Von vielen Faktoren abhängig: Der Wiederverkaufswert von Fertighäusern

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Wenn ihr mit dem Gedanken spielt, euer Fertighaus zu verkaufen, gibt es einiges zu beachten. Grundsätzlich ist es ratsam, sich genauer mit dem Thema Wiederverkaufswert zu beschäftigen. Selbst wenn der Verkauf bereits beschlossene Sache sein sollte, ist die Wertsteigerung des Hauses meist noch immer möglich – und damit auch ein höherer Verkaufspreis.

Was ist unter dem Wiederverkaufswert zu verstehen?

Der Wiederverkaufswert ist die Summe, die der Hauseigentümer bei einem späteren Verkauf erzielt. Ob eine Trennung, ein Sterbefall oder einfach der Wunsch, die Marktlage für einen Verkauf zu nutzen: Die Gründe, eine Immobilie zu verkaufen, sind vielfältig. Die meisten Eigentümer denken nicht über die Wertsteigerung des Hauses oder einen späteren Verkauf nach und konzentrieren sich ganz auf die eigenen Bedürfnisse und Vorlieben. Das ist verständlich.

Für euch kann es sich dennoch lohnen, schon frühzeitig über den Wiederverkauf eures Fertighauses nachzudenken, kontinuierlich zu investieren und mit Bedacht zu sanieren. Dadurch profitiert die Wohnqualität und der Wert der Immobilie bleibt auch über einen langen Zeitraum hinweg erhalten.

Wie lässt sich der Wiederverkaufswert eines Fertighauses bestimmen?

Um den Wiederverkaufswert einer Immobilie zu bestimmen, gibt es verschiedene Verfahren, die oft miteinander kombiniert werden. Wie der Name schon vermuten lässt, besteht das Vergleichswertverfahren darin, die Verkaufspreise zu vergleichen, die andere Immobilien in derselben Region erzielen. Am effektivsten ist dieses Verfahren, wenn die Vergleichsobjekte in vielerlei Hinsicht ähnlich sind, beispielsweise in Sachen Alter, Bauweise, Größe oder Ausstattung.

Die für den Vergleich erforderlichen Daten werden vom örtlichen Gutachterausschuss gesammelt. Grundsätzlich sind diese Vergleiche umso genauer, je umfassender die Datenlage ist. Stehen zwei baugleiche Objekte direkt nebeneinander, ist das Vergleichswertverfahren ideal. Bei einzigartigen Bauten stößt es jedoch an seine Grenzen.

Eine andere Herangehensweise ist das Sachwertverfahren, bei dem der Gutachter den Grundstückswert und den Gebäudewert unabhängig voneinander ermittelt und anschließend addiert. Der Grundstückswert lässt sich mithilfe des Bodenrichtwerts berechnen, während beim Gebäudewert die Baukosten und die Kosten für die Außenanlagen in die Berechnung einfließen.

Anders als beim Sachwertverfahren steht beim Ertragswertverfahren der Gewinn im Vordergrund, der sich mit der Immobilie erwirtschaften lässt, beispielsweise in Form von Mieteinnahmen. Bei diesem Verfahren werden die jährlich erwartbare Mieteinnahmen mit den anfallenden Bewirtschaftungskosten, dem Liegenschaftszins und dem Bodenwert verrechnet. Die angepeilte Restnutzungsdauer der Immobilie spielt natürlich auch eine große Rolle.

Welche Faktoren wirken sich auf den Wiederverkaufswert aus?

Viele Faktoren beeinflussen den Wiederverkaufswert beim Fertighaus. Der wohl wichtigste ist der Standort. In welcher Region befindet sich die Immobilie? Liegt sie in einer verschlafenen Gegend mit schlechter Anbindung oder ist eine pulsierende Metropole gleich um die Ecke?

Neben einer ruhigen und familienfreundlichen Nachbarschaft ist auch die unmittelbare Nähe von Einkaufsmöglichkeiten, Arbeitsplätzen, Krankenhäusern, Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen ein nicht zu vernachlässigender Faktor für viele Käufer. Eine schöne Aussicht ist ebenfalls ein Pluspunkt, ob es sich nun um eine atemberaubende Skyline oder eine natürliche Idylle mit Seen oder viel Grün handelt.

Einen großen Einfluss auf den Wiederverkaufswert hat auch die Haustechnik. Funktionierende Sanitäranlagen, Heiz- und Kühlsysteme, Warmwasserbereiter und die elektrische Versorgung machen ein Fertighaus vor allem für Käufer attraktiv, die ohne große Umschweife in ihr neues Zuhause einziehen möchten. Neben diesen absoluten Basics ist auch die Energieeffizienz ein immer wichtigerer Aspekt. Wärmepumpen, Solaranlagen und Co. rücken in Zeiten hoher Energiepreise in den Fokus, genauso wie eine effiziente Wärmedämmung. Moderne Fertighäuser, die den neuesten Anforderungen entsprechen und nicht erst umständlich umgerüstet werden müssen, stehen hoch im Kurs.

