Die Terrasse fürs Fertighaus: Gestalten Sie Ihren Lieblingsplatz

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Bei uns dreht sich diesmal alles um die Terrasse Ihres Eigenheims. Wir verraten Ihnen nicht nur den eigentlichen Zweck und die Vorteile zur Nutzung, sondern geben Ihnen einige wichtige Tipps für die Planung und Umsetzung mit auf den Weg. 

Endlich ist es soweit, Sie haben sich entschieden, ein Fertighaus zu bauen. Sicher haben Sie sich schon in ein Grundstück verliebt, die Räume und die Bäder geplant, aber haben Sie auch schon an den Außenbereich gedacht?

Eine Terrasse gehört schließlich dazu, wenn Sie schöne Stunden im Freien verbringen wollen und als Bauherr haben Sie die Möglichkeit, Ihren neuen Lieblingsplatz im Garten ganz nach Ihren Wünschen zu gestalten.

Welchen Zweck hat eine Terrasse eigentlich?

Selbst ein Fertighaus erfordert beim Bau viele Entscheidungen und verursacht natürlich auch Kosten. Also fragen Sie sich vielleicht, ob Sie jetzt auch noch eine Terrasse bauen wollen. Denn auch das Anlegen einer Terrasse erfordert schließlich Planung, Aufmerksamkeit und Zeit.

Aber der Aufwand lohnt sich, denn wenn Sie Ihren Freisitz gut planen, wird er zu einem weiteren “Zimmer” für die schöne Jahreszeit. Mit der richtigen Planung gewinnen Sie sogar ein Multitalent im Freien hinzu, das sie das ganze Jahr über sinnvoll nutzen können – und das direkt am Haus. Denn eine moderne Terrasse ist weitaus mehr als ein Sitzplatz.

Wie Sie Ihre Terrasse nutzen können

Denken Sie auch sofort an einen gemütlichen Grillabend, sobald Sie das Wort Terrasse hören? Oder an Kaffee und Kuchen mit der Familie im Garten? Es sich zusammen gutgehen zu lassen, ist natürlich der Hauptgrund, einen Sitzplatz im Freien anzulegen.

Aber die Nutzungsmöglichkeiten und der praktische Wert gehen weit über einen gemütlichen Sitzplatz hinaus. Viele Bauherren haben schließlich kleine Kinder und bei der richtigen Planung bieten Terrassen einen wunderbaren Ort zum Spielen und haben auch Platz für einen Sandkasten oder ein kleines Planschbecken.

So können Sie in Ruhe drinnen werkeln, da die Kinder geschützt und sicher direkt am Haus spielen. Sie können jederzeit mit einem Schritt nach draußen, wenn Ihre Kinder Sie rufen und wenn Sie sich eine Pause verdient haben, können Sie sich im Liegestuhl dazusetzen oder einfach mitspielen.

Auch für eine ausgewogene saisonale Ernährung können Terrassen Gold wert sein. Teilweise Selbstversorgung aus dem Garten wird immer wichtiger, da der Anbau von eigenem Obst und Gemüse Abwechslung auf den Tisch bringt und Müll vermeidet. Nicht zuletzt sind selbst angebaute Nahrungsmittel einfach unschlagbar frisch und lecker. Auch für die Kinder ist es ein echtes, naturnahes Erlebnis, Erdbeeren aus dem Garten zu naschen oder bei der Gartenarbeit zu helfen »wie ein Großer«.

Terrassen bieten nicht nur den Vorteil, dass sie in der Regel direkt am Haus liegen, sie bilden auch windgeschützte Sonneninseln. So gedeihen hier viele Pflanzen, die an einem anderen Platz im Garten einen schweren Stand hätten. Empfindliches Spalierobst wie Aprikosen sieht nicht nur wunderschön aus, es profitiert auch von der Nähe zum Haus und bringt auf der Terrasse wunderbare Erträge.

Auch ein Kräuterbeet ist hier genau am richtigen Platz. Die Nähe zur Küche ist nicht nur sehr bequem, Kräuter verwandeln den Sitzplatz im Freien auch in ein wundervolles Dufterlebnis – und das Auge erfreuen sie schließlich auch.

Aber natürlich haben Terrassen noch weitere Vorteile, denn sie bieten auch die Möglichkeit, Dinge zu lagern, die im Haus stören würden, die aber trotzdem einen geschützten Platz brauchen. Gut abgedeckt können Ihre Gartenmöbel hier überwintern und um das Bier kaltzustellen, findet sich immer ein Plätzchen.

So mancher verlagert auch sein Hobby nach draußen, weil die Terrasse der perfekte Ort ist, um sich kreativ auszutoben und sie quasi als Werkstatt oder Atelier im Freien zu nutzen.

Schleifen sie gern alte Möbel ab, malen Sie Bilder mit Farben, von deren Geruch Ihre Mitmenschen sich im Haus belästigt fühlen? Machen Sie gern Tai-Chi oder Pilates und wollen die kostbaren Vasen im Wohnzimmer nicht umwerfen? Dann raus mit Ihnen auf die Terrasse. Frische Luft ist beim Sport sowieso viel gesünder.

