Marmor als Bodenbelag: Edel, warm und ein Hauch von Luxus

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Natursteinböden liegen im Trend. Ganz oben auf der Beliebtheitsskala hält sich als zeitloser Klassiker nach wie vor der Marmor. Warum dem so ist, erfahrt ihr in diesem Beitrag, in dem sich alles um das Thema „Marmor als Bodenbelag“ dreht.

Der eigene Hausbau bietet die Chance, ein Zuhause zu schaffen, das bis ins kleinste Detail euren Vorstellungen und Wünschen entspricht. Ist euch beispielsweise an einem ursprünglichen und behaglichen Ambiente gelegen, so vermag die Wahl eines stilvollen Bodens wahre Wunder zu bewirken.

Der Marmorboden und seine Vorzüge

Als Material blickt Marmor auf eine lange, erfolgsgekrönte Geschichte zurück, denn mit seiner einzigartigen Textur und seinem strahlenden Glanz wertet er seine Umgebung deutlich auf. Dabei ist es irrelevant, ob er als Terrassen- und Balkonboden oder aber als Material für den Innenbereich genutzt wird.

Vor diesem Hintergrund verwundert es wenig, dass er bereits im antiken Griechenland unter anderem beim Bau der prachtvollen Kunstwerke der Akropolis als dominierendes Material Verwendung fand. Nicht zuletzt aus jener Zeit stammt der Hauch von Luxus, der dem Marmor unverkennbar anhängt und der sich unweigerlich auf den Stil und die Atmosphäre eines Hauses, in dem er als Bodenbelag fungiert, auswirkt.

Wie bereits angedeutet, überzeugt ein Marmorboden rein optisch aufgrund seines natürlichen Glanzes und seiner unzähligen Farbnuancen und Schattierungen, die jedes Modell zu einem Unikat machen. Entscheidet ihr euch für eine frostbeständige Sorte, so könnt ihr den Boden außerdem bedenkenlos als Belag für den Außenbereich einsetzen. Neben dem exklusiven Dekor punktet Marmor außerdem aufgrund seiner vergleichsweise hohen Widerstandsfähigkeit.

Und noch ein kleiner Hinweis zum Schluss: Möchtet ihr den natürlichen Look betonen, so bietet sich die Wahl von Marmorsorten mit antik-gebürsteter anstelle einer glänzenden Oberfläche an.

Entstehung & Herstellung von Marmor: dem Geheimnis des Luxusmaterials auf der Spur

Doch woraus besteht Marmor nun eigentlich genau und warum ist es so schwer, eine allgemeingültige Beschreibung seiner Eigenschaften zu formulieren? Auf den Punkt gebracht ist Marmor das Ergebnis komplexer Transformationsprozesse von Mineralien sowie einflussnehmenden Faktoren, darunter intensivem Druck und starker Hitze.

Inwieweit es sich um echten Marmor sowie verwandte ‚Abkömmlinge‘ handelt, wird von Land zu Land unterschiedlich beurteilt. In Deutschland beispielsweise muss das zur Diskussion stehende Material einen Dolomit-, Calcit und/oder Aragonit-Anteil von mindestens 50 Prozent aufweisen, um als Marmor anerkannt zu werden. Die Vielfalt an potentiellen Ausgangsmaterialien und letztendlichen Zusammenstellungen ist der Ursprung der Einzigartigkeit eines jeden Marmors, sei es nun mit Blick auf das Dekor und/oder die Eigenschaften.

Einsatzmöglichkeiten: Marmor als Blickfang im Innen- und Außenbereich

Marmor als Bodenbelag eignet sich je nach Variante und damit einhergehenden Charakteristika sowohl für die Innenräume als auch für die Gestaltung auf Balkon und Terrasse. Für den zuletzt genannten Einsatzort sollte auf eine größtmögliche Frostbeständigkeit und Widerstandsfähigkeit der jeweiligen Marmorsorte geachtet werden.

In Bezug auf die nahezu unbegrenzten Möglichkeiten, die Marmor als Material beim Hausbau mit sich bringt, empfehlen wir euch eine eingehendere Beschäftigung mit der vielseitigen Nutzung des edlen Stoffes im Mittelmeerraum. Der Marmorboden erfreut sich hier nicht nur aufgrund seines originellen Designs, sondern auch aufgrund seiner kühlenden Eigenschaften an großer Beliebtheit. Darüber hinaus schmückt das Edelmaterial unter anderem Waschbecken, Kamine und eben auch Treppen und Böden.

Dass sich diese nicht unbedingt in häufig frequentierten Räumen wie Küche und Bad befinden sollten, ist ein Hinweis, der sich vor allem auf unbehandelte Böden und andere Beläge und Objekte aus Marmor bezieht. Schließlich zählt die hohe Empfindlichkeit gegenüber Säure zu einem der großen Nachteile des edlen Materials.

Möchtet ihr in Küche, Bad und Eingangsbereich nicht auf Marmor als Bodenbelag verzichten, so ist folglich zu einer entsprechenden, vor Flecken schützenden Vorbehandlung zu raten. Nur so können klassische Reinigungsmittel, die Essig oder Zitronensäure enthalten, keinen Schaden anrichten.