Für ein Fertighaus sprechen darüber hinaus viele Dinge, die stark von den Interessen der künftigen Eigentümer abhängen. Reichlich verfügbarer Stauraum kann ein großer Vorzug einer Immobilie sein, genauso wie ein Gästebad oder viel natürliches Licht. Für Familien ist besonders ein großzügiger Grundriss interessant, der ihnen viele Entfaltungsmöglichkeiten lässt. Ein üppiges Grundstück ist für den Nachwuchs ideal zum Toben, bietet Erholung und eignet sich zum Feiern unter freiem Himmel.

Wieso holen Fertighäuser gegenüber Massivhäusern beim Wiederverkaufswert immer weiter auf?

Beim Thema Fertighäuser sind nach wie vor viele Mythen im Umlauf. Oft tragen sie dazu bei, dass ihr Wiederverkaufswert deutlich zu niedrig angesetzt wird. Immer mehr setzt sich jedoch die Einsicht durch, dass eine einfachere und schnellere Bauweise nichts Nachteiliges sein muss. Im Gegenteil hat sich die Qualität von Fertighäusern in den letzten Jahren stetig verbessert. Diese Entwicklung drückt sich auch in dem Wiederverkaufswert aus, der oftmals dem für Massivhäuser in nichts nachsteht.

Spontan würden viele meinen, Massivhäuser Stein für Stein zu errichten, müsste grundsätzlich teurer sein. Das ist jedoch nicht unbedingt der Fall. Häufig ist es sogar umgekehrt. Trotz regionaler Unterschiede lässt sich sagen, dass der Wiederverkaufswert beim Fertighaus im Durchschnitt immer weiter zugenommen hat.

Ein Grund ist neben der qualitativ hochwertigen Bauweise auch der geringere Energiebedarf eines Fertighauses. In Zeiten galoppierender Energiepreise hilft eine gute Wärmedämmung beim Sparen. Vielen Fertighäusern gelingt es darüber hinaus, die Bedingungen für Gütesiegel zu erfüllen – im Gegensatz zu vielen Massivhäusern. Dank dieses Vorzuges setzen Kreditinstitute und Geldgeber den Wert einer Immobilie oft hoch an.

Wie lässt sich der Wiederverkaufswert eines Fertighauses steigern?

Der Wiederverkaufswert beim Fertighaus lässt sich auf vielfältige Weise steigern. Einer der wichtigsten Faktoren ist natürlich die Qualität der Immobilie. Falls euer Fertighaus noch nicht steht, empfehlen wir euch, beim Bau auf möglichst hochwertige Materialien zu achten. Setzt idealerweise auf ein Bauteam, das jede Menge Erfahrung und Expertise mitbringt.

Bei einem schon lange genutzten Haus bieten sich oftmals kleinere Schönheitsreparaturen an. Der Wiederverkaufswert lässt sich bedeutend steigern, wenn die Immobilie mit einem positiven Gesamteindruck überzeugen kann.

Die Bodenbeläge sind abgenutzt und auch das Bad und die Küche könnte eine Renovierung gut vertragen? Durch die Beseitigung kleinerer Mängel wie dieser kommt die Wertigkeit des Fertighauses viel besser zur Geltung – was sich leicht in einem deutlich höheren Wiederverkaufswert niederschlagen kann. Auch im Außenbereich gilt, dass das Auge mitisst. Daher kann es sich lohnen, für das dazugehörige Grundstück einen Gärtner zu engagieren.

Habt ihr in eurem Haus viele Jahre lang gelebt, ist ihm das allzu oft deutlich anzusehen, zum Beispiel durch eine Unmenge von Gegenständen. Diese können schnell den nachteiligen Eindruck von Unordnung erwecken. Daher empfiehlt es sich, sich schon frühzeitig von überflüssigen Dingen zu trennen, sodass das Haus potenziellen Käufern Lust macht, sich dort genauer umzusehen.

Noch immer unterschätzen viele Experten den Wiederverkaufswert von Fertighäusern massiv. In den letzten Jahren konnten Fertigbauten in Sachen Qualität und Bauweise deutliche Fortschritte verzeichnen – ein Umstand, der sich in den Schätzungen noch nicht immer widerspiegelt. Daher ist es wichtig, sich an einen ausgewiesenen Experten zu wenden, der den Wiederverkaufswert realistisch zu bestimmen versteht. Dass euch seine Beurteilung überraschen könnte, ist alles andere als unwahrscheinlich.

Habt ihr Fragen oder Anmerkungen? Dann schreibt uns doch gerne im Kommentarbereich.

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