10000-haeuser-programm

Modern und umweltbewusst – das 10.000-Häuser-Programm

Der nachhaltige Umgang mit den Ressourcen der Erde gilt als wichtige Maßnahme, um die Umwelt vor weiteren Schäden zu bewahren. Dass daran jeder Immobilieneigentümer teilnehmen kann, zeigt das 10.000-Häuser-Programm in Bayern, das nicht nur finanzielle Anreize für notwendige Sanierungen gibt – sondern das gleichzeitig mehr Effizienz bei der Energienutzung anstrebt.

Das 10.000-Häuser-Programm – was ist das eigentlich?

Das Bundesland Bayern beschreitet den Weg in die Zukunft. Eine Grundsäule dieses Vorhabens wird in dem Ziel gesehen, innerhalb weniger Monate 10.000 Haushalte zu modernisieren und ihre Energieeffizienz zu verbessern.

Gleichzeitig sollen Strom und Gas aus nachhaltigen Ressourcen gewonnen werden – die Belastung der Umwelt wird auf diese Weise reduziert. Die bayerische Staatsregierung unterstützt Bauherrn und Immobilieneigentümer bei allen anfallenden Maßnahmen.

Neben der grundlegenden Beratung, wie ein Umstieg auf die klimafreundliche Energiegewinnung gelingen kann, wird pro Haushalt eine Fördersumme von bis zu 27.000 Euro ausgelobt. Diese unterteilt sich zu je einem Drittel aus einem Zuschuss des EnergieBonusBayern, dem TechnikBonus sowie dem EnergieeffizienzBonus. Kein finanzieller Tropfen auf den heißen Stein – sondern ein lukrativer Anreiz für alle Personen, die ein neues Haus bauen oder ein bestehendes Gebäude modernisieren möchten.

Voraussetzungen für die Förderung

Das 10.000-Häuser-Programm richtet sich an alle natürlichen Personen, die Eigentümer eines Hauses sind oder die ein solches Gebäude neu errichten wollen. Organisationen und anderweitige juristische Personen, die eine Immobilie lediglich verwalten, kommen daher nicht in den Genuss der Fördergelder. Gleichfalls ist zu beachten, dass das finanziell unterstützte Haus in Bayern stehen muss und nicht mehr als zwei Wohneinheiten umfassen darf.

Gefördert werden Gebäude, die überwiegend zu Wohnzwecken genutzt werden. Ferien- und Wochenendhäuser sind ebenso wie Verwaltungsräume nicht im 10.000-Häuser-Programm vorgesehen.

Darüber hinaus gilt, dass eine Kombination mit anderen Krediten oder sonstigen Fördermaßnahmen jederzeit möglich ist. Lediglich der Antrag muss fristgerecht gestellt werden. Heißt, er muss bis zum Tage der Bekanntmachung des bayerischen Staatshaushaltes 2019/2020 bei der zuständigen Stelle eingegangen sein.

Antragstellung für das 10.000-Häuser-Programm

Wer eine solche Förderung beantragen möchte, kann dafür das Onlineformular auf der Webseite des EnergieBonusBayern verwenden: www.energiebonus.bayern.

Zum Ausfüllen stehen dem Antragsteller 60 Minuten zur Verfügung. Verstreicht diese Frist, werden alle getätigten Eingaben gelöscht. Diese Maßnahme trägt der enormen Nachfrage Rechnung und soll längere Wartezeiten beim Öffnen der Homepage vermeiden.

Der ausgefüllte und ausgedruckte Antrag muss anschließend von einem Sachverständigen unterzeichnet werden. Hiebei handelt es sich um Personen, die bereits eine Beratung zur Modernisierung des Hauses und zu einer klimafreundlichen Energienutzung vornehmen dürfen.

In der Regel sollte also bereits der Handwerksmeister, der eine solche Sanierung durchführt, das Formular gegenzeichnen können. Eingereicht wird das Dokument sodann bei einer der zahlreichen Bewilligungsstellen, die sich über das Bundesland Bayern verteilen.

An welche Vorgaben ist der TechnikBonus geknüpft?

Allgemein besteht die Gesamtsumme im 10.000-Häuser-Programm aus drei Fördermaßnahmen zu jeweils 9.000 Euro. Neben dem EnergieBonusBayern wird hierbei ein Energieeffizienz- und ein TechnikBonus eingeplant. Letzterer zielt auf die Installation eines modernen Heiz- und Wärmespeichersystems ab.

Erforderlich dabei ist, dass die eingebauten Anlagen über ein Konzept zum Energiemanagement verfügen. Das Ziel einer solchen Anwendung liegt darin, dass der Haushalt künftig weniger Strom aus dem öffentlichen Netz beanspruchen muss.

So kann die Installation einer Holzheizung mit 1.500 Euro, die Anwendung eines Wärmepumpensystems mit bis zu 2.500 Euro, die Verwendung einer netzdienlichen Photovoltaikanlage mit bis zu 3.000 Euro, die Nutzung einer Kraft-Wärme-Kopplung mit bis zu 4.500 Euro sowie das Einbauen einer Solarwärmespeicherung mit bis zu 9.000 Euro gefördert werden. Allerdings gilt, dass der Gesamtzuschuss im TechnikBonus den Höchstwert von 9.000 Euro nicht überschreiten darf.

Fördermöglichkeiten des EnergieeffizienzBonus

Neben dem TechnikBonus basiert das 10.000-Häuser-Programm auf dem EnergieeffizienzBonus. Mit ihm werden alle Maßnahmen gefördert, die die Wirkung des installierten Systems zum Heizen und zur Wärmespeicherung noch effizienter gestalten. Grundlegend dafür ist die Frage, welchen Bedarf an Heizwärme das Gebäude bereits besitzt. Erst damit ist eine Zuteilung in eine der Energieeffizienzklassen möglich.

Bei bestehenden Gebäuden wird ein 3-Liter-Haus mit 9.000 Euro, ein 6-Liter-Haus mit 6.000 Euro sowie ein 8-Liter-Haus mit 3.000 Euro pro Wohneinheit gefördert. Wer statt der Sanierung einen Neubau errichtet, kann beim 1-Liter-Haus auf 9.000 Euro und beim 2-Liter-Haus auf 3.000 Euro je Wohneinheit hoffen.

Das 10.000-Häuser-Programm setzt dem Bauherrn also einen finanziellen Anreiz von 18.000 Euro, der sich unter Nutzung des EnergieBonusBayern auf eine Gesamtsumme von 27.000 Euro erhöhen kann. Das Bundesland Bayern leistet damit einen wertvollen Beitrag zum klimafreundlichen Umgang mit den verfügbaren Ressourcen.

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