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Eine Frage der Vernetzung – der Telefonanschluss beim Neubau

Auf den ersten Blick scheint der Telefonanschluss obligatorisch zum Neubau zu gehören. Doch Bauherren, welche auf diesen zurückgreifen möchten, müssen ihn in die Planungen integrieren. Wer den Anschluss zu lange außer Acht lässt, dem drohen bei einer Nachrüstung hohe Kosten. Wir blicken deshalb auf alle wichtigen Informationen rund um die Beantragung des Telefonanschlusses.

Rund um die Bauphase gibt es viele Termine und Fristen zu beachten, welche häufig einen großen Druck auf Bauherren ausüben. Vermeintliche Kleinigkeiten, zu denen auch der Telefonanschluss zählt, werden vor diesem Hintergrund leicht beiseite geschoben. Doch wann ist es überhaupt möglich, den Anschluss zu beantragen?

Netzbetreiber empfehlen generell, sich so früh wie nur möglich um die Einrichtung zu bemühen. Denn abhängig von den örtlichen Bedingungen kann ein längerer Zeitraum ins Land gehen, bis letztlich die Verbindung steht.

Für einen erfolgreichen Antrag sind jedoch zentrale Dokumente notwendig. Dazu zählt einerseits der Lageplan des Baugrundstücks, der bereits in der Bauplanmappe zu finden ist. Das Dokument des Vermessers kann im zuständigen Liegenschaftskatasteramt herausgesucht werden. Ebenso wichtig ist der gezeichnete Grundriss des Architekten. Erst aus diesem geht hervor, wo die einzelnen Hausanschlüsse geplant sind.

Die Dokumente können nach erstem telefonischem Kontakt an den Netzbetreiber übermittelt werden. Damit dieser über die Rechtmäßigkeit des Vorhabens informiert ist, muss zudem die ausgefüllte Grundstückseigentümererklärung beigelegt werden.

So beantragen Sie den Telefonanschluss beim Neubau

Per se ist der Antrag für einen Telefonanschluss an den Netzbetreiber zu richten. In Deutschland ist bis heute die Telekom für den größten Teil des Netzes verantwortlich. Kommt es zu Unsicherheiten bezüglich der Zuständigkeit, so hilft eine kurze Nachfrage bei der örtlichen Gemeinde weiter. Diese zeigt, welches Unternehmen letztlich in der Verantwortung steht.

Alle zentralen Fragen rund um den Antrag können vom zuständigen Netzbetreiber beantwortet werden. Hier ist es die Nummer der Bauherrenberatung, welche für den eigenen Sachverhalt zuständig ist.

Bei der schriftlichen Mitteilung ist es von Bedeutung, die persönlichen Wünsche nicht zurückzuhalten. Für einen reibungslosen Ablauf sorgt etwa die Angabe des Termins, ab dem der Anschluss verfügbar sein soll. Auch die Frage, ob die Leitung ober- oder unterirdisch verlegt werden soll, kann direkt in der schriftlichen Anfrage ausgeräumt werden.

Die Kosten des Telefonanschlusses

Die großen finanziellen Belastungen, mit denen die Bebauung eines Grundstücks verbunden ist, sind kein Geheimnis. Doch Bauherren bietet sich die Möglichkeit, die finanzielle Belastung, die durch den Telefonanschluss verursacht wird, bereits im Vorfeld zu kalkulieren.

Bei der Bemessung der Kosten spielen besonders die folgenden drei Fragen eine Rolle:

  • Ist der Anschluss auf einem unerschlossenen Grundstück erwünscht, dessen Neuerschließungskosten der Bauherr zu tragen hat?
  • Erfolgt die Verlegung des Anschlusses unterhalt von Pflastersteinen oder Beton?
  • Für wie viele Haushalte müssen Anschlüsse bereitgestellt werden?

Während unbefestigte Oberflächen bei der Verlegung des Kabels in der Spitze mit ungefähr 25 Euro pro Meter zu Buche schlagen, liegen die Kosten von befestigten Flächen bei bis zu 70 Euro pro Meter. Für ein normales Eigenheim auf einem bislang unbebauten Grundstück liegen die Gesamtkosten bei rund 600 bis 1.000 Euro.

Unser Tipp: Orientiert euch bei der finanziellen Planung an der Obergrenze, um sicher sein zu können, dass der gewählte Kreditrahmen für das Bauvorhaben ausreicht.