Was Sie bei der Planung Ihrer neuen Terrasse beachten sollten

Wenn Sie ein Fertighaus planen, haben Sie die volle Entscheidungsfreiheit, wie und wo Sie Ihre Terrasse bauen möchten. Zuerst sollten Sie sich über die Lage bewusst werden, denn diese entscheidet über die Sonnenstunden, die Sie auf der Terrasse genießen werden.

Eine Terrasse an der Nordseite des Hauses zu bauen hat wenig Sinn, denn sie wird den ganzen Tag im Schatten liegen. Sollte sich keine andere Möglichkeit bieten, als nach Norden zu bauen, haben Sie auch die Möglichkeit, Ihre Terrasse nicht direkt am Haus, sondern weiter hinten im Garten anzulegen. So verlieren Sie zwar die Nähe zu Wohnzimmer und Küche, gewinnen aber dafür Sonnenstunden.

Optimal ist natürlich eine Ausrichtung nach Südwest, denn so können Sie die Mittagssonne genießen und haben auch abends noch Sonnenstunden. Eine Terrasse an der Südostseite des Fertighauses lohnt sich besonders, wenn Sie gern im Freien frühstücken, denn hier können Sie die Morgensonne genießen. Auch eine Dachterrasse ist bei einem Fertighaus natürlich möglich.

Fundament, Größe und Material Ihrer Terrasse

Haben Sie sich für den Standort entschieden, wird es Zeit, sich um das Fundament, die Größe und das Material Gedanken zu machen. Über die Beschaffenheit des Baugrundes auf Ihrem Grundstück haben Sie sich sicherlich schon informiert, um ein späteres Nachsacken des Hauses zu vermeiden.

Gleiches gilt für die Terrasse, denn es wäre ja ärgerlich, wenn die Terrassenplatten im Laufe der Jahre immer weiter absacken. Lassen Sie sich bei der Planung und dem Bau des Fundaments also am besten von einem Fachmann beraten und überlegen Sie auch jetzt schon, ob Sie die Terrasse vielleicht später zu einem Wintergarten aufstocken wollen – denn dann sollte das Fundament gleich entsprechend geplant werden.

Planen Sie das Fundament lieber zu groß als zu klein. Ungenutzter Platz findet immer wie von selbst eine Verwendung, wenn er einmal da ist. Die Terrassenfläche im Nachhinein zu vergrößern, würde viel Aufwand bedeuten.

Sind diese Fragen geklärt, können Sie sich den folgenden Fragen widmen: Welches Material gefällt Ihnen am besten? Möchten Sie den Boden mit Stein gestalten, mit warmen robusten Hölzern wie Teak oder mit Klinkern?

Bei Stein haben Sie die Wahl zwischen Betonplatten und Naturstein. Steinbeläge sind natürlich robust und unverwüstlich und leicht zu pflegen. Vor allem sind sie witterungsbeständig. Holz dagegen wirkt wärmer und verbreitet eine schöne Atmosphäre, muss aber jährlich behandelt werden, um Regen und Schnee zu trotzen.

Auch eine mit Klinkern gepflasterte Terrasse hat eine sehr schöne Ausstrahlung und bietet sich auch für kleine Terrassen an, da die Steine so flexibel verlegt und gestaltet werden können. Sehr dunkle Materialien wie Schieferplatten haben natürlich eine sehr edle und zeitlose Ausstrahlung. Der Nachteil ist jedoch, dass sie sich in der Sonne geradezu mit Hitze aufladen.

Die Extras für Ihren neuen Lieblingsplatz: Sichtschutz, Sonnenschutz und Überdachung

Das große Plus an einer eigenen Terrasse ist, dass Sie Ihren ganz privaten Platz an der frischen Luft haben. Also sollte Ihr Sitzplatz natürlich auch Privatsphäre bieten.

Bei der Wahl eines Sichtschutzes können Sie die Gestaltung der Terrasse an Ihr ganz persönliches Gartenkonzept anpassen. In einem naturnahen Garten bietet sich ein wachsender und blühender Sichtschutz an.

Wenn es Ihnen aber zu lange dauert, auf eine Hecke zu warten, können Sie einen natürlichen Flechtzaun anlegen und ihn mit Rankpflanzen wie Kapuzinerkresse verschönern. Auch Holzelemente haben eine sehr schöne Ausstrahlung und fügen sich nahtlos in jedes Gartenkonzept ein.

Als Sonnenschutz ist ein Sonnenschirm natürlich unschlagbar flexibel, eine Markise oder Sonnensegel nehmen dafür keinen Platz auf dem Boden weg. Wenn Sie eine teilweise oder vollflächige Überdachung wünschen, sollten Sie diese direkt von Anfang an mit einplanen und gleich zusammen mit der Terrasse bauen. Wenn Sie sich als Heimwerker austoben und die Überdachung in Eigenleistung bauen möchten, sind Sie mit Holz oder einem Bausatz gut beraten.

Und wie sieht Ihre Traumterasse aus? Erzählen Sie uns und unseren Lesern von Ihrem Projekt und hinterlassen Sie einen Kommentar. Wir freuen uns darauf.

Bild: Hanse Haus

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