Inhalt
- Warum die richtige Grundstückswahl über euren Hausbau entscheidet
- 1. Lage und Infrastruktur – mehr als nur „schön wohnen“
- 2. Bebauungsplan prüfen – passt euer Haus überhaupt?
- 3. Ausrichtung – Sonne, Energie und Wohnqualität
- 4. Erschließungskosten – oft unterschätzt
- 5. Bodenbeschaffenheit – ohne Baugrundgutachten geht nichts
- 6. Hanglage – schön, aber kostenintensiv
- 7. Grundwasser – wichtig beim Kellerbau
- 8. Baulasten prüfen – nicht im Grundbuch zu finden
- 9. Bodenrichtwert und Marktpreis vergleichen
- 10. Altlasten und Klimarisiken berücksichtigen
- Grundstück kaufen mit Weitblick
Ein Grundstück zu kaufen ist der erste große Schritt auf dem Weg zu eurem Traumhaus. Doch nicht jedes Baugrundstück eignet sich automatisch für eure Pläne. Damit ihr keine teuren Fehler macht, zeigen wir euch die zehn wichtigsten Punkte, die ihr vor dem Kauf unbedingt prüfen solltet.
Warum die richtige Grundstückswahl über euren Hausbau entscheidet
Ein Grundstück zu kaufen ist eine der wichtigsten Entscheidungen beim Hausbau. Die richtige Grundstückswahl beeinflusst nicht nur eure Lebensqualität, sondern auch die Baukosten, Genehmigungen und die langfristige Wertentwicklung eures Hauses.
Wer ein Baugrundstück findet, sollte daher nicht nur auf Preis und Größe achten, sondern das Grundstück sorgfältig prüfen.
Bevor ihr den Kaufvertrag unterschreibt, solltet ihr klären:
- Ist das Grundstück überhaupt bebaubar?
- Passt euer Wunschhaus zum Bebauungsplan?
- Welche Erschließungskosten kommen auf euch zu?
- Gibt es Baulasten, Altlasten oder Risiken durch Hochwasser?
Damit ihr beim Grundstück kaufen bestens vorbereitet seid, zeigen wir euch die zehn wichtigsten Kriterien.
1. Lage und Infrastruktur – mehr als nur „schön wohnen“
Wenn ihr ein Grundstück kaufen möchtet, entscheidet die Lage nicht nur über euren Alltag, sondern auch über den langfristigen Wert eures Baugrundstücks. Eine gute Infrastruktur steigert eure Lebensqualität und macht die Immobilie später attraktiver für einen möglichen Wiederverkauf.
Achtet auf die Nähe zu Arbeitsplatz, Schulen, Einkaufsmöglichkeiten und Ärzten. Prüft außerdem die Verkehrsanbindung und mögliche zukünftige Bauprojekte in der Umgebung. Informiert euch, ob sich das Grundstück in einem Hochwasser- oder Risikogebiet befindet oder ob eine Nachverdichtung geplant ist.
Besichtigt das Grundstück zu unterschiedlichen Tageszeiten, um Lärmquellen, Verkehrsaufkommen und Lichtverhältnisse realistisch einzuschätzen. Eine gute Lage macht ein Baugrundstück langfristig wertstabil und sorgt dafür, dass ihr euch dauerhaft wohlfühlt.
2. Bebauungsplan prüfen – passt euer Haus überhaupt?
Bevor ihr euch für ein Baugrundstück entscheidet, solltet ihr unbedingt den Bebauungsplan prüfen. Er legt fest, wie und in welchem Umfang gebaut werden darf.
Der Bebauungsplan regelt unter anderem die Anzahl der Geschosse, Dachform, Dachneigung, Baugrenzen, Grundflächenzahl sowie Vorgaben zu Garagen und Stellplätzen. Gibt es keinen Bebauungsplan, gilt § 34 BauGB – dann muss sich euer Haus in die bestehende Nachbarschaft einfügen.
Stellt sicher, dass euer Wunschhaus mit den Vorgaben vereinbar ist. Lasst euch im Kaufvertrag ein Rücktrittsrecht sichern, falls das Bauvorhaben nicht genehmigt wird.
3. Ausrichtung – Sonne, Energie und Wohnqualität
Die Ausrichtung des Grundstücks beeinflusst eure spätere Wohnqualität erheblich. Gerade beim Grundstück kaufen lohnt sich ein Blick auf den Sonnenverlauf.
Eine südliche oder südwestliche Ausrichtung bringt Vorteile für die Nutzung von Photovoltaik, für helle Wohnräume und für eine sonnige Terrasse. Gleichzeitig könnt ihr durch eine gute Planung Energiekosten senken und die Energieeffizienz eures Hauses verbessern.
Beobachtet das Baugrundstück zu verschiedenen Tageszeiten, um Schattenwurf durch Bäume oder Nachbarhäuser zu erkennen. Die richtige Ausrichtung sorgt langfristig für mehr Komfort und geringere Energiekosten.
➥ Weitere Infos über die richtige Hausausrichtung
4. Erschließungskosten – oft unterschätzt
Viele Bauherren unterschätzen beim Grundstück kaufen die zusätzlichen Erschließungskosten. Diese können das Budget deutlich erhöhen.
Zur Erschließung gehören Anschlüsse für Strom, Wasser, Abwasser, Telekommunikation und Glasfaser sowie Straßen- und Gehwegbau. Ist das Grundstück noch nicht vollständig erschlossen, können schnell mehrere zehntausend Euro anfallen.
