Innendämmung mit Holzfaserplatten: Das kann der Wärmespeicher aus der Natur

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Wer heutzutage das Haus gegen Geräusche und einen Verlust von Wärme reduzieren möchte, kann aus einem breiten Angebot der Baumärkte wählen. Zwar werden zunehmend die modernen Werkstoffe erworben, doch auch natürliche Materialien besitzen zahlreiche positive Eigenschaften, die für den Bau oder die Sanierung eines Gebäudes interessant sein dürften. Insbesondere die Holzfaser hat sich für derlei Zwecke bereits ein gutes Image erworben.

Zwar ist für die Holzfaser ein aufwendiges Verfahren nötig, um Platten und Matten aus dem pflanzlichen Rohstoff herzustellen. Das fertige Produkt gilt demgegenüber aber auch als nahezu unverwüstlich. Bei richtiger Verarbeitung kann es mühelos mehrere Jahrzehnte überdauern.

Die Holzfaserdämmung – was ist das eigentlich?

Bereits die frühesten Vorfahren der Menschen wussten um die nutzbaren Eigenschaften natürlicher Materialien für den Hütten- und Hausbau. Einerseits kamen dafür tierische Rohstoffe wie etwa Leder und Wolle in Betracht, andererseits wurden pflanzliche Fasern und Rinden verwendet.

Bis heute besitzen diese Ressourcen auf den Baustellen eine hohe Bedeutung. Denn eine Dämmung auf natürlichem Wege wäre ohne tierische und pflanzliche Ausgangsstoffe nicht vorstellbar. Und nicht jedermann möchte seine Immobilie mit modernen Kunststoffen isolieren.

Unter der vorhandenen Vielfalt aus der Natur hat sich die Holzfaser längst auf dem Markt etabliert. Noch immer lassen sich etwa in alten Bauernhäusern und in vornehmen Anwesen die Überreste der Holzfaser finden. Nicht selten hat sie dort mehrere Jahrhunderte überdauert, ohne dabei wirklich beschädigt zu werden.

Holz gilt als besonders langlebig. Zwar kann es Feuchtigkeit aufnehmen und verlieren. Wird es einmal in Form gebracht, verbleibt es in diesem Zustand aber über lange Zeiten hinweg. Ein Pluspunkt für die Holzfaser.

Doch die Holzfaser muss natürlich erst einmal aus dem eigentlichen Rohstoff gewonnen werden. Dafür wird das Holz in steter Wiederholung aufgeweicht und zerkleinert. Meist nimmt dieser Prozess mehrere Tage oder sogar Wochen in Anspruch, ehe sich einzelne Fasern lösen. Sie werden getrocknet und geschichtet.

Werden sie nun unter der Zugabe von Wasserdampf stark zusammengepresst und anschließend abermals trockengelegt, sind robuste und langlebige Platten entstanden, die künftig zur Innendämmung eines Hauses verwendet werden können. Je nach Intensität der Pressung ist nämlich ein relativ großporiger Werkstoff entstanden, der Nässe aufnimmt und Luft einschließt.

Wo kommt die Holzfaserdämmung zum Einsatz?

Oft stellt sich die Frage, ob die Holzfaserdämmung Vorteile für die Innendämmung mitbringt, die anderen Materialien überlegen sind. Die erste Antwort darauf ist simpel: Im Vergleich zu sonstigen Dämmstoffen kann die Holzfaser nahezu im gesamten Innenbereich einer Immobilie zum Einsatz kommen.

In den Räumlichkeiten steht neben dem Aspekt der Wärmedämmung auch der Schutz gegen Tritte und Geräusche im Vordergrund. Holzfaserplatten werden dafür unter den Boden, unter Decken oder direkt an den Wänden angebracht.

Wichtig dabei ist es, einen möglichst engen Verbund sicherzustellen. Lücken zwischen den einzelnen Platten sollten vermieden werden. Gelingt das, wird je nach Dichte des Werkstoffs der Lärm der Straße, die Musik aus dem Nebenzimmer oder der harte Tritt aus dem oberen Geschoss deutlich gemindert.

