Wo steht später die Kaffeemaschine? Wie viele Geräte hängen am Schreibtisch? Und erreicht ihr die Steckdose noch, wenn das Sofa an seinem Platz steht? Wer beim Hausbau Steckdosen plant, sollte Anzahl, Position und Nutzung zusammen betrachten. Hier erfahrt ihr, wie ihr euren Bedarf Raum für Raum ermittelt, welche Höhen als Orientierung dienen und was ihr vor der Freigabe des Elektroplans prüfen solltet.
Wie viele Steckdosen braucht ihr im Haus?
Eine pauschale Gesamtzahl hilft bei der Steckdosenplanung nur begrenzt. Entscheidend ist, ob an jedem Nutzungsort genügend Anschlüsse vorhanden sind. Zwanzig Steckdosen im Wohnzimmer bringen wenig, wenn davon keine am geplanten Lesesessel erreichbar ist.
Beginnt deshalb mit einer Geräteliste für jeden Raum. Zählt dauerhaft angeschlossene Geräte, ergänzt zeitweise genutzte Geräte und plant Reserven dort ein, wo ihr später etwas ergänzen oder umstellen möchtet. Zählt dabei die einzelnen Steckplätze: Eine Doppelsteckdose bietet zwei Steckplätze. Netzwerkanschlüsse, USB-Buchsen und feste Geräteanschlüsse erfasst ihr separat.
Beispiel: Steckdosen am Arbeitsplatz zählen
Für einen beispielhaften Arbeitsplatz kommen ein Notebook-Netzteil, zwei Monitore, eine Schreibtischlampe, ein elektrisch höhenverstellbarer Tisch und ein Ladegerät zusammen. Das sind sechs belegte Steckplätze. Mit zwei zusätzlich vorgesehenen Anschlüssen ergeben sich acht Steckplätze an diesem Arbeitsplatz.
Das ist ein Rechenbeispiel, keine vorgeschriebene Ausstattung. Wird euer Notebook über einen Monitor mit Strom versorgt, kann ein Anschluss entfallen. Steht der Drucker auf einem anderen Möbelstück, braucht er dort seine eigene Anschlussmöglichkeit.
DIN 18015 und RAL-RG 678 als Planungsgrundlage
Die DIN 18015-2 beschreibt die Mindestausstattung elektrischer Anlagen in Wohngebäuden. Für die weitere Planung bietet die Richtlinie RAL-RG 678 unterschiedliche Ausstattungswerte. Die Stufen 1, 2 und 3 stehen für Mindest-, Standard- und Komfortausstattung; ergänzende Plus-Ausstattungen beziehen Gebäudesystemtechnik ein.
Lasst euch erklären, welcher Ausstattungswert eurem Angebot zugrunde liegt. Vereinbart den gewünschten Ausstattungsstandard und eure Ergänzungen ausdrücklich im Vertrag. Entscheidend sind neben der Steckdosenzahl auch die Verteilung, die Geräteanschlüsse und die Stromkreise. Der Raumplaner von ELEKTRO+ kann euch bei der Vorbereitung unterstützen.
Steckdosen pro Raum: Diese Anschlüsse solltet ihr einplanen
Die folgende Übersicht hilft euch beim Sammeln der Geräte und Nutzungsorte. Sie ist eine Bedarfsliste für euer Planungsgespräch. Wie viele Anschlüsse ihr benötigt und wie sie ausgeführt werden, stimmt ihr mit dem Elektrofachbetrieb ab.
