Was gibt es beim Einfahrt pflastern zu beachten?

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Ganz gleich, welche Art von Einfahrt ihr pflastern möchtet: Wenn eine Pflasterfläche mit einem Auto befahrbar sein soll, ist eine stabile Tragschicht notwendig. Auf was ihr sonst noch achten solltet, verraten wir euch in diesem Beitrag. 

Bei privaten Grundstücken hat sich die ungebundene Verlegeweise bewährt. Diese ist auch die einfachste Art für das Einfahrt pflastern. Hierbei befinden sich die Pflastersteine im gewünschten Verlegemuster auf einer Tragschicht aus Schotter oder Kies. Seitlich werden sie von betonierten Kantensteinen gestützt.

Bodenbeläge in gebundener Verlegeweise hingegen verlegen in der Regel Fachfirmen. Bei diesem Verfahren erfolgt die Fixierung der einzelnen Pflastersteine mit Beton oder Mörtel, was zu einer noch höheren Stabilität führt, jedoch sehr aufwendig ist.

Planung der Einfahrt

Die notwendige Anzahl an Pflastersteinen für die Einfahrt und die Zahl der Steine, die ihr pro Reihe benötigt, bestimmt ihr mittels einer Skizze der Fläche und des geplanten Verlegemusters. Vergesst bei der Planung der Einfahrt auch die Fugenbreite zwischen den Pflastersteinen nicht. Diese beträgt in der Regel drei oder vier Millimeter. Achtet bei der Planung der Einfahrt darauf, die Lage der Kantensteine bereits im Vorfeld so zu verlegen, dass ihr möglichst wenige Steine schneiden müsst.

Rechtliche Voraussetzungen

Die Einfahrt erfüllt eine wichtige Funktion, um Zugang zu einem Grundstück zu erhalten. Man könnte also meinen, dass eine Einfahrt eine Art Grundrecht für jeden Hausbesitzer ist.

Sollte für den Bau der Einfahrt jedoch beispielsweise ein Absenken eines bestehenden Bordsteins notwendig sein, braucht ihr hierfür eine Genehmigung von der zuständigen Baubehörde. Wird dies versäumt, kann die zuständige Kommune den Rückbau der Zufahrt einfordern. Seid ihr euch unsicher, ob in eurem Bundesland eine Genehmigung für das Pflastern der Einfahrt notwendig ist, fragt bei der Planung der Einfahrt einfach bei eurer Kommune bzw. Stadt nach.

Achtung: Das Einholen einer Baugenehmigung für das Einfahrt pflastern ist vor allem bei denkmalgeschützten Immobilien unbedingt erforderlich!

Das Anlegen einer Zufahrt sollte stets in befestigter Weise geschehen und die Zufahrt leicht abschüssig sein. Somit ist gewährleistet, dass Regen- oder Tauwasser gut abfließen und kein gefährliches Hindernis darstellen kann. Zudem sollte Stauwasser im Erdreich versickern können.

Die Wahl des Bodenbelags für das Einfahrt pflastern

Schotter, Kies und Split: Da es Schotter in verschiedenen Farben gibt, lässt sich eine Einfahrt damit sehr kreativ gestalten. Dabei sind Schüttgüter zugleich die einfachste Möglichkeit, um die Einfahrt zu gestalten. Das Material lässt sich entweder lose oder in großen Säcken mit bis zu 1,5 Tonnen Inhalt anliefern.

Beton: Betonierte Flächen als Einfahrt sind insbesondere bei Wohnkomplexen und Mehrfamilienhäusern sehr beliebt. Im Grunde ist Beton einfach eine Mischung aus Kies, Wasser und Zement.

Asphalt: Für eine asphaltierte Einfahrt sprechen vor allem Robustheit und Haltbarkeit. Insbesondere oft befahrene Einfahrten bestehen daher aus Asphalt. Die Vorarbeiten sind hierbei jedoch relativ aufwendig. Zudem müsst ihr an eine Entwässerungsrinne denken, weil ansonsten Regenwasser nicht abfließen kann.

Rasengittersteine: Diese sind auch als Rasenkammersteine bekannt. Die namensgebenden gitterartig angelegten Durchbrüche lassen sich mit Erde füllen und ermöglichen es, Rasen zu säen. Dadurch bekommt ihr etwas Grün in eure Einfahrt. Auch Regenwasser kann bei Rasengittersteinen problemlos versickern. Zusätzlich sind entsprechende Steine recht günstig und bereits für wenige Euro pro Quadratmeter erhältlich.

