Innenausbau mit Holz: Seit Jahrhunderten bewährt und begehrt

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Ein professionell durchgeführter Innenausbau mit Holz bietet Bauherren zahlreiche Vorteile: Durch Deckenverkleidungen, Holzböden oder Wandtäfelungen erhalten Räume nicht nur mehr Charme und Wohnqualität, auch ihr Wert steigt, was sich im Falle eines Verkaufs schnell bemerkbar macht.

Holz ist eines der beliebtesten Baumaterialien weltweit. Das Bauen mit Holz hat Jahrtausende Tradition, denn der nachwachsende Rohstoff ist fast überall verfügbar und gut zu verarbeiten. Er fühlt sich angenehm an, hat klimatisch günstige Eigenschaften und ist extrem langlebig.

Auch der Innenausbau mit Holz lässt viel Freiraum für Kreativität und persönliche Entfaltung. Holz in Innenräumen wird traditionell für Wände, Fußböden, Decken und Möbel verwendet. Auch Fenster, Türen und Treppen aus Holz sind beliebt, strapazierfähig und nachhaltig.

Selbst wenn heute viele Alternativen zur Auswahl stehen, bevorzugen immer mehr Menschen aus gutem Grund Holz. Es strahlt Wärme aus und wirkt natürlich und positiv auf die Gemütsverfassung der Bewohner. Grundsätzlich sollte es schadstofffreies Holz sein, schließlich möchte niemand in seinem Haus mit kritischen Stoffen konfrontiert werden.

Holz kann Wärme sehr gut speichern, wirkt feuchtigkeitsregulierend und erzeugt ein gesundes Raumklima. Sofern es ökologisch zertifiziert ist und aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammt, tut ihr mit seinem Kauf auch der Umwelt einen Gefallen.

Holzböden: unangefochtene Favoriten unter den Bodenbelägen

Natürliche, auf Schadstoffe geprüfte Parkettböden bieten Laufkomfort, der mit anderen Bodenbelägen kaum zu vergleichen ist. Holzböden, die mit lösungsmittelfreien Lacken und Ölen behandelt wurden, sind umweltverträglich, fußwarm und voller Atmosphäre.

Als hochwertige Naturprodukte schenken sie Wärme, Behaglichkeit und schonen sogar die Gelenke, denn sie federn ein wenig nach. Auch Allergiker profitieren von diesen natürlichen Bodenbelägen, die gleichzeitig antibakteriell und antistatisch wirken.

Böden aus geprüften Hölzern werden für sämtliche Räume empfohlen. Ihr könnt sie problemlos mit einer Fußbodenheizung kombinieren. Holzböden sind leicht zu pflegen und für Allergiker perfekt. Im Gegensatz zu Teppichen gibt es keinen Flor, in dem sich Staub und Schmutz verfängt.

Innenausbau mit Holz: Altholz-Bodenbeläge liegen im Trend

Bodenbeläge aus recycelten Hölzern haben einen eigenen, unverwechselbaren Charakter. Das Holz stammt meist aus alten Fabriken, Ställen oder Brücken und erzählt seine eigene Geschichte. Es sind gerade die Gebrauchsspuren, die es so einzigartig machen.

Altholzböden sind sehr umweltfreundlich, erfreuen sich aber auch durch ihre Einzigartigkeit größter Beliebtheit. Mit Altholz könnt ihr wunderbare Kombinationen schaffen und ein eindrucksvolles Ambiente erzeugen, um das euch viele beneiden werden.

Moderne Altholz-Bodenbeläge sind Kombinationen aus einer Sperrholz-Trägerschicht und einer Altholz-Oberfläche. Der Aufbau in mehreren Schichten macht sie sehr formstabil, sodass sie auch mit einer Fußbodenheizung nutzbar sind. So könnt ihr euch viele Jahre an ihrem schönen Anblick erfreuen.

Innenausbau mit Holz: Welche Räume bieten sich hierfür an?

Letztendlich entscheidet der persönliche Geschmack, welcher Raum eine Holzdecke oder Wandpaneele aus Holz bekommen soll. Wohnzimmer, Esszimmer, Schlaf- und Arbeitszimmer sind hierfür genauso geeignet wie Gäste- oder Arbeitszimmer.

Ein Kinderzimmer wird mit Holz gemütlich und kuschelig. Der Raum sollte aber nicht zu klein sein, denn viel Holz kann erdrückend wirkend. Doch selbst der schmale Flur erscheint mit weiß gestrichenen Holzpaneelen luftig und skandinavisch-sommerlich.

