Das perfekte Baugrundstück finden: So gelingt es euch

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Ihr möchtet euch euer langersehntes Eigenheim bauen, noch ist aber kein passendes Grundstück gefunden? Dann geht es euch wie vielen anderen angehenden Bauherren, denn Baugrundstücke sind rar. Wir geben euch daher wertvolle Tipps für die Grundstückssuche und verraten euch, wie ihr das für euch perfekte Grundstück finden könnt.

7 Tipps, um das perfekte Grundstück zu finden

Die Suche nach einem geeigneten Grundstück kann sich zur sprichwörtlichen Nadel im Heuhaufen entwickeln. Schließlich ist das Finden von einem geeigneten Grundstück, eine der Grundsatzentscheidungen bei der Hausplanung.

Das Baugrundstück muss den eigenen Anforderungen entsprechen und auch Lage und Preis sollten natürlich stimmen. Nicht zu vergessen die zahlreichen Mitbewerber, die ebenfalls auf der Suche nach einem Baugrundstück sind. Daher kann sich die Suche nach einem Grundstück durchaus über mehrere Monate hinziehen – Geduld ist also gefragt.

Wir empfehlen euch, möglichst zeitig mit der Suche nach einem Baugrundstück zu beginnen. In folgendem Abschnitt geben wir euch einige nützliche Tipps für die Grundstückssuche und verraten euch, wie ihr die Chancen auf einen Bauplatz erhöhen könnt.

1. Fragt bei den Ämtern nach

Euer erster Weg, wenn ihr auf der Suche nach einem Grundstück zum Bauen seid, sollte euch zu den örtlichen Ämtern führen. Die Städte und Gemeinden haben häufig freie Baugrundstücke. Am besten fragt ihr beim Liegenschaftsamt nach. Möchtet ihr hingegen wissen, ob es für ein bestimmtes Grundstück schon einen Bebauungsplan gibt, ist das Bauamt der richtige Ansprechpartner.

Ebenso kann es sich lohnen, beim Amtsgericht nachzufragen. Hier sind alle Grundstücke gelistet, die zwangsversteigert werden sollen. Diese Grundstücke könnt ihr mit etwas Glück zu einem deutlich niedrigeren Preis erwerben.

2. Schaut in Zeitungen und auf Onlineportalen nach

Steht ein Grundstück zum Verkauf, wird das manchmal in der Tageszeitung, noch häufiger aber im Internet veröffentlicht. Unser Tipp: Bekannte Immobiliensuchportale bieten euch die Möglichkeit, eure Suche zu speichern. Wenn ihr also ein Haus oder ein Baugrundstück in einer bestimmten Gegend sucht, meldet euch an. Sobald es ein neues Angebot gibt, werdet ihr per E-Mail darüber informiert.

Andersherum könnt ihr natürlich auch selbst eine Anzeige in der Zeitung oder online schalten und hier verkünden, dass ihr auf der Suche nach einem Baugrundstück seid. Mit etwas Glück meldet sich jemand bei euch, der ein Grundstück verkaufen möchte. Verfasst die Anzeige dabei so, dass sie interessant klingt und gebt – wenn möglich – gleich an, wieviel Provision ihr bereit seid, zu zahlen.

Zeitungsannoncen sind längst nicht so verstaubt wie ihr Ruf: Vor allem ältere Menschen schauen nach wie vor eher in die Zeitung als in das Internet. Und vielfach sind es die Senioren, die zunächst ohne Hilfe eines Maklers versuchen möchten, ihr Grundstück zu verkaufen.

Hört euch unbedingt auch in eurem Freundes- und Bekanntenkreis um und macht hier publik, dass ihr möglichst bald ein Grundstück finden möchtet. Je mehr Personen von eurem Bauvorhaben wissen, desto höher sind die Chancen, schnell ein geeignetes Angebot zu finden.

3. Holt euch Unterstützung durch Makler, Bauträger oder eine Bauherrengemeinschaft

Wenn ihr alleine im Internet nicht fündig werdet, holt euch am besten Unterstützung von den Personen, die sich mit dem Thema auskennen. Euer erster Ansprechpartner ist daher ein Immobilienmakler. Hat er keine geeigneten Grundstücke in seinem Portfolio, begibt er sich für euch auf die Suche nach dem passenden Grundstück. Natürlich lässt er sich für diese Arbeit recht gut bezahlen. Überlegt euch also vorher, ob ihr das Budget übrig habt.

Die Chancen auf Bauplatz erhöhen könnt ihr, wenn ihr zusätzlich bei einem Bauträger nachfragt. Ein Bauträger ist in der Regel ein Anbieter für Fertighäuser. Immer mehr dieser Bauträger bieten mittlerweile aber auch Grundstücke an. Voraussetzung ist dann aber, dass ihr euch auch für eines der Häuser des Bauträgers entscheidet.

