser mit industriell vorgefertigten Fertigbauteilen gebaut.

Optisch überzeugend

Insbesondere die Vielfalt optischer Möglichkeiten macht einen wesentlichen Vorzug von Fertighäusern aus. So bietet ein Fertighaus schon beim Grundriss viele unterschiedliche Möglichkeiten.

Zweifellos beschleunigt die Standardisierung von Fertigbauten deren Umsetzung. Vorgegebene Grundrisse und gleiche Baupläne sind die Bedingung dafür, möglichst schnell ein Eigenheim erstellen zu können.

Bei der Fertigbau-Entwicklung haben sich Anbieter oftmals auf bestimmte Haustypen spezialisiert. Beliebt sind Bungalows, Kubushäuser oder Stadtvillen. Auf einer Ebene zu bauen, wie es zum Beispiel beim Bungalow der Fall ist, bietet den Vorteil, keine Treppen gehen zu müssen. Barrierefreiheit wird hier groß geschrieben.

Wenn ihr mehr zum barrierefreien Bauen wissen wollt, hört gerne in unsere 11. Podcast-Episode rein:

Schlüsselfertig und individuell ausgestattet

Bei einem schlüsselfertigen Bau müsst ihr als Bauherren nicht selbst Hand anlegen. Dabei gibt es verschiedene Grundrisse und Häusertypen. So kann jeder sein Traumhaus finden. Geliefert werden die energiesparende Bodenplatte, der Wandaufbau, sämtliche Innen-Trennwände, mehrfach verglaste Fenster sowie Treppen, Haus- und Innentüren.

Seid ihr euch noch nicht darüber im Klaren, welches Fertighaus infrage kommt? Dann könnt ihr euch in Musterhausparks umsehen, was unterschiedliche Anbieter zu bieten haben. Dabei gibt es nicht nur bei den Stockwerken, der Architektur oder den Baumaterialien erhebliche Unterschiede. Auch die Bauweise kann unterschiedlich ausfallen.

Ein Fertighaus bietet viele Vorteile

Warum die Fertigbau-Entwicklung stetig wächst und der Marktanteil von 25 Prozent nur noch eine Frage der Zeit ist, lässt sich leicht erklären. Zum einen sind die Kosten und die Produktionszeit überschaubar. Darüber hinaus punkten Fertighäuser aber auch mit der Möglichkeit, individuelle Gestaltungsfaktoren zur Geltung zu bringen. Mehrere Giebel, unterschiedliche Dachformen, Klinkerfassade oder Zinkabdeckungen, eine Kombination von Holz und anderen Materialien und die Fokussierung auf eine besonders energieeffiziente Bauweise – bei Fertighäusern ist nahezu alles machbar.

Kein Wunder also, dass laut Bundesverband Deutscher Fertigbau e.V. von insgesamt 87.497 genehmigten Ein- und Zweifamilienhäusern 19.248 in der Fertigbauweise errichtet wurden. Starke Zahlen, die deutlich machen, dass sich Fertighäuser zurecht an immer größerer Beliebtheit erfreuen.

Bildquelle: @isaacmsmith | Unsplash.com

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