Mögliche Alternativen zum Telefonanschluss beim Neubau

In Anbetracht der finanziellen Belastung des Neubaus stellen sich Bauherren schnell die Frage, ob der klassische Telefonanschluss nun die einzige Alternative ist. Einerseits kann die Satellitenverbindung als weitere Option gelten, die für Telefonie und Internet verwendet werden kann.

Entscheidend für den Einsatz ist zunächst die Übertragungsgeschwindigkeit, welche starken regionalen Schwankungen unterworfen ist. Reicht die Surfgeschwindigkeit aus, so lassen sich die Installationskosten von bis zu 1.000 Euro zunächst umgehen. Dafür fallen jedoch die laufenden Belastungen etwas höher aus.

Wer den Blick etwas weiter in die Zukunft lenkt, kann sehr schnell einen Eindruck von der wachsenden Bedeutung des Telefonanschlusses gewinnen. Dies liegt nicht zuletzt an den Smarthomes, die mittlerweile fast schon zum Standard beim Neubau zählen.

Die wachsende Datenmenge, welche die Vernetzung des Alltags mit sich bringt, kann durch einen Glasfaser-Anschluss samt abgestimmter Flatrate deutlich leichter abgefangen werden, als über die Alternative des Mobilfunks. Wer heute die Kosten der Installation umgehen möchte, setzt sich damit dem Risiko aus, dieses Projekt nur in die Zukunft verschoben zu haben.

In Anbetracht der nun fertiggestellten Immobilie und den gepflasterten Wegen, unter denen die Leitungen verlaufen, lassen sich die gestiegenen Kosten leicht erahnen. Diese reichen nicht selten bis in den mittleren vierstelligen Bereich hinein.

Der Kontakt zum Techniker

Es liegt auf der Hand, dass die technischen Probleme des Telefonanschlusses nicht in eigener Regie gelöst werden können. Eine Terminvereinbarung mit dem Elektriker ist zunächst notwendig. Dieser führt die Kabel bis an den Verteiler heran. Von dort übernimmt dann der Techniker des jeweiligen Anbieters die letzten Arbeiten.

Während der Netzbetreiber die Koordination des Technikers nach dem schriftlichen Antrag in der Regel selbst übernimmt, müssen die anderen Arbeiten selbst koordiniert werden. Dies gilt auch für die Erdarbeiten, die bei einer unterirdischen Verlegung des Anschlusses anfallen.

Für die Erdarbeiten empfiehlt es sich, den Einsatz mit anderen Arbeitsschritten zu koordinieren. Dazu zählt in erster Linie die Verlegung von Strom und Gas.

Einerseits können Bauherren auf diese Weise einen reibungslosen Ablauf gewährleisten. Andererseits handelt es sich um eine klar kalkulierbare Frage der Kosten. Diese fallen spürbar geringer aus, wenn alle Leitungen gebündelt im Erdreich verschwinden und kein mehrmaliger Einsatz im Tiefbau notwendig ist.

Das richtige Timing für den Telefonanschluss

Entscheidend für das Timing der Arbeiten bleibt die Frage, ab wann der Telefonanschluss letztlich aktiv ist. Jeder Netzbetreiber verweist zunächst auf die individuellen Begebenheiten vor Ort, die bei der Klärung dieser Frage eine Rolle spielen.

Wer genügend Zeit einplanen möchte, um eine Unterversorgung mit großer Wahrscheinlichkeit ausschließen zu können, sollte mit einem Vorlauf von etwa 20 Wochen planen. Bis alle Dokumente für den Antrag beisammen sind, der Telefonanschluss beim Neubau genehmigt wurde und ein Techniker Zeit für die Arbeit vor Ort findet, können diese vier bis fünf Monate ins Land gehen.

Bildquelle: anniespratt | Unsplash

2 Gedanken zu „Eine Frage der Vernetzung – der Telefonanschluss beim Neubau“

  1. …noch wichtiger ist die „In House“ – Technik! Soll heißen, wo überall ein (Festnetz-) Anschluß gewünscht, bzw. erforderlich ist! Man kann zwar auch mit Funktelefonen arbeiten, aber in jedem Zimmer eine Anschlußdose mit Leerrohr bis zum HAR – Hausanschlußraum ist auf jeden Fall zukunftssicher!!!
    Auch für Intenet, Glasfaser,
    „FIBER TO HOME“, bzw. bis zum PC, etc.

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