4. Aus Altem Neues machen

Vielleicht habt ihr beim Spazierengehen in eurer bevorzugten Wohngegend ein Grundstück entdeckt, das komplett verwahrlost ist. Ein solches zu kaufen, kann durchaus eine Alternative zu neuem Bauland sein. Steht noch ein Haus auf dem Grundstück, das nicht mehr bewohnbar ist, kann es abgerissen werden.

Und auch der noch so verwilderte Garten ist irgendwann wieder ein Kleinod, das ihr mit euren eigenen Händen geschaffen und dann stolz darauf seid. Das Beste daran: Ein solches Grundstück ist häufig für sehr viel weniger Geld als Bauland erhältlich. Letztendlich könnt ihr also vielleicht sogar sparen.

5. Seid flexibel

Zwar haben wir euch in einem der vorigen Abschnitte erklärt, dass ihr nicht zu viele Kompromisse machen und bei eurer bevorzugten Wohngegend bleiben solltet. Ihr seid den Komfort der Großstadt gewohnt? Bedenkt aber auch, wie schwierig es ist, hier ein passendes Baugrundstück zu finden. Auch gibt es hier so viele Mitbewerber, die unter Umständen bereit sind, mehr zu bezahlen. Habt ihr keine Probleme damit, ins Umland zu ziehen, werdet ihr sicher schneller fündig und zahlt deutlich weniger.

Schaut euch einmal den öffentlichen Nahverkehr an: Selbst wenn ihr 20 Kilometer von Ballungszentren entfernt wohnt, ist die Verkehrsanbindung meist so perfekt, dass ihr nicht lange braucht, um in die City zu gelangen. Ein Grundstück im Grünen hat natürlich auch den entscheidenden Vorteil, dass ihr euren Feierabend in Ruhe im Freien genießen könnt, ohne vom Straßenlärm gestört zu werden.

6. Welche Arten von Grundstücken gibt es überhaupt?

Bevor ihr euch auf die Suche nach einem passenden Grundstück begebt, solltet ihr zunächst die Unterschiede zwischen den einzelnen Grundstücksarten kennen. Folgende Varianten sind besonders weit verbreitet:

  • Ackerland
  • Bauerwartungsland
  • Rohbauland
  • baureifes Land

Habt ihr sogenanntes baureifes Land gefunden, könnt ihr euch glücklich schätzen. Hierbei handelt es sich im Gegensatz zu den anderen Grundstücksarten um Grundstücke, die sofort bebaut werden können. Vom Bauerwartungsland würden wir euch dagegen abraten. Es handelt sich um Grundstücke, die nicht erschlossen sind und bei denen es auch noch keine Entscheidung darüber gibt, ob das Land überhaupt irgendwann einmal bebaut werden darf.

Plant ihr also einen Hausneubau, ist das Risiko hier einfach zu groß. Anders sieht es mit dem Rohbauland aus. Hier hat die Stadt bereits einer baulichen Nutzung zugestimmt, wenngleich auch hier die Grundstücke noch nicht erschlossen sind.

7. Darauf kommt es bei der Grundstückssuche an

Ihr habt ein scheinbar passendes Grundstück gefunden? Wir möchten eure Euphorie nicht bremsen, aber ihr solltet es hinsichtlich einiger Kriterien genau unter die Lupe nehmen. Wie weit sind zum Beispiel Arbeitsplatz, Schule und Kindergarten vom Grundstück entfernt?

Macht nicht den Fehler, aus lauter Verzweiflung ein Grundstück zu erwerben, das allzu weit entfernt liegt. Seht euch auch die Umgebung an: Befindet sich eine Bahntrasse oder gar eine Flugschneise in unmittelbarer Nähe? Dann ist das Grundstück sicher nicht das Beste und ihr werdet in eurem neuen Haus nur schwer zur Ruhe kommen.

Vielleicht liegt das Grundstück aber auch in einer Wohngegend, die euch überhaupt nicht zusagt und in die ihr eigentlich nie ziehen wolltet? Dann sucht lieber weiter, auch wenn sich die Suche bereits jetzt über mehrere Monate ausdehnt. Denkt immer daran: In eurem Einfamilienhaus werdet ihr vermutlich für den Rest eures Lebens wohnen und ihr müsst euch hier wohl fühlen.

Wir hoffen, wir konnten euch mit unseren Tipps für die Grundstückssuche ein wenig weiterhelfen und ihr müsst nicht allzu lange suchen. Teilt unbedingt so vielen Bekannten wie möglich euer Vorhaben mit. Die Kraft der Mundpropaganda solltet ihr nicht unterschätzen; dank dieser könnt ihr die Chancen auf Bauplatz erhöhen.

Bildquelle: © marcus_hofmann | stock.adobe.com

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