Die Nachteile von Marmor als Bodenbelag

Auf die große Säureempfindlichkeit von Marmor sind wir bereits eingegangen. Die gute Nachricht lautet jedoch, dass es Marmorsorten gibt, die strapazierfähiger sind als andere. Eine umfangreiche Beratung durch Experten in der Branche vor einer endgültigen Entscheidung empfiehlt sich folglich in jedem Fall.

Dass ein Marmorboden seinen Preis hat, ist angesichts der aufgeführten exklusiven Qualität wenig verwunderlich. Dass sich eine Investition in dieses edle Material jedoch mit Blick auf eine deutliche Maximierung der Wohnqualität und bei guter Pflege lange Lebensdauer bezahlt macht, erklärt sich von selbst. Bei besonders starker Beanspruchung, die ein Nachpolieren durch den Spezialisten notwendig macht, ist allerdings mit weiteren Unkosten zu rechnen.

Marmor verlegen: die wichtigsten Tipps & Tricks auf einen Blick

Dass selbst das edelste Material an Wirkung einbüßt, wenn es beim Verlegen zu Mängeln kommt, dürfte einleuchten. Entsprechend solltet ihr euch vor der eigentlichen Anbringung des Marmorbodens über einige essentielle Aspekte im Klaren sein. Eine Restfeuchtemessung durch den Fachmann beispielsweise stellt sicher, dass es nicht aufgrund eines feuchten Untergrundes zu Pannen kommt.

Entscheidet ihr euch für Fliesen aus Marmor als Bodenbelag, so solltet ihr mindestens zehn Prozent mehr Material als eingeplant beschaffen, um im Bedarfsfall beim Zuschneiden mehr Spielraum zu haben.

Achtet darauf, dass das notwendige Verlegezubehör, darunter Fugenmörtel, spezieller Natursteinkleber, Naturssteinsilikon und vieles mehr, in greifbarer Nähe ist. Entspricht der Boden nicht eurer Vorstellung von Ebenmäßigkeit, so schafft der Einsatz einer sogenannten Bodenausgleichmasse in der Regel schnell Abhilfe.

Vor dem eigentlichen Verlegen solltet ihr unbedingt Randdämmstreifen an der Wand anbringen und auf diese Weise eine künstliche Barriere zwischen Wand und Kleber schaffen. Im Anschluss folgt ein sorgfältiges Grundieren des Bodens, um eine optimale Haftung des Natursteinklebers am Untergrund sicherzustellen. Tragt diesen nun sowohl auf die Fliesenrückseite als auch auf den Untergrund auf.

Diese sogenannte „Buttering-Floating-Technik“ gilt als Garant für eine hundertprozentige Haftung ohne jegliche Hohlräume. In puncto Zeitfaktor solltet ihr berücksichtigen, dass die Trockenzeit für den Kleber mindestens 48 Stunden beträgt. Erst nach Ablauf dieser Phase könnt ihr mit dem Verfugen beginnen.

Seid euch vor dem eigentlichen Verlegen über jeden einzelnen der hier aufgeführten sowie der folgenden, notwendigen Schritte bewusst, sodass ihr die Informationen letztendlich zügig und sicher umsetzen könnt.

Gewusst wie: Marmorboden pflegen leicht gemacht

Entgegen aller Mythen und Legenden, die um die Reinigung und Pflege von Marmorböden ranken, erweisen sich diese keinesfalls als Kunst für sich. Vielmehr ist die andere Seite der Medaille, die mit der erwähnten Sensibilität gegenüber Säure einhergeht, ein drastisch vereinfachter Reinigungsvorgang.

Kurz: An euren Marmor solltet ihr nur Wasser, weiche Tücher und milde Putzmittel ‚heranlassen‘. Oder konkreter: Kleinere Flecken und Staub lassen sich mühelos mit etwas warmem Wasser beseitigen.

Fürs Abtrocknen kommen ausschließlich weiche Lappen in Frage, da härtere Materialien rasch in Kratzspuren resultieren können. Für stärkeren Schmutz wiederum empfiehlt sich die Kombination aus warmem Wasser und mildem Geschirrspülmittel.

Wir raten zu einer trockenen Reinigung von Marmor, da es sonst rasch zu Kalkablagerungen und einem insgesamt stumpfen Look des edlen Materials kommt. Verhindern lässt sich dies jedoch auch, wenn ihr grundsätzlich nur wenig Wasser verwendet und den Boden im Anschluss mit einem trockenen Tuch gründlich abtrocknet.

Einem bereits stumpf gewordenen Marmorboden könnt ihr ganz einfach zu neuem Glanz verhelfen, wenn ihr die Oberfläche mit etwas Öl wie beispielsweise Sonnenblumenöl und einem weichen Tuch abwischt.

Sollte euch noch etwas zur optimalen Pflege oder einem anderen Aspekt rund um den Marmorboden im eigenen Haus einfallen, dann freuen wir uns wie immer, wenn ihr einen Kommentar hinterlasst. Natürlich gilt dies auch für eventuelle Erfahrungen, Fragen und Anregungen.

Bildquelle: totravelandbeyond | pixabay.de

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