Wohn- und Esszimmer
Typische Geräte und Nutzungsorte
- Fernseher und Mediengeräte
- Sofa
- Leseplatz
- Sideboard
Häufig vergessen
- Leuchte am Sessel
- Ladegeräte
- saisonale Dekoration
- Nutzung am Esstisch
Küche
Typische Geräte und Nutzungsorte
- Arbeitsflächen
- Kühlgerät
- weitere Elektrogeräte
- Essplatz
Häufig vergessen
- Kücheninsel
- zweiter Vorbereitungsplatz
- erreichbare Anschlüsse für Einbaugeräte
Schlafzimmer
Typische Geräte und Nutzungsorte
- beide Bettseiten
- Kommode
- gegebenenfalls Arbeitsplatz
Häufig vergessen
- Ladegeräte neben der Nachttischlampe
- elektrischer Lattenrost
- alternative Bettposition
Kinderzimmer
Typische Geräte und Nutzungsorte
- Bett
- Schreibtisch
- Lese- und Spielbereich
Häufig vergessen
- späterer Computerplatz
- eine andere Möblierung im Jugendalter
Homeoffice
Typische Geräte und Nutzungsorte
- Schreibtisch
- Drucker
- zusätzliche Beleuchtung
Häufig vergessen
- höhenverstellbarer Tisch
- zweite Arbeitsposition
- Netzwerkanschluss
Bad und Gäste-WC
Typische Geräte und Nutzungsorte
- Spiegelbereich
- Zahnbürste
- Rasierer
- Föhn
Häufig vergessen
- Spiegelschrank
- gegebenenfalls Dusch-WC
- Positionen fachlich prüfen lassen
Flur und Hauswirtschaftsraum
Typische Geräte und Nutzungsorte
- Reinigung
- Ladeplatz
- Waschmaschine
- Trockner
Häufig vergessen
- Saugroboter-Dock
- Akkusauger
- Bügelplatz
- zusätzlicher Gefrierschrank
Terrasse, Garten und Garage
Typische Geräte und Nutzungsorte
- Sitzplatz
- Gartengeräte
- Werkbank
Häufig vergessen
- Mähroboter
- Außenbeleuchtung mit Stecker
- Ladeplatz für Werkzeugakkus
Geht euren Alltag Raum für Raum durch: Wo benutzt ihr morgens den Föhn? Wo ladet ihr abends das Handy? Wo steht der Staubsauger? Solche Fragen machen fehlende Anschlüsse sichtbar, bevor sie im fertigen Haus stören.
Steckdosen planen in fünf Schritten
Legt für das Planungsgespräch einen aktuellen Grundriss, eure Geräteliste und – sofern vorhanden – den Küchenplan bereit. Mit den folgenden fünf Schritten ordnet ihr eure Wünsche den passenden Stellen im Haus zu. So könnt ihr offene Fragen gezielt mit dem Elektrofachbetrieb besprechen und die vereinbarte Ausstattung anschließend im Plan nachvollziehen.
1. Möbel und Geräte im Grundriss einzeichnen
Nutzt einen möglichst maßstäblichen Grundriss und tragt Betten, Schränke, Sofa, Schreibtische sowie die Küchenmöbel ein. Ergänzt Türen mit ihrer Öffnungsrichtung. So erkennt ihr, ob ein Anschluss später hinter einem Schrank oder einem geöffneten Türblatt verschwindet.
Wenn die Raumaufteilung noch offen ist, helfen euch unsere Tipps zur Grundrissplanung. Für Steckdosen am Bett braucht ihr bereits eine Vorstellung von Bettbreite und Nachttischen.
2. Anschlüsse den Nutzungsorten zuordnen
Übertragt eure Geräteliste in den Plan. Markiert, welche Geräte dauerhaft angeschlossen bleiben und wo ihr freie Steckplätze für wechselnde Nutzungen benötigt. Ein Steckplatz hinter dem Fernseher ersetzt beispielsweise keinen gut erreichbaren Anschluss zum Staubsaugen.
Denkt auch an Netzteile: Breite Stecker können benachbarte Plätze blockieren. Prüft bei Steckdosenkombinationen deshalb nicht nur die Anzahl, sondern auch die Anordnung.
3. Alltag und spätere Veränderungen durchspielen
Plant einen typischen Tag im neuen Haus gedanklich durch. Anschließend prüft ihr eine zweite Möblierungsvariante für Räume, die sich verändern könnten. Im Kinderzimmer kann der heutige Spielbereich später zum Arbeitsplatz werden; im Gästezimmer entsteht vielleicht ein Homeoffice.
Reserven sollten einen nachvollziehbaren Zweck haben. Besprecht bei noch offenen Nutzungen, ob zusätzliche Steckdosen, vorbereitete Installationsdosen oder geeignete Leerrohre sinnvoll sind. Eine Vorbereitung braucht ein klares Ziel und einen nutzbaren Leitungsweg.
