Bauen oder mieten

Bauen oder mieten – wann lohnt sich ein eigenes Haus?

Ein Haus bauen oder weiterhin zur Miete wohnen? Gestaltungsfreiheit oder Flexibilät? Fragen mit denen sich potenzielle Hausbauer gezielt auseinandersetzen müssen. Wir haben uns etwas genauer mit dem Thema „Bauen oder mieten“ beschäftigt und verraten Ihnen, warum der Bau eines Hauses nicht immer die beste Entscheidung sein muss.

Es gibt eine Reihe an Fragen, denen Sie sich im Laufe Ihres Lebens stellen müssen. Vielleicht werden Sie eines Tages auch mit der Frage konfrontiert, ob es Sinn macht ein Haus zu bauen. Zum Beispiel im Zusammenhang einer Familiengründung oder weil Sie an einem Ort fest verwurzelt sind und Sie endlich vollkommen unabhängig in Ihren eigenen vier Wänden wohnen möchten.

Bauen oder mieten? Die richtige Entscheidung treffen

Ein Hausbau sollte wohl überlegt sein, denn Sie sollten sich dafür genügend Zeit nehmen. Folgende Fragen helfen Ihnen vorab bei Ihrer Entscheidungsfindung, um Kurzschlussreaktionen zu vermeiden und diese womöglich ein Leben lang zu bereuen:

  • Bleiben Sie länger als zehn Jahre an einem festen Ort?
  • Ist Ihr Arbeitsplatz sicher?
  • Planen Sie eine Familie oder haben Sie bereits Nachwuchs und benötigen mehr Platz?
  • Können Sie sich überhaupt ein Haus leisten?

Haben Sie alle vier Fragen mit „Ja“ beantwortet, dann sind Sie auf dem besten Weg zu Ihrem Eigenheim. Gibt es einige Unstimmigkeiten in der Beantwortung, dann ist dies kein Ausschlusskriterium, um den Hausbau zu verwerfen. Ganz im Gegenteil, denn in den vier Bereichen Ortsabhängigkeit, Arbeitsplatz, Familie und Finanzierung gibt es stets Wege, um eine geeignete Lösung zu finden.

Darum lohnt sich der Hausbau

Ein eigenes Haus zu bauen hat eine ganze Menge an Vorteilen. Der vielleicht größte besteht in einer gewissen Unabhängigkeit, schließlich treffen Sie als Bauherr und Hauseigentümer sämtliche Entscheidungen selbst. Dies zeigt sich nicht nur in der Gestaltungsfreiheit, zum Beispiel wenn es um Umbauten oder die Ausstattung geht, sondern spiegelt sich auch in einem persönlichen Wohlfühlfaktor wider.

Dank der niedrigen Bauzinsen, die sich auf einem historischen Tief befinden, ist es momentan außerordentlich günstig, ein Haus zu bauen. Zudem gibt es, insbesondere bei energieeffizienten Häusern, verschiedene Förderungen, mit denen Sie die Kosten reduzieren können. Eine klare Struktur bei der Finanzierung und konstante Aufwendungen sorgen außerdem für eine langfristige Planbarkeit, sodass Sie keine bösen Überraschungen bei der Finanzierung erwarten müssen.

Der Bau eines Hauses ist eine Investition in die Zukunft. So gilt die Investition in Immobilien nicht nur als eine der sichersten Geldanlagen, da sie geringe Kaufkraftverluste aufzeigen und ihnen eine steigende Inflation nichts anhaben kann. Sind sind zugleich eine gute Altervorsorge, schließlich wohnen Sie nach der Tilgung Ihrer Darlehen mietfrei und Ihr Haus stellt eine sichere Finanzkraft dar.

Planen Sie eine eigene Familie oder weiteren Nachwuchs, so sind Sie auf eine bestimmte Größe Ihres Eigenheims angewiesen. Ein Umzug in eine größere Wohnung lässt sich nicht vermeiden und ist meist mit hohen Kosten verbunden. Ein Hausbau ist zwar eine weitaus größere Investition, allerdings haben Sie dort genügend Fläche und können individuell Ihre Räumlichkeiten planen, sodass jeder seinen Platz findet. Nicht nur kurzfristig, sondern über einen langen Zeitraum.