Räume auf der Südseite des Hauses können ebenso Holzverkleidungen erhalten wie auf der Nordseite, doch sollten sie vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt werden. Auf der Nord- oder Ostseite kann man hinter den Holzkanälen geschickt Wärmedämmmaterial anbringen.

Wandverkleidungen aus Holz: charmant wie ein Schweizer Chalet

Aufgrund seines hohen Wohnwertes liegt Holz ungebrochen im Trend und erlaubt ungeahnte Gestaltungsmöglichkeiten. Hölzerne Wandverkleidungen sind zeitlos schön.

Egal, ob es sich um eine Akzentwand oder den gesamten Raum handelt, sie verwandeln die Atmosphäre entscheidend. Ob luxuriös, vintage, puristisch-modern oder rustikal, die Möglichkeiten sind vielfältig. Farben und Designs lassen sich an jeden individuellen Geschmack anpassen.

Auch die halbhohe Wandverkleidung ist wieder sehr gefragt. Vielleicht wollt ihr den Raum mit unterschiedlichen Holzarten gestalten und mit Kontrasten spielen, zum Beispiel dunkel gebeizte Türen und einen hellen Holzboden kombinieren?

Bei einer Wandverkleidung aus Holz können auch einzelne Latten so angeordnet werden, dass sich ein attraktives grafisches Muster ergibt.

Holzküchen: Mehr Stil geht nicht

Die Küche ist der Familientreffpunkt schlechthin. Sie ist ein Wohnraum, dessen einladende Behaglichkeit durch Holz unterstrichen wird. Holzelemente können sehr leicht mit Kunststoffelementen harmonisch verbunden werden.

Während das Innenleben aus furniertem Sperrholz ist, beeindrucken die Fronten durch ihre natürliche Maserung in eurem Lieblingsholz. Mit zertifizierten Hölzern gestaltet ihr diesen Lebensraum ökologisch und sorgt bereits für die nächste Generation vor.

Woran erkennt ihr eine Massivholzküche?

Ob eine Küche aus Massivholz ist, wird durch die DIN 68871 festgelegt. Bei dieser Küchenvariante müssen sämtliche Elemente, ausgenommen Schubladenböden und Rückwände, aus einer Holzart sein.

Bei ihrer Herstellung verleimt der Schreiner mehrere Holzstücke in Schichten miteinander, so dass das Holz insgesamt weniger stark arbeitet und Feuchtigkeit sowie Temperaturschwankungen kaum oder keine Folgen haben.

Es muss nicht unbedingt eine Maßküche vom Schreiner sein. Auch große Möbelhäuser bieten mittlerweile Naturholzküchen in attraktiver Auswahl an.

Holzdecken: grenzenlose Möglichkeiten für zeitgemäßen Innenausbau

Holzelemente an Decken und Wänden sind echte Hingucker und zaubern stilechte Räume nach traditionellem oder zeitgenössischem Vorbild. Unter einer Holzdecke lässt sich leicht Dämmmaterial befestigen und ein älteres Gebäude energetisch auf den neuesten Stand bringen.

Holzdecken müssen nicht schwer und drückend wirken. Moderne Varianten erinnern nicht im Entferntesten an die massiven Decken des viktorianischen Zeitalters oder anderer vergangener Epochen. Sie sind stilvoll, vermischen geschickt Tradition und Zeitgeist und ergeben mit Boden und Wandgestaltung ein harmonisches Gesamtbild.

Ein heller Anstrich lässt den Raum luftig und offen wirken, doch auch gemütliche Holzdecken im Naturton haben ihre Berechtigung. Das Naturmaterial bietet sich vor allem für klare, schnörkellose Einrichtungsideen an.

Besonders schick erscheinen Naturhölzer, wenn der gesamte Raum puristisch gestaltet wird. Ein offener Kamin rundet das traditionelle Erscheinungsbild ab.

Verführerisch wirken weiß gestrichene Holzdecken in Räumen, die im beliebten Landhausstil eingerichtet sind. Holzdecken im Country-Style verwandeln auch den konventionellen Look in eine frische Umgebung voller Leichtigkeit.

Inneinrichtung aus Holz: ein Muss für kombinierfreudige Einrichter

Auch wenn Holz ein Baumaterial mit Tradition ist, kann man Neubauten damit auch extravagant gestalten. In der zeitgemäßen Architektur verwendet man Holz besonders gerne, um einen warmen Kontrast zu kühlen Materialien wie Marmor, Glas, Beton und Metall herzustellen.

