Die Heimbibliothek – Tipps für mehr Lesevergnügen in den eigenen vier Wänden

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Die Lektüre eines fesselnden Buches gehört zu den beliebtesten Möglichkeiten, der Realität – zumindest für einen gewissen Zeitraum – zu entfliehen. Besonders gut klappt das in einem eigenen Leseraum, der ohne nennenswerten Aufwand daheim eingerichtet werden kann. 

Gehört ihr eigentlich auch zu jenen Menschen, die mit einem guten Buch in der Hand so richtig glücklich sein können? Eine Vorliebe, die ihr alleine hierzulande mit vielen Millionen Menschen teilt. Denn wo sonst ist es derart einfach, Neues zu erfahren, in fiktive Welten einzutauchen oder einmal verträumt die Seele baumeln zu lassen?

Lesen – das wohl bekannteste Hobby

Nicht immer entscheidet aber die Auswahl der Lektüre darüber, ob ihr ein tolles Abenteuer erwarten dürft. Wichtig ist vielmehr die Frage, wo ihr das Buch lest. Denn besonders angenehme Momente erfordern immer auch Ruhe und Entspannung.

Sicherlich mag es im Bus oder der Bahn, im Pausenraum oder im Restaurant sowie überall daheim möglich sein, zum Buch zu greifen. Hier aber ist der Lärmpegel nicht immer so angelegt, dass ihr euch auf den Text konzentrieren könnt. Doch genau das ist erforderlich, um dem Alltag einmal zu entfliehen und tief in einer Erzählung zu versinken.

Als Alternative kommt somit eine Heimbibliothek in Betracht. Hierbei handelt es sich um einen eigenständigen Raum, der zum Aufbau eurer Büchersammlung sowie natürlich zum Lesen genutzt wird. Viel Platz benötigt ihr dafür in der Regel nicht. Trotzdem sollten einige Hinweise beim Einrichten eines solchen Zimmers beherzigt werden.

Die Auswahl des Raumes

Ehe ihr euch um Regale und sonstige Möbel bemüht, solltet ihr erst einmal herausfinden, wo im Haus ihr den Leseraum gestalten möchtet. Einerseits muss hier genügend Platz vorhanden sein, um sich frei bewegen zu können, bequeme Sessel aufzustellen und darüber hinaus hunderte oder sogar tausende Bücher unterzubringen.

Und genau darum geht es: Das Ziel besteht darin, die oft über die gesamte Wohnung verteilten Werke in einem Raum zu konzentrieren und damit das bisherige Chaos zu beenden. Vermutlich kennt auch ihr das Problem, dass ihr spontan nicht wisst, wo sich gerade diese oder jene Lektüre befindet.

Andererseits muss ein Zimmer gewählt werden, das möglichst günstig gelegen ist. Die hier befindlichen Fenster sollen nicht zur stark befahrenen Straße zeigen. Besser wäre es, wenn ihr beim Öffnen derselben durch wenig Lärm gestört werdet. Aber auch im Haus müssen laute Geräusche verhindert werden.

Eine gute Heimbibliothek kann daher auf dem ausgebauten Dachboden, im schön renovierten Keller oder in jedem anderen Raum eingerichtet werden, der sich etwas abseits des übrigen Geschehens befindet. Habt ihr solche Möglichkeiten nicht, so teilt euch gerne eine kleine Ecke ab, die ihr mit einem Bücherregal und mindestens einem bequemen Sessel einrichtet.

So könnt ihr den Leseraum gestalten

Habt ihr ein geeignetes Zimmer ausgewählt, steht auch schon die Einrichtung desselben an. Hier lohnt es sich, mit etwas Sorgfalt zu Werke zu gehen. Sicherlich mag ein Fußboden aus Holzdielen oder aus Laminat gut aussehen. Derartig gestaltete Räume gelten aber als relativ laut, da sich entstehende Töne ungehindert ausbreiten können. Als Bodenbelag eignet sich daher ein Teppich deutlich besser, sofern ihr es besonders ruhig haben möchtet.

Gleiches gilt für die Wände: Fliesen, Steine und Holztäfelungen begünstigen den Schall. Robuste Tapeten und Wandteppiche dämpfen ihn dagegen. Noch besser ist es natürlich, an den Wänden möglichst viele Regale mit Büchern aufzustellen – einen besseren „natürlichen“ Schallschutz werdet ihr kaum finden.