Fragt bei der Gemeinde nach, ob das Baugrundstück vollständig erschlossen ist und ob noch offene Beiträge ausstehen. So verhindert ihr unangenehme Überraschungen nach dem Kauf.
➥ Welche Erschließungskosten kommen auf euch zu?
5. Bodenbeschaffenheit – ohne Baugrundgutachten geht nichts
Die Bodenbeschaffenheit entscheidet maßgeblich über die Baukosten und die Statik eures Hauses. Deshalb solltet ihr beim Grundstück kaufen niemals auf ein Baugrundgutachten verzichten.
Ein Baugrundgutachten gibt Auskunft über Tragfähigkeit, Grundwasserstand, Versickerungsfähigkeit und mögliche Altlasten. Besonders beim Kellerbau kann ein schlechter Baugrund erhebliche Mehrkosten verursachen.
Die Investition in ein Gutachten schafft Planungssicherheit und schützt euch vor späteren finanziellen Risiken. Prüft jedes Baugrundstück sorgfältig, bevor ihr euch bindet.
6. Hanglage – schön, aber kostenintensiv
Ein Hanggrundstück bietet oft eine beeindruckende Aussicht und architektonische Möglichkeiten. Allerdings bringt es meist höhere Baukosten mit sich.
Zusätzliche Erdarbeiten, Stützmauern, Drainagen und spezielle statische Anforderungen können das Budget deutlich belasten. Auch Hangwasser kann zusätzliche Maßnahmen erforderlich machen.
Überlegt daher genau, ob euch die Vorteile eines Hanggrundstücks den finanziellen Mehraufwand wert sind. Eine realistische Kostenkalkulation ist hier besonders wichtig.
➥ Herausforderungen beim Bauen am Hang
7. Grundwasser – wichtig beim Kellerbau
Der Grundwasserstand spielt vor allem dann eine Rolle, wenn ihr einen Keller plant. Beim Grundstück kaufen solltet ihr diesen Punkt unbedingt prüfen.
Ein hoher Grundwasserstand kann eine aufwendige Abdichtung oder eine sogenannte weiße Wanne erforderlich machen. Dadurch steigen die Baukosten schnell um mehrere Tausend Euro.
Informiert euch bei der zuständigen Behörde oder bei Nachbarn über mögliche Erfahrungen beim Bau. So könnt ihr das Risiko besser einschätzen und realistisch kalkulieren.
8. Baulasten prüfen – nicht im Grundbuch zu finden
Baulasten sind Verpflichtungen, die bestimmte Nutzungen oder Einschränkungen betreffen. Sie sind nicht im Grundbuch, sondern im Baulastenverzeichnis eingetragen.
Typische Beispiele sind Stellplatzbaulasten, Wegerechte oder Abstandsflächenregelungen. Solche Einträge können eure Bauplanung erheblich einschränken.
Lasst euch vor dem Grundstückskauf unbedingt einen Auszug aus dem Baulastenverzeichnis geben. Nur so wisst ihr, welche Verpflichtungen mit dem Baugrundstück verbunden sind.
9. Bodenrichtwert und Marktpreis vergleichen
Bevor ihr ein Grundstück kauft, solltet ihr den Angebotspreis mit dem Bodenrichtwert vergleichen. Dieser gibt euch eine Orientierung über den durchschnittlichen Quadratmeterpreis in der Region.
Über das BORIS-Portal eures Bundeslandes könnt ihr die Bodenrichtwerte online einsehen. Liegt der Angebotspreis deutlich darüber, solltet ihr die Gründe kritisch hinterfragen.
Ein realistischer Preis schützt euch vor Fehlentscheidungen und sorgt für eine solide Finanzierungsgrundlage. Vergleicht deshalb jedes Baugrundstück sorgfältig mit dem regionalen Markt.
10. Altlasten und Klimarisiken berücksichtigen
Beim Grundstück kaufen spielen Umwelt- und Klimarisiken eine immer größere Rolle. Überschwemmungen, Starkregen oder Altlasten können langfristig hohe Kosten verursachen.
Prüft, ob sich das Grundstück in einem Überschwemmungsgebiet befindet oder bekannte Altlasten vorliegen. Auch Hangrutschungen oder Versiegelungsprobleme sollten berücksichtigt werden.
Eine nachhaltige Grundstückswahl schützt euch vor späteren Überraschungen und sichert den langfristigen Wert eures Hauses.
Grundstück kaufen mit Weitblick
Ein Grundstück zu kaufen ist weit mehr als eine reine Preisentscheidung. Wer ein Baugrundstück sorgfältig prüft, spart langfristig Geld, Zeit und Nerven.
Nehmt euch ausreichend Zeit für die Grundstückswahl, informiert euch umfassend und holt euch bei Bedarf professionelle Unterstützung. So schafft ihr die beste Grundlage für euer Traumhaus.
Wenn ihr möchtet, erstelle ich euch als nächsten Schritt noch eine SEO-optimierte Meta-Description sowie eine strukturierte FAQ-Sektion für bessere Google-Rankings.
Bildquelle: Eric Lagergren | unsplash.com
2 Gedanken zu „Grundstück kaufen: 10 Dinge, die ihr vor dem Kauf unbedingt prüfen solltet“