4. Positionen und Höhen eindeutig festhalten
Notiert zu jeder Steckdosengruppe ihre Anzahl, die Lage an der Wand und die Montagehöhe. Stimmt den Bezugspunkt der Maße ab. Bei Küchen, Einbaumöbeln und wandhängenden Fernsehern sollten auch die jeweiligen Montagepläne vorliegen.
Prüft die Steckdosen gemeinsam mit den Lichtschaltern. Anregungen findet ihr im Beitrag Schalter beim Hausbau planen.
5. Den Plan fachlich prüfen und die Ausführung freigeben
Gebt dem Elektrofachbetrieb euren Grundriss und die Geräteliste. Er prüft unter anderem Stromkreise, Anschlussleistungen, Schutzmaßnahmen und zulässige Positionen. Mehr Steckdosen erhöhen nicht automatisch die verfügbare Leistung eines Stromkreises.
Lasst Änderungen in den Plan übernehmen und bewahrt die freigegebene Fassung auf. Zur Übergabe gehören auch Unterlagen zur tatsächlich ausgeführten Installation. Einen Überblick über weitere Planungsthemen gibt euch unser Ratgeber zur Elektroausstattung im Fertighaus.
In welcher Höhe sollten Steckdosen sitzen?
Die passende Montagehöhe hängt davon ab, wo ihr die Steckdose nutzen möchtet und welche Möbel davor stehen. Häufig verwendete Vorzugsmaße geben eine erste Orientierung. Stimmt sie mit dem Elektrofachbetrieb auf eure Einrichtung und die vorgesehenen Installationszonen ab.
- Niedrige Wandsteckdosen: Häufig etwa 30 Zentimeter über dem fertigen Fußboden. Berücksichtigt Sockelleisten, Möbel und die Erreichbarkeit.
- Über Küchenarbeitsflächen: Häufig etwa 115 Zentimeter über dem fertigen Fußboden. Stimmt die Position mit der Arbeitsplattenhöhe, der Rückwand und der Küchenplanung ab.
- Am Bett oder Schreibtisch: Passt die Höhe an eure Möblierung und Nutzung an. Die Stecker sollen erreichbar bleiben und dürfen nicht von Möbeln verdeckt werden.
- Bei besonderen Anforderungen an die Bedienbarkeit: Legt die Höhe individuell mit der Fachplanung fest. Berücksichtigt Reichweite, seitliche Zugänglichkeit und Bewegungsflächen.
Montagehöhen eindeutig festlegen
Vereinbart ausdrücklich, dass die Höhenmaße bis zur Steckdosenmitte gelten, und verwendet überall denselben Bezug: die Oberkante des fertigen Fußbodens. Der spätere Bodenaufbau muss dabei berücksichtigt sein. Die HEA erläutert die Installationszonen und Vorzugsmaße für Küchen.
Küche, Bad und Außenbereich: Hier genauer planen
In diesen Bereichen muss die Steckdosenplanung besonders eng mit der Einrichtung und den technischen Anforderungen abgestimmt werden. In der Küche sind die Geräte und Arbeitsplätze entscheidend, im Bad kommen Schutzbereiche hinzu. Draußen spielen außerdem Witterung und Montageort eine Rolle. Welche Punkte ihr jeweils vorbereiten könnt, zeigen die folgenden Abschnitte.
Küche: Arbeitsflächen und Geräte getrennt erfassen
Als Orientierung empfiehlt ELEKTRO+ zwei Steckdosen je 1,2 Meter Arbeitsfläche, bei höherem Komfortbedarf drei. Bei 3,6 Metern nutzbarer Arbeitsfläche ergeben sich rechnerisch sechs beziehungsweise neun Steckdosen für diese Arbeitsbereiche. Dazu kommen die Anschlüsse für Einbaugeräte und weitere Nutzungsorte.
Verteilt diese Steckdosen dort, wo ihr tatsächlich vorbereitet, kocht und Geräte abstellt. Eine konzentrierte Steckdosengruppe neben der Kaffeemaschine hilft wenig am anderen Ende der Küchenzeile.
Lasst Küchenstudio und Elektrofachbetrieb die Pläne abgleichen. Anschlüsse für Einbaugeräte müssen zur Einbausituation und zu den Herstellervorgaben passen. Auch die Zugänglichkeit für Wartung oder Reparaturen gehört dazu. Mehr Hinweise bietet unser Beitrag zur Küchenplanung beim Hausbau.
