Es ist eine der Fragen, mit der sich potenzielle Hausbauer am längsten aufhalten: Baue ich ein Fertighaus oder ein Massivhaus? Beide haben gewiss ihre Vorteile. Was allerdings pro Fertighaus spricht und wo Massivhäuser nicht mithalten können, verraten wir Ihnen in unserem heutigen Blogbeitrag.

Zwischen einem Fertighaus und einem Massivhaus gibt es klare Unterschiede, was allein an der Namensgebung beider Bauweisen deutlich zu erkennen ist. So wird beim Massivhaus mit massiven Bauteilen gebaut, also unter Verwendung robuster Materialien, wie zum Beispiel Porenbeton, Kalksandstein, Ziegelstein und Holz. Diese werden wiederum ganz traditionell Stein auf Stein zusammengesetzt, bis nach einigen Monaten das Endprodukt auf dem Grundstück steht.

Das Fertighaus hingegen kennzeichnet sich durch eine vorgefertigte Grundkonstruktion. Die großen Bauteile, die bereits in einer Fabrik(halle) entstanden sind, werden auf der Baustelle frei nach dem Baukastenprinzip montiert. Durch die vielfach erprobte Bauweise herrschen stets die gleichen Abläufe, sodass der Bauherr bereits nach kurzer Zeit ein schlüsselfertiges Haus zur Verfügung hat.

Pro Fertighaus: Die Vorteile des Hausbaus nach dem Baukastenprinzip

Es gibt eine Reihe an positiven Aspekten, die ein Fertighaus mit sich bringt und wo ein Massivhaus nur schwer bis gar nicht mithalten kann. So zum Beispiel, dass ein Fertighaus im Vorhinein als Musterhaus besichtigt werden kann. Das Endergebnis wird also nicht nur auf einem Plan oder als 3D-Modell konzipiert, sondern ist vor dem Bau begehbar und nach Ihren Wünschen individuell anpassbar.

Einer der größten Vorteile ist die Bauzeit, bei der Massivhäuser keineswegs mithalten können. Werden Massivhäuser meist erst nach acht bis neun Monaten fertiggestellt, so steht der Rohbau bereits nach wenigen Tagen. Die Gründe dafür liegen unter anderem an der schnellen Montierung der fertigen Bauteile und einer nicht notwendigen Trocknungsphase. Das Fertighaus ist daher ideal, wenn Sie nur eine bestimmte Zeitspanne für den Bau zur Verfügung haben.

Der vielleicht wichtigste Punkt für Hausbauer sind die Kosten. Pro Fertighaus spricht hier der meist niedrigere Preis im Vergleich zu seinem massiven Pendant. Auch hier spielen die Bauelemente eine bedeutende Rolle, da diese in großer Stückzahl produziert werden und die Dauer des Baus weitaus kürzer als beim Massivhaus ist. Dadurch können unter anderem hohe Kosten für Handwerker eingespart werden.

Da bei einem Fertighaus meist alles aus einer Hand kommt, haben Sie in der Regel auch nur einen Ansprechpartner. Dieser greift Ihnen sowohl bei der Planung, Finanzierung, Innenausstattung und Haustechnik unter die Arme, als auch bei der Regelung lästiger Behördengänge. Das erspart Ihnen nicht nur Zeit, sondern auch nerven.

Fertighäuser benötigen wegen Ihrer Grundkonstruktion und mittlerweile sehr ausgeprägten Dämmung wenig Heizenergie. Ein Faktor, der aus finanzieller Sicht mittel- bis langfristig eine bedeutende Rolle für Sie spielt und Ihnen eine Menge Geld sparen kann. Durch eine perfekt aufeinander abgestimmte Haustechnik, zum Beispiel in Form einer kontrollierten Wohnraumlüftung oder einer Hausautomation, wird die Energieeffizienz zusätzlich verstärkt. Umso besser, dass durch eine energieeffiziente Bauweise neue Möglichkeiten für Fördermittel ergeben, über die Sie mehr in unserem Artikel „Hausbau-Förderungen, auf die Sie bauen können“ erfahren.

Ein ebenso nervenaufreibendes wie unnötiges Thema beim Hausbau ist der Pfusch am Bau. Dieser tritt vor allem dann auf, wenn verschiedene Parteien am Hausbau mitwirken, wodurch die Fehlerquelle um ein Vielfaches steigt. Beim Fertighaus ist in der Regel alles aus einem Guss. Außerdem sorgen die vorgefertigten Konstruktionen und das wiederkehrende Montieren dafür, dass die Bauarbeiter eingespielte Abläufe haben. Und falls doch mal ein Baupfusch vorkommen sollte, kann der Übeltäter schnell ausfindig gemacht werden, schließlich obliegt die Verantwortung einem einzigen Unternehmen.

Der größte Vorteil der Massivhäuser gegenüber den Fertighäusern war lange die Individualität. Doch gerade in diesem Punkt haben Fertighaus-Anbieter längst aufgeholt. So haben Sie bei vielen Anbietern die Möglichkeit Ihr Haus individuell zu gestalten und eigene Wünsche umsetzen zu lassen. Durch die Individualität steigen zwar die Kosten, dafür bekommen Sie jedoch ein Fertighaus, das sich von anderen abhebt.

Die Entscheidung liegt bei Ihnen

Auch, wenn bei Fertighäusern oftmals bemängelt wird, dass sie nicht so langlebig sind wie Massivhäuser und ein Weiterverkauf dadurch nicht immer einfach ist, hat sich auch in diesen Bereichen einiges getan. Die Qualität von Fertighäusern ist in den letzten Jahren enorm gestiegen und braucht sich nicht vor der massiven Bauweise zu verstecken. So kann in Bezug auf den technischen Stand beim Fertighaus durchaus das Wort „massiv“ in den Mund genommen zu werden.

Die Entscheidung, ein Fertighaus oder ein Massivhaus zu bauen, obliegt Ihnen ganz alleine. Sowohl das Massivhaus als auch das Fertighaus haben Ihre Vorteile. Unser Ziel war es dennoch Sie von der Qualität, den Vorteilen und dem enormen Fortschritt eines Fertighauses zu überzeugen. Positive Aspekte gibt es schließlich genügend und diese bemessen sich nicht ausschließlich an der geringen Bauzeit und den niedrigen Kosten.

Sind Sie aktuell am Überlegen, ob Sie lieber ein Fertighaus oder ein Massivhaus bauen sollen? Oder haben Sie sich längst für eine Bauform entschieden? Dann verraten Sie uns gerne mehr darüber in unseren Kommentaren.

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