Diese Einrichtungen sind trotz aller Kontraste sehr gemütlich, denn es kommt auf den richtigen Anteil jedes Werkstoffs an. Auch er hat großen Einfluss auf die Raumakustik.

Holz und Raumakustik: ein Thema für Detailverliebte

Kein anderer Werkstoff bringt Ästhetik und akustische Anforderungen so in Einklang wie Holz. Ob Kindergarten oder Konzertsaal, Holz absorbiert Schall auf hervorragende Weise.

In Konzertsälen kommt es vor allem auf die Reflektion von Schall an. Auch dafür ist eine Wandverkleidung aus Holz ideal. Reflexion und Absorption hängen von der Oberfläche und der Form des Raumes ab. Eine geschlossene Oberfläche sorgt für längeren Nachklang, eine gekrümmte und strukturierte Oberfläche streut den Schall diffus im Raum.

Die richtige Kombination von absorbierenden und streuenden Flächen erzeugt die gewünschte Raumakustik, was bereits bei der Planung berücksichtigt werden muss.

Brandschutz: Auf aktuelle Bestimmungen achten

Aufgrund ihrer warmen Ausstrahlung benutzen Architekten immer häufiger Holzoberflächen. Daher spielt auch für Tischler und Innenausbauer das Thema Brandschutz eine große Rolle.

Die Landesbauordnung gibt die Brandschutzbestimmungen für das Bauen mit Holz vor. Insbesondere öffentliche Bereiche wie Eingangsbereiche von Banken, Foyers in Kultureinrichtungen oder Flughäfen unterliegen Bauaufsichtsvorschriften und Anforderungen an die Nichtbrennbarkeit bestimmter Materialien. Zu beachten sind hier die Regelwerke des deutschen Baurechts (Landesbauordnung, Hochhausrichtlinie, Musterbauordnung und Versammlungsstätten-Verordnung).

Im privaten Bereich seid ihr als Eigentümer selbst für die Sicherheit in seinen heimischen vier Wänden verantwortlich und müsst entsprechend gekennzeichnetes Material (mit bauaufsichtlichem Prüfzeugnis oder mit allgemeiner bauaufsichtlicher Zulassung) auswählen. Hier gelten entweder die DIN EN 13501 oder DIN 4102.

Die richtige Pflege von Hölzern

Naturprodukte benötigen Pflege, damit sie ihre schöne Optik viele Jahre behalten. Dennoch ist die Pflege von Holz nicht aufwändig. Es sollten nur die richtigen Pflegemittel verwendet werden.

Massivholzmöbel sind robust und daher relativ pflegeleicht. Ihr müsst sie nur regelmäßig abstauben und ab und zu mit einem mäßig feuchten Fensterleder abwischen.

Da Holz nachdunkelt, sollte es gleichmäßigem Lichteinfall ausgesetzt sein. Sonst kann es passieren, dass einzelne Stellen heller werden als andere. Auch Vasen und ähnliche Gegenstände dürfen nicht zu lange auf einer Stelle stehen.

Besonders strapazierfähig sind lackierte Oberflächen. Sie werden einfach feucht abgewischt und anschließend trocken gerieben. Polituren und Sprays sind überflüssig. Sie würden nur den Lack beschädigen und das Holz anfälliger machen.

Auch leicht verschmutzte, geölte Oberflächen können mit einem feuchten Tuch gereinigt werden. Stark beanspruchte Flächen sollten jedoch alle sechs bis acht Wochen mit Naturharzöl eingerieben und nachpoliert werden.

Starke Verschmutzungen können unter anderem mit einem Fleckenspray behandelt werden. Manchmal lohnt es sich auch, die Stelle vorsichtig mit feinem Schmirgelpapier abzuschleifen. Danach entfernt ihr den Holzstaub und ölt die Stelle ein. Hat zum Beispiel die Kommode eine tiefe Schramme abbekommen, lohnt sich der Einsatz von Holzkitt oder Möbelwachs.

Fakt ist… Holz ist faszinierend vielseitig und modern. Es weckt die Kreativität und macht Lust aufs Experimentieren. Zusammen mit den richtigen Herstellern könnt ihr ökologische, wohngesunde Traumprojekte verwirklichen, die euch auch noch in vielen Jahrzehnten gefallen.

Bildquelle: midascode | Pixabay

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