Badezimmer: Schutzbereiche berücksichtigen
Im Bad bestimmen unter anderem die Schutzbereiche an Badewanne und Dusche, wo gewöhnliche Steckdosen angeordnet werden dürfen. Markiert zunächst eure Nutzungswünsche, etwa Zahnbürsten am Waschtisch oder einen Anschluss für ein Dusch-WC. Die zulässige Ausführung legt der Elektrofachbetrieb fest.
Stimmt dabei auch Spiegelschrank, Waschtischmöbel und Beleuchtung ab. Unser Beitrag zur Elektroinstallation im Badezimmer geht auf die besonderen Anforderungen ein.
Außenbereich: Nutzung und Witterung zusammendenken
Tragt Terrasse, Hauseingang, Garten und Garage in eure Bedarfsliste ein. Plant Anschlüsse in der Nähe der tatsächlichen Einsatzorte, etwa beim Mähroboter oder an der Werkbank. Lasst Schutzart, Montageort und Fehlerstromschutz passend zu den Umgebungsbedingungen festlegen. Eine Innenraumsteckdose wird durch ein kleines Vordach nicht automatisch zur geeigneten Außensteckdose.
Besprecht außerdem, ob Außensteckdosen von innen abschaltbar sein sollen. Für das Laden eines Elektroautos gehört eine dafür geplante Ladeeinrichtung in die Elektroplanung; eine zusätzliche gewöhnliche Steckdose an der Garage ersetzt diese Planung nicht.
Wann solltet ihr die Steckdosen im Fertighaus festlegen?
Beginnt mit eurer Bedarfsliste, sobald Grundriss und Möblierung konkret werden. Klärt mit dem Hausanbieter, wann die Elektroplanung freigegeben werden muss und bis wann Änderungen möglich sind. Der genaue Ablauf hängt vom Anbieter und vom Baufortschritt ab.
Nehmt eure Unterlagen zur Bemusterung mit. Falls die Elektroplanung in einem separaten Termin erfolgt, sollten dort dieselben aktuellen Grundriss- und Küchenpläne verwendet werden.
Bei Leichtbauwänden müssen Installationsdosen und Leitungsführung zum Wandaufbau passen. Anforderungen an Luftdichtheit, Schall- und Brandschutz sind dabei zu berücksichtigen. Änderungen gehören deshalb in die Abstimmung mit den zuständigen Fachbetrieben. Eine spätere Nachrüstung ist nicht grundsätzlich ausgeschlossen, kann aber zusätzliche Arbeiten verursachen.
Was kosten zusätzliche Steckdosen?
Ein pauschaler Preis pro Steckdose sagt wenig aus, solange der Leistungsumfang offenbleibt. Eine weitere Steckdose in einer vorhandenen Kombination verursacht einen anderen Aufwand als ein neuer Anschluss mit eigener Leitung. Auch Schalterprogramm, Ausführung und Wandaufbau wirken sich aus.
Lasst euch Zusatzwünsche vor der Freigabe schriftlich anbieten. Das Angebot sollte Anzahl und Ausführung der Steckdosen, erforderliche Leitungen, gegebenenfalls weitere Stromkreise sowie Montage und Prüfung erkennen lassen. Vergleicht den Gesamtpreis einschließlich Umsatzsteuer.
Fragt ausdrücklich, wie Einzel-, Doppel- und Mehrfachkombinationen abgerechnet werden. So seht ihr, welche Ergänzungen euer Budget beanspruchen und welche euch im Alltag den größten Nutzen bringen.
Checkliste: Ist eure Steckdosenplanung vollständig?
☐ Möblierung: Sind Küchenmöbel, Betten, Sofa und Arbeitsplätze im aktuellen Grundriss eingezeichnet
☐ Geräteliste: Habt ihr dauerhafte Verbraucher, wechselnde Geräte und sinnvolle Reserven erfasst?
☐ Verteilung: Gibt es Anschlüsse an allen Nutzungsorten, auch für Reinigung und Ladegeräte?
☐ Zugänglichkeit: Bleiben Steckdosen nach dem Aufstellen der Möbel erreichbar?
