Auch wenn in unseren Breitengraden nicht jeden Tag die Sonne scheint, ist ein effektiver Sonnenschutz auf dem Balkon und der Terrasse nahezu unverzichtbar. Vor allem Markisen erfreuen sich in diesem Zusammenhang großer Beliebtheit, da sie großflächig Schatten spenden und zusätzlich vor den neugierigen Blicken der Nachbarn schützen.

Neben dem Balkon und dem Garten sind Markisen auch im Bereich des Wintergartens äußerst beliebt. Der Handel bietet diesen Sonnenschutz in zwei Varianten an: festmontiert oder freistehend. Erstere können Sie unter anderem an der Decke, am Dachsparren oder an der Hausfassade anbringen. Alternativ bietet sich auch eine Mauer an, wenn sie über die benötigte Stabilität verfügt.

Freistehende Markisen können nahezu überall auf dem Grundstück – insbesondere im Gartenbereich – eingesetzt werden. Diese Variante benötigt zur Befestigung weder Wand noch Dach, sondern wird mithilfe von freistehenden Tragkonstruktionen errichtet. Damit sie bei aufkommendem Wind keinen Schaden nimmt oder gar „davon fliegt“, wird sie für gewöhnlich in einem Fundament fest verankert.

Welche Arten von Markisen gibt es?

Die Fallarmmarkise verdankt ihren Namen zwei Armen, welche beim Ausfahren herabfallen. In der Regel lässt sich dieser Markisentyp in einem Winkel von bis zu 180 Grad nach unten schwenken, sodass er fast wie ein Rollo genutzt werden kann. Angetrieben wird diese Markise mithilfe eines Motors oder einer Kurbel und kommt vor allem als Sonnen- und Sichtschutz im Fensterbereich zum Einsatz.

Die Seitenmarkise eignet sich insbesondere auf Terrassen und Balkonen als moderner Wind-, Sonnen- und Sichtschutz. Sie wird häufig am Boden und an der Gebäudefassade montiert. Somit lässt sie sich bei Bedarf schnell und bequem ausziehen.

Wie es die Bezeichnung bereits vermuten lässt, besitzt die Gelenkmarkise Gelenke – um genau zu sein, zwei an der Zahl. Diese sind mit einer Tuchwelle und Federn verbunden, sodass das Markisentuch ein- und ausgefahren werden kann.

Während moderne Fabrikate mittels eines Motors angetrieben werden, besitzen die „klassischen“ Modelle eine Kurbel für den Handbetrieb. Befestigt wird dieser Sonnenschutz am Mauerwerk oder an einem Balken. Alternativ ist ebenso die Verwendung einer Unterkonstruktion möglich.

Die Vertikalmarkise – auch unter dem Namen Senkrechtmarkise bekannt – stellt eine Sonderform dar. Sie wird ähnlich wie ein Rollladen über einer Fensterfront angebracht und dient hier in erster Linie als zuverlässiger Sicht- und Sonnenschutz. Dank der effektiven Absorption der Sonneneinstrahlung erhitzen sich die Räumlichkeiten nicht, sondern behalten ihre konstante Raumtemperatur bei.

Die Kassettenmarkise ist eine Unterart der Gelenkmarkise. Sie bietet vor allem eine Besonderheit: Sowohl das Tuch als auch der Antrieb werden im eingefahrenen Zustand durch eine Metallkassette geschützt. Obwohl die Anschaffungskosten im Vergleich zu anderen Modellen recht hoch sind, ist der Preis dennoch gerechtfertigt, da dieses Produkt mit einer höheren Robustheit und Langlebigkeit punktet.

Die Vorteile der Markise auf einen Blick

Der größte Nutzen einer Markise liegt sicherlich darin, dass sie vor allem in den heißen Sommermonaten kühlen Schatten spendet und die unerträgliche Hitze ein wenig fernhält. Zudem bietet sie eine große, sonnengeschützte Fläche, sodass mehrere Menschen hier Platz finden.

Da die verarbeiteten Stoffe aus wetterfesten Materialien bestehen, bleiben Familie und Gäste selbst bei einem kräftigen Regenguss unter der Markise trocken. Zudem beugt dieser Sonnenschutz einem starken Ausbleichen des Mobiliars auf Balkon und Terrasse vor, da die Sonneneinstrahlung nicht mehr ungehindert auf die Möbeloberfläche trifft.

Neben all den praktischen Vorzügen haben Markisen auch einen dekorativen Charakter, welcher das Erscheinungsbild Ihres Eigenheimes aufwertet. Im Handel finden Sie verschiedene Markisenarten, die in einem breiten Farbspektrum angeboten werden.

Somit ist die Chance groß, dass Sie beim Kauf genau das Fabrikat finden, welches sowohl zu Ihren Vorstellungen als auch baulichen Gegebenheiten passt. Dank technischem Fortschritt funktionieren zahlreiche Markisen in der heutigen Zeit mit Elektromotor, sodass Sie Ihren Sonnenschutz bequem per Knopfdruck ein- und ausfahren können.