Wie bereits erwähnt, sind Sie beim Hausbau Ihr eigener Herr und müssen sich nicht nach einem Vermieter richten. Das bedeutet, dass Sie weder Angst um regelmäßige Mieterhöhungen haben müssen, noch die Gefahr besteht, dass Ihr Vermieter Eigenbedarf anmeldet und Sie Ihr trautes Heim verlassen müssen.

Wann es besser ist kein Haus zu bauen?

Es gibt auch einige Gründe, die dafür sprechen, kein eigenes Haus zu bauen. Haben Sie zum Beispiel einen Beruf, in dem Sie nicht nur flexibel, sondern teilweise auch ortsungebunden sein müssen, dann kommt nur eine Wohnung oder ein Haus zur Miete in Frage.

Auch in Bezug auf die Finanzierung macht es keinen Sinn ein Haus zu bauen, wenn Sie nicht über das nötige Eigenkapital verfügen oder bereits anderweitige Verbindlichkeiten bestehen. Sie werden entweder ein Leben lang Ihr Darlehen abbezahlen müssen oder nehmen auf Grund einer enormen Verschuldung gar eine hohe existenzielle Belastung in Kauf.

Was die Nebenkosten betrifft, so kommen Sie bei einer Miete in der Regel relativ günstig davon, denn vor diesem sind Sie beim Hausbau nicht gefeit. Auch die Instandhaltung des Hauses, zum Beispiel durch die Erneuerung des Dachs oder die Wartung der Heizsysteme, betrifft sie nicht, da hierfür der Vermieter aufkommt. In Ihrer Miete ist somit ein gewisser Service enthalten, auf den Sie zurückgreifen können und der Ihnen einige Kosten sparen kann.

Ist bauen wirklich besser als mieten?

Ob sie lieber bauen oder mieten sollten, lässt sich pauschal nur schwer beantworten, da die Entscheidung immer auch abhängig von den aktuellen Lebensumständen sowie der Planung Ihrer beruflichen und privaten Zukunft ist. Wer flexibel bleiben möchte, ist mit dem Bau eines Hauses schlecht beraten. Wer dagegen plant eine Familie zu gründen, eine sichere Geldanlage sucht und sein Eigenheim frei gestalten möchte, der kommt dagegen um ein eigenes Haus nicht herum.

Der Bau der eigenen vier Wände muss keine Entscheidung fürs Leben sein, schließlich sind die Aussichten für einen Wiederverkauf auf Grund eines geringen Kaufkraftverlustes sehr gut. Auch Fertighäuser verfügen dank Ihrer qualitativen Entwicklung längst über einen stabilen Wiederverkaufswert. Bevorzugen Sie nach ein paar Jahren einen neuen Wohnort, dann sollte also auch dieses Problem gelöst werden.

Haben Sie sich bereits für den Bau eines Hauses entschieden? Was war ausschlaggebend für Sie? Oder haben Sie sich bewusst dazu entschieden, weiterhin zur Miete zu wohnen? Verraten Sie uns Ihre Beweggründe in den Kommentaren oder hinterlassen Sie einen Kommentar dazu bei Facebook oder Twitter.

Bildquelle: Ben White | unsplash.com

2 Gedanken zu „Bauen oder mieten – wann lohnt sich ein eigenes Haus?“

    1. Hallo Hans,

      danke für den Hinweis zu einem durchaus lesenswerten Beitrag. Letztendlich muss immer betrachtet werden, was die Absicht des Hausbauers ist und wie er sein Haus primär nutzen möchte. Durch den geringen Wert- und Kaufkraftverlust sind Häuser allerdings weiterhin eine der sichersten Geldanlagen, auch wenn diese durch das eigene Bewohnen keinen monatlichen „Gewinn“ abwerfen.

      Beste Grüße,
      Ihr BauMentor-Team.

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