Bei der Wahl der Möbel dürft ihr euren Vorlieben folgen. Achtet allerdings darauf, gerade beim Sessel oder einer Couch eher solche Exemplare zu wählen, in denen ihr gemütlich sitzen oder liegen könnt. Oftmals ist erst diese ungezwungene Körperhaltung die Basis, um auch tatsächlich zu entspannen und sich vom geschriebenen Wort verzaubern zu lassen.

Darüber hinaus ist das Verwenden eines Audiosystems in solchen Räumen eine echte Hilfe. Hier solltet ihr indes keine anspruchsvolle Musik laufen lassen, die euren Geist allzu sehr beansprucht. Sanfte Klänge werden euch dagegen helfen, eine ruhige und stimmungsvolle Aura zu erschaffen, die euch regelrecht zum Lesen animiert.

Farbe und Helligkeit in der Heimbibliothek

Sobald ihr an einen Leseraum denkt, kommen euch vermutlich rustikal eingerichtete Zimmer mit schweren Möbeln und dunklen Farben in den Sinn. Natürlich könnt ihr eine solche Gestaltung vornehmen, allerdings besteht hier die Gefahr, dass ihr schneller ermüdet.

Besser dagegen ist es, viel Helligkeit hineinzulassen. Vorhandene Fenster sollten möglichst groß ausfallen und nicht von Vorhängen verdeckt werden. Die Sonne muss ungehindert in den Raum gelangen können. Bei den hellen Wandfarben dürft ihr abermals den eigenen Vorlieben folgen. Auch Form und Gestaltung der Regale und Möbel sind euch überlassen – wiederum sind indes dezente Töne zu wählen.

Wenn ihr einen Leseraum gestalten möchtet, dann spielen aber auch die darin befindlichen Lichtquellen eine große Rolle. Die zentral angebrachte Deckenlampe eignet sich dafür kaum, da sie oftmals nicht genügend Helligkeit in jene Ecken transportiert, in denen der Sessel oder die Couch stehen.

Besser ist es daher, mit indirektem Licht zu arbeiten, das einzelne Bereiche des Zimmers erleuchten kann, ohne dabei viel Platz einzunehmen. Die Regale und die Sitzmöbel kommen dafür in besonderem Maße in Betracht.

Zudem sollte sich die Helligkeit je nach Stimmung und Bedarf regulieren lassen. Warme – ins Gelbliche oder Rötliche gehende – Farbtöne wirken gemütlicher als weißes oder bläuliches Licht.

Die Vorteile einer Heimbibliothek

Vielleicht fragt ihr euch gerade, warum ihr Kosten und Mühen investieren solltet, um einen Leseraum einzurichten. Doch wenn ihr ohnehin oft und gerne zum guten Buch greift oder wenn ihr euch beruflich häufig durch Dokumente und Akten arbeiten müsst, dann kann euch eine solche Hausbibliothek den angemessenen Rahmen dafür bieten.

Hier werdet ihr nicht vom Computer oder dem Fernseher abgelenkt. Laute Geräusche sollten euch nicht stören. Das gesamte Ambiente ist vielmehr so gewählt, dass ihr euch ganz dem Text widmen könnt. Ihr werdet somit schneller, effizienter und angeregter Lesen als zuvor.

Wenn ihr einen Leseraum gestalten möchtet, dann wird aber immer auch der Aufbau einer Büchersammlung sinnvoll sein. Plant also genügend Platz ein, um in den nachfolgenden Monaten und Jahren stetig die neu erworbene Lektüre einzusortieren.

Vermeidet dabei eine allzu große Unordnung, die es euch später einmal erschwert, ein gesuchtes Buch zu finden. Richtet das Zimmer vielmehr so ein, dass ihr euch am besten auf das Lesen konzentrieren könnt.

Doch was lest ihr eigentlich gerne? Und wie müsste für euch die perfekte Hausbibliothek beschaffen sein, damit ihr darin viel Zeit verbringen und dem Alltag entfliehen wollt? Verratet es uns gerne in den Kommentaren.

Bildquelle: roman_lazygeek | unsplash.com

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