Das Bonitätszertifikat CrefoZert und seine Bedeutung für den Hausbau

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Ihr plant einen Hausbau und sucht einen Partner zum Bauen, auf den ihr euch hundertprozentig verlassen könnt? Dann solltet ihr auf das „CrefoZert“ genannte Bonitätszertifikat achten. Diese Auszeichnung wird ausschließlich an Unternehmen vergeben, die über eine einwandfreie Bonität verfügen. 

Was ist CrefoZert und von wem wird es vergeben?

CrefoZert ist ein Bonitätszertifikat, das von der Creditreform ins Leben gerufen wurde. Bereits seit dem Jahr 2010 wird dieses an Firmen vergeben, die eine gute bis sehr gute Bonität vorweisen können. Hauptsächlich richtet sich Creditreform dabei an kleine und mittelständische Unternehmen.

Mittlerweile konnten unzählige Unternehmen das CrefoZert für sich beanspruchen und haben dadurch natürlich einige Vorteile: Die Unternehmen stehen nicht nur bei den Banken besser dar, auch für die Lieferanten spielt das Bonitätszertifikat eine wichtige Rolle. Immerhin bescheinigt es, dass das Unternehmen liquide ist und sie nicht unnötig lange auf ihr Geld warten müssen.

Diese Vorteile bringt das Zertifikat den Unternehmen:

  • das eigene Image wird immens gestärkt
  • mehr potentielle Kunden können erreicht werden
  • Wettbewerbsvorteile gegenüber anderen Unternehmen
  • bessere Zahlungskonditionen bei Lieferanten
  • bessere Chancen bei der Kreditvergabe

Wie ihr seht, ist das Zertifikat also mit vielen Vorteilen verbunden. Jedes Jahr werden etwa 1.000 mittelständische Unternehmen durch die Creditreform damit ausgezeichnet. Voraussetzung ist, dass sich der Bonitätsindex zwischen 100 und 249 bewegt.

Welche Bedingungen müssen erfüllt sein, um das CrefoZert zu erhalten?

Das Bonitätszertifikat ist an bestimmte Bedingungen geknüpft, die ein Unternehmen zwingend erfüllen muss. Das Prüfsiegel wird erst nach einem umfangreichen Zertifizierungsprozess vergeben.

Doch damit ist es nicht getan: Einmal im Jahr findet eine erneute Prüfung statt. Nur so wird es den strengen Vorgaben der Creditreform gerecht. Während dieser jährlichen Prüfung wird nicht nur der aktuelle Bonitätsindex geprüft, es erfolgt auch ein Vororttermin im Unternehmen selbst. Während diesem prüft die Creditreform Rating AG unter anderem den aktuellen Jahresabschluss, der nicht älter als zehn Monate sein darf.

Wie läuft das Prüfverfahren genau ab?

Das Zertifikat ist bewusst an recht hohe Anforderungen geknüpft. So schaffen es bei Weitem nicht alle Firmen, dass ihrem Antrag stattgegeben wird. Wie aber läuft solch ein Prüfverfahren genau ab? Der Prozess verläuft in folgenden drei Stufen:

  1. Ermittlung der Bonität
  2. Analyse des Jahresabschluss
  3. Unternehmensbefragung

Der Bonitätsindex wird anhand diverser statistischer Berechnungen ermittelt. Dabei nutzt die Creditreform sowohl eigene Zahlungserfahrungen als auch das Debitorenregister Deutschland. Der Bonitätsindex ist umso besser, je niedriger der errechnete Wert ist. Ein Index von 100 etwa bescheinigt dem Unternehmen eine ausgezeichnete Bonität. Liegt der Index bei 500 oder höher, ist die Bonität hingegen ungenügend.

Eine weitere Voraussetzung, die erfüllt sein muss, ist ein ordentlicher Jahresabschluss. Er sollte nicht älter als zehn Monate sein. Beantragt ein Unternehmen das Zertifikat, muss es zudem mindestens drei Jahre lang aktiv sein und der Creditreform mindestens zwei vollständige Bilanzen vorlegen können.

Sind alle vorgenannten Bedingungen erfüllt, kommt es zu einer Befragung des Unternehmens. Fällt auch diese hinsichtlich der Zukunftsprognosen des Betriebes positiv aus, steht der Auszeichnung nichts mehr im Weg. Bei etwa 20 Prozent der Antragsteller ist das allerdings nicht der Fall.

Warum ist das Bonitätszertifikat für Bauherren so wichtig?

Vor allem junge Familien sind sich häufig unsicher, mit welchem Hausbauunternehmen sie zusammenarbeiten sollen. Immerhin sollte man sich auf seinen Partner finanziell verlassen können. In Deutschland sind es momentan gerade einmal zwei Prozent der Unternehmen, die mit dem Zertifikat durch die Creditreform ausgezeichnet wurden.

Es gibt leider einige Fälle, bei denen Bauherren plötzlich vor dem Ruin stehen, weil ihr Bauunternehmen Insolvenz anmelden musste. Verlasst ihr euch dagegen auf eine Firma, die über eine CrefoZert-Zertifizierung verfügt, müsst ihr euch diesbezüglich nur wenig Gedanken machen.

Ist eine solche Zertifizierung vorhanden, wird euer Risiko beim Hausbau deutlich gesenkt. Es beweist, dass ihr es mit einem wirtschaftlich gesunden und soliden Vertragspartner zu tun habt.

Seid ihr also auf der Suche nach einer Dienstleistung, etwa einem Hausbauer? Dann schaut euch auf dessen Internetpräsenz um und entscheidet euch am besten für einen Anbieter, der über das CrefoZert-Zertifikat verfügt. In diesem Fall profitiert ihr von einer ausgezeichneten Bonitätsstruktur und müsst euch keine Gedanken machen, dass das Unternehmen demnächst Insolvenz anmelden muss.

Bildquelle: nattanan23 | pixabay.com

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