Auch im Rohbau und der Dachkonstruktion kann die Holzfaser als Dämmung zwischen Balken, unter Steinen und zur Abdichtung rund um Fenster und Türen ihre Verwendung finden. Seltener kommt sie dagegen an der Außenfassade zum Einsatz, da sie hierbei ein paar Nachteile mit sich bringt.

Zwar können die Platten sehr wohl als Wandverkleidung genutzt werden. Da sie Wind und Wetter im unbehandelten Zustand aber nicht widerstehen, werden sie dafür entweder mit besonderen Schutzstoffen bestrichen oder sie werden mit einem Putz überzogen.

Die Holzfaser als Dämmung sollte daher bevorzugt im Innenbereich zur Anwendung kommen, wo sie oft ohne weitere Verarbeitung ihren Dienst erfüllt. Als Ausnahme müssen hier jedoch alle Nassbereiche wie die Küche oder das Bad genannt werden, in denen das natürliche Material zu viel Feuchtigkeit aufsaugen würde.

Bietet die Holzfaserdämmung Vorteile beim Hausbau?

Grundsätzlich gilt die Holzfaser als vielseitig in der Produktion. Von Platten bis hin zu Matten unterschiedlicher Stärke lassen sich diverse Werkstoffe für das Bauen und Sanieren herstellen. Entscheidend ist, dass durch die Dicke des Materials unterschiedliche Eigenschaften ausgelöst werden.

Robuste Platten sind nahezu unverwüstlich, lassen sich selbst durch Laien problemlos verarbeiten und können nahezu im gesamten Innenbereich eines Gebäudes als Dämmung zum Einsatz kommen. Insbesondere dort, wo der Geräuschpegel gesenkt werden soll.

Das nachhaltige und aus der Natur gewonnene Material erfreut zudem die Allergiker: Im Vergleich zu anderen Dämmmaterialien, die aus Schafwolle oder aus Pflanzenfasern gewonnen werden, sind keine Unverträglichkeiten gegen das Holz bekannt. Zu achten wäre indes darauf, dass die Platten bei der Herstellung nicht chemisch behandelt wurden.

Relevant bei der Wärmeisolierung ist zudem, dass die Holzfaserdämmung Vorteile mitbringt, die kaum ein anderes Material in dieser Form besitzt: Das Holz ist ein guter Rohstoff, um eine gewisse Menge an Feuchtigkeit und Wärme zu speichern.

Bringt die Holzfaserdämmung auch Nachteile mit sich?

Neben all den Vorzügen darf nicht verschwiegen werden, dass das Holz aufgrund seiner Eigenschaften nicht für alle Einsatzzwecke geeignet ist. Da es Feuchtigkeit aufnimmt, kann es zur Dämmung nicht im Bad, in der Küche oder im Keller genutzt werden.

Soll es die Außenwände eines Hauses verkleiden, benötigen die Platten eine zusätzliche Schutzmaßnahme gegen die Witterung. Andernfalls würde der Rohstoff innerhalb weniger Monate zur Fäulnis neigen und könnte in diesem Zustand weder Geräusche dämmen noch die Wärme speichern. Daher ist eine Außendämmung mit Holzfaser nicht unbedingt empfehlenswert.

Zudem gilt das Holz als relativ schwerer Werkstoff. Die oft zur Isolierung erforderliche Stärke des Materials kann da schnell einmal eine körperliche Anstrengung auslösen. Insbesondere moderne Kunststoff- und Hartschaumplatten weisen nur einen geringen Bruchteil dieses Gewichtes auf und erlauben daher eine leichte Verarbeitung.

Aspekte, die vor dem Kauf des Rohstoffs unbedingt beachtet werden sollten. Dennoch überwiegen die Vorteile bei der Innendämmung mit Holzfaserplatten. Es hat schließlich seine Gründe, warum das Material seit vielen Jahrhunderten beim Hausbau eingesetzt wird.

Bildquelle: 5443882 | pixabay.de

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