Die Markise bringt auch Nachteile mit sich

Bei der Standortwahl dieses Sonnenschutzes sollten Sie darauf achten, dass es sich um einen eher windgeschützten Bereich Ihres Balkons beziehungsweise Ihrer Terrasse handelt. Ansonsten wäre sie im Falle eines Unwetters den Elementen „schutzlos ausgeliefert“.

Bei aufkommendem Wind, der sich allmählich in heftige Böen steigert, könnte Ihre Markise im schlimmsten Fall aus der Verankerung gerissen werden – da hilft auch die beste Verarbeitung nichts. Je nach Schaden würden hohe Reparaturkosten auf Sie zukommen, die es in erster Linie zu vermeiden gilt. Deshalb sollten Sie bei einem aufziehenden Unwetter stets die Markise einfahren, um sie vor kleineren und größeren Schäden zu schützen.

Ein weiterer Nachteil ist, dass sie bei einem Regenguss im ausgefahrenen Zustand nass wird. Wer nun eilig den Sonnenschutz einfahren möchte, sollte dem Impuls auf jeden Fall widerstehen. Denn durch das enge Aufwickeln des nassen Stoffes könnten sich Schimmel oder Stockflecken im Gewebe bilden.

Besser ist es, sie vor dem Einfahren gut trocknen zu lassen. Ein weiterer Nachteil der Markise ist ihre nicht vorhandene Flexibilität. Im Gegensatz zu einem großen Sonnenschirm können Sie diese nicht einfach von einem Ort zum anderen transportieren. Einmal an einem Platz Ihrer Wahl angebracht, leistet sie nur hier angenehmen Schatten.

Worauf Sie beim Kauf einer Markise achten müssen

Beim Erwerb einer Markise sollten Sie in erster Linie auf Qualität setzen. Bei Billigangeboten ist Vorsicht geboten, da hier die Hersteller oftmals am falschen Ende sparen. Die geringwertige Güte der Materialien sowie die schlechte Verarbeitung sind nur zwei Beispiele, die in diesem Zusammenhang zu nennen sind.

Diese Mängel kosten nicht nur beim Anbau unzählige Nerven, sondern erhöhen auch schnell das Unfallrisiko. Deshalb ist es ratsam, beim Kauf unbedingt auf hochwertige Materialien und das CE-Prüfzeichen zu achten. Je größer die Fläche Ihrer Markise sein soll, desto wichtiger werden diese Punkte.

Ebenso ist die Angabe der entsprechenden Windklasse von entscheidender Bedeutung. Diese gibt darüber Auskunft, für welche Windklasse der Sonnenschutz geprüft wurde.

Wenn Sie Ihre Markise nicht nur als Schattenspender nutzen möchten, sondern sie auch bei Regen, Schnee und Wind einsetzen wollen, empfiehlt sich mindestens die Windklasse 2. Die Einstufung bedeutet, dass die Markise bis maximal Windstärke 5 ausgefahren bleiben darf. Diese ist erreicht, wenn eine frische Brise weht und kleine Laubbäume zu schwanken beginnen. Küstenbewohner können darüber hinaus das Bilden von Schaumkronen auf dem Gewässer beobachten.

Markisen im unteren Preissegment verfügen häufig nur über eine Windklassifizierung von 1 oder gar 0. Diese Windfestigkeit ist mit der eines Sonnenschirmes vergleichbar und bietet bei aufkommendem Wind nicht wirklich Schutz und Sicherheit. Weiterhin ist es empfehlenswert, eine Markise zu kaufen, deren Armgelenke gesenkgeschmiedet sind.

Die hierfür verwendeten Einzelteile bestehen meist aus Leichtmetall, die mithilfe eines speziellen Schmiedeverfahrens in die jeweilige Form gebracht werden. Im Gegensatz zu anderen Produkten sind die verwendeten Kleinteile häufig teurer, punkten aber mit einer hohen Belastbarkeit und Festigkeit bei geringem Gewicht.

Vermeintlich günstige Markisen sind häufig aus Druckgussteilen gefertigt. Sie haben den Nachteil, dass sie mitunter schon bei geringen Lasten zusammenbrechen. Darüber hinaus stellen die Beschaffenheit und Verarbeitung der Wandhalterung sowie des Stoffes entscheidende Qualitätsmerkmale dar.

Welche Alternativen gibt es?

Neben einer Markise erfreuen sich auch folgende Beschattungssysteme bei Eigenheimbesitzern großer Beliebtheit:

  • eine Pergola
  • ein großflächiges Sonnensegel
  • eine Glasüberdachung im Terrassenbereich
  • eine Holzkonstruktion mit Plisseestoff
  • Sonnenschirme (für kleinere Flächen)
  • natürliche Schattenspender in Form von hohen Bäumen oder bestimmten
  • Bepflanzungen

Egal, für welche Option Sie sich auch entscheiden. Wenn Sie sich in den warmen Sommermonaten häufig auf dem Balkon oder der Terrasse aufhalten, dann sollten Sie auf einen hochwertigen Sonnenschutz nicht verzichten. Eine Markise eignet sich hierfür ideal, da sie effektiv vor starker Sonneneinstrahlung schützt und sogar als Regenschutz genutzt werden kann.

Bildquelle: Adam Birkett | Unsplash

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