☐ Maße: Sind Positionen und Höhen mit eindeutigem Bezug zum fertigen Fußboden festgehalten
☐ Nebenbereiche: Sind Hauswirtschaftsraum, Abstellräume, Terrasse, Garten und Garage berücksichtigt
☐ Abstimmung: Passen Elektroplan, Küchenplan und Einbaumöbelplanung zusammen?
☐ Freigabe: Sind technische Prüfung, Zusatzkosten und endgültiger Plan dokumentiert?
Fazit: Steckdosen passend zu eurem Alltag planen
Eine gute Steckdosenplanung macht sich vor allem im Alltag bemerkbar: Die Kaffeemaschine findet ihren Platz, am Schreibtisch sind genügend Anschlüsse vorhanden und neben dem Sofa bleibt eine Steckdose zum Laden frei. Dafür müssen Anzahl, Verteilung und Erreichbarkeit zusammenpassen. Eine hohe Gesamtzahl allein hilft euch wenig, wenn die Anschlüsse später hinter Möbeln verschwinden.
Beginnt deshalb frühzeitig mit einem möblierten Grundriss und einer Geräteliste. Geht jeden Raum durch und denkt auch an Hauswirtschaftsraum, Terrasse und Garage. Berücksichtigt dabei, welche Geräte gleichzeitig angeschlossen bleiben und wo ihr einen freien Steckplatz für wechselnde Nutzungen braucht.
Plant außerdem für Veränderungen, die ihr bereits absehen könnt: einen zweiten Arbeitsplatz, eine andere Bettposition oder das spätere Jugendzimmer. Besprecht mit dem Fachbetrieb, wo zusätzliche Steckdosen sinnvoll sind und wo sich eine Vorbereitung über geeignete Leerrohre anbietet. So könnt ihr eure Wünsche nach ihrem Nutzen und den angebotenen Zusatzkosten abwägen.
Bevor ihr die Ausführung freigebt, sollten Positionen, Höhen, Ausstattung und Kosten eindeutig feststehen. Die technische Prüfung und Installation übernimmt der zuständige Fachbetrieb. Eure wichtigste Vorbereitung ist ein Plan, der zeigt, wie ihr in eurem neuen Zuhause tatsächlich leben möchtet.
Welche Steckdose würdet ihr beim nächsten Hausbau zusätzlich einplanen? Teilt eure Erfahrungen und Tipps in den Kommentaren.
Häufige Fragen zur Steckdosenplanung
Ihr könnt euren Bedarf ermitteln und Wunschpositionen im Grundriss markieren. Die technische Planung und die Installation übernehmt ihr damit nicht. Für die Errichtung oder Erweiterung der elektrischen Anlage beauftragt ihr ein Installationsunternehmen, das in das Installateurverzeichnis eines Netzbetreibers eingetragen ist. Grundlage ist § 13 der Niederspannungsanschlussverordnung.
Steckdosenleisten können zeitweise zusätzlichen Anschlussbedarf decken. Sie erhöhen jedoch nicht die Belastbarkeit des Stromkreises und können ungünstige Kabelwege verursachen. Beachtet die zulässige Belastung der Leiste und verbindet keine Steckdosenleisten hintereinander. Darauf weist auch der VDE in seinen Hinweisen zu Elektrogeräten im Alltag hin.
Sie können an festen Ladeplätzen praktisch sein. Prüft aber, ob Anschlussart und Ladeleistung zu euren Geräten passen. Plant weiterhin ausreichend normale Steckdosen ein: Mit einem austauschbaren Ladegerät könnt ihr auf andere Geräteanforderungen reagieren.
Grundsätzlich ist eine Nachrüstung möglich. Der Aufwand hängt unter anderem von Leitungswegen, Wandaufbau und vorhandener Elektroinstallation ab. Der Fachbetrieb prüft, ob zusätzliche Leitungen oder Schutzmaßnahmen nötig sind und ob eine Unterputz- oder Aufputzlösung infrage kommt. Ein vorbereiteter Leitungsweg kann helfen, garantiert aber noch keinen fertig nutzbaren Anschluss.
Vielen Dank ein sehr guter Podcast.
Hallo Alexander,
besten Dank für das Lob. Wir freuen uns sehr, dass Ihnen der Podcast gefällt.
Viele Grüße, Ihr BauMentor-Team.