Pflastersteine: Pflastersteine bestehen aus verschiedenen Materialien. Heutzutage sind sie das Material, das für das Einfahrt pflastern am häufigsten verwendet wird. Sehr beliebt sind vor allem Pflastersteine aus eingefärbtem oder grauem Beton. Für etwas Abwechslung könnt ihr aus zahllosen Mustern wählen. Ihr könnt eure Einfahrt mit Pflastersteinen also in Sachen Form und Farbe ganz individuell nach euren Vorstellungen gestalten.

In sechs Schritten zur perfekt gepflasterten Einfahrt

Beim Pflastern der Einfahrt gibt es in der Regel einen bestimmten Ablauf. Diesen stellen wir euch anhand der folgenden sechs Schritte etwas genauer vor. 

Schritt 1: Das Markieren der Fläche

Anfangs muss die genaue Fläche, die ihr pflastern möchtet, mit Schnurlinien oder Spritzmarkierungen markiert werden. Vor allem bei umfangreichen Projekten ist es von Vorteil, über einen Bauplan zu verfügen.

Schritt 2: Ausheben und Entsorgung des Bodens

Nun geht es daran, die gesamte Fläche auszuheben. Bei größeren Einfahrten ist für diese Arbeit ein Bagger vorteilhaft. Im Anschluss können die Erd- und Steinmaße entsorgt werden.

Schritt 3: Der Unterbau

Der Unterbau ist das A und O beim Pflastern einer Einfahrt. Er sorgt für die notwendige Stabilität der Einfahrt. Zu empfehlen ist eine Mindestdicke von zehn Zentimetern. Zunächst schüttet ihr eine Tragschicht, beispielsweise aus Schotter und Kies, auf und könnt anschließend das Pflasterbett, zum Beispiel aus Beton oder Sand verlegen.

Schritt 4: Das Legen der Randsteine

Das Verlegen von Randsteinen ist beim Einfahrt pflastern wichtig, damit die Pflastersteine an Ort und Stelle bleiben und nicht abrutschen.

Schritt 5: Das Verlegen, Ausrichten und Schneiden

Nun geht es daran, die gewählten Pflastersteine im gewünschten Muster auf dem Pflasterbett zu verlegen. Dafür legt ihr Stein für Stein ins Pflasterbett. Ihr könnt euch dabei auf die bereits verlegte Fläche stellen. Sollten Steine nicht sofort passen, schiebt sie nicht hin und her, sondern legt sie aufs Neue von oben auf das Pflasterbett, auch wenn dies manchmal etwas Puzzlearbeit bedeutet.

Die korrekte Ausrichtung der Pflastersteine könnt ihr mit einer Schnurlinie überprüfen. Damit die Endblöcke optimal passen, müssen sie nun mit einer Steinschneidemaschine geschnitten werden.
Die Pflastersteine könnt ihr nach dem Verlegen mithilfe eines Gummihammers in die perfekte Position bringen und dort fixieren.

Schritt 6: Das Auftragen von Fugensand

In einem der letzten Schritte verteilt ihr mit einem großen Besen ofengetrockneten Fugensand auf der kompletten Fläche. Achtet dabei darauf, den Sand wirklich in jede Fuge einzubürsten. Im letzten Schritt sorgt ihr mit dem Einsatz einer Vibrationsplatte dafür, dass sich der Fugensand gleichmäßig in sämtlichen Fugen verteilen kann.

Tipp: Überschüssigen Sand solltet ihr noch zwei oder drei Tage auf der gepflasterten Einfahrt belassen, damit sich der Sand wirklich in alle Fugen verteilen kann. So ist ideale Stabilität gewährleistet und ihr müsst keine Sorge davor haben, dass sich die Steine nachträglich verschieben.

Nun seid ihr an der Reihe: Wie sind eure Erfahrungen in Sachen Einfahrt pflastern und welche Tipps habt ihr für andere User auf Lager?

2 CommentsKommentar hinterlassen

  • Pflastern ist eine Kunst und ein erfahrener Pflasterer kann sicherlich wertvolle Tipps geben. Bei der Gestaltung der Einfahrt sollte man nicht nur auf die Ästhetik achten, sondern auch auf die Funktionalität. Der Untergrund muss tragfähig und frostsicher sein und Wasser gut ableiten können. Außerdem sollte man beim Pflastern darauf achten, die Steine nicht in Reihen zu verlegen, um ein Verschieben der Randsteine bei Belastung zu vermeiden.

    • Hallo Anja,

      vielen Dank für Ihre wertvollen Tipps zur Pflastergestaltung! Ihre Hinweise zur Funktionalität und zur Verlegung der Steine sind äußerst hilfreich. Ein erfahrener Pflasterer kann in der Tat eine wichtige Rolle bei der Umsetzung spielen.

      Beste Grüße vom BauMentor-Team.

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