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Die Photovoltaikanlage produziert Strom, der Speicher ist geladen – und trotzdem bleibt das Haus bei einem Stromausfall dunkel? Genau das kann passieren. In dieser Episode erfahrt ihr, warum eine normale PV-Anlage nicht automatisch zur Notstromversorgung wird, wie sich Notstrom und Ersatzstrom unterscheiden und welche Funktionen ihr beim Neubau von Anfang an einplanen solltet.
Ein Gewitter zieht auf, plötzlich fällt der Strom aus und auf einmal funktionieren weder Licht noch Router, Kühlschrank oder Heizung. Viele Hausbesitzer verlassen sich in diesem Moment auf ihre Photovoltaikanlage. Doch eine gewöhnliche netzgekoppelte PV-Anlage schaltet sich bei einem Netzausfall aus Sicherheitsgründen ab – selbst dann, wenn draußen die Sonne scheint.
Andreas erklärt euch deshalb, was hinter den Begriffen Notstrom, Ersatzstrom und Inselbetrieb steckt. Während eine einfache Notstromlösung meist nur ausgewählte Geräte über eine spezielle Steckdose versorgt, kann Ersatzstrom mehrere Stromkreise oder sogar große Teile des Hauses übernehmen.
Ein echter Inselbetrieb funktioniert dagegen dauerhaft ohne öffentliches Stromnetz und ist für ein normales Einfamilienhaus meist zu aufwendig.
Das erwartet euch in der Episode
✓ Warum Photovoltaik bei einem Stromausfall nicht automatisch weiterläuft
✓ Worin sich Notstrom, Ersatzstrom und Inselbetrieb unterscheiden
✓ Welche Geräte und Stromkreise ihr sinnvoll absichern könnt
✓ Weshalb Speicherkapazität und Leistung nicht dasselbe sind
✓ Was Schwarzstartfähigkeit und Nachladen durch die PV-Anlage bedeuten
✓ Welche Fragen ihr schon beim Elektrogespräch klären solltet
Besonders wichtig ist die Frage, welche Verbraucher im Ernstfall wirklich funktionieren müssen. Für viele Haushalte reichen Licht in zentralen Räumen, Router und Glasfasermodem, Kühlschrank, Gefrierschrank sowie die Steuerung von Heizung oder Wärmepumpe. Auch elektrische Rollläden, eine Hebeanlage oder medizinische Geräte können bei der Planung eine wichtige Rolle spielen.
Große Verbraucher wie Induktionskochfeld, Backofen, Sauna, Durchlauferhitzer, Wallbox oder Wärmepumpe stellen dagegen deutlich höhere Anforderungen. Deshalb kommt es nicht nur darauf an, wie viele Kilowattstunden euer Speicher aufnehmen kann. Entscheidend ist auch, wie viel Leistung er gleichzeitig abgeben kann und ob das System ein- oder dreiphasig arbeitet.
In der Episode erfahrt ihr außerdem, warum die Schwarzstartfähigkeit so wichtig ist. Sie sorgt dafür, dass Speicher und Wechselrichter nach einem Netzausfall selbstständig ein Inselnetz aufbauen können. Ebenso entscheidend ist, ob die Photovoltaikanlage den Speicher während des Stromausfalls erneut laden kann. Diese Funktionen sind nicht bei jedem System automatisch vorhanden.
Wer neu baut, kann die Notstromversorgung besonders gut vorbereiten. Legt schon beim Elektrogespräch fest, welche Stromkreise abgesichert werden sollen, plant ausreichend Platz im Technikraum ein und stimmt Wechselrichter, Speicher und Umschalteinrichtung aufeinander ab. So vermeidet ihr, dass einzelne Komponenten zwar hochwertig sind, im Ernstfall aber nicht wie gewünscht zusammenspielen.
Wichtig: Notstromlösungen gehören in die Hände eines Fachbetriebs. Ein Stromspeicher oder Notstromaggregat darf niemals über eine gewöhnliche Steckdose in das Hausnetz einspeisen. Für einen sicheren Betrieb ist eine fachgerechte Umschalteinrichtung erforderlich, die euer Haus zuverlässig vom öffentlichen Netz trennt.
Weiterführende Infos zur Episode
Wenn ihr tiefer in die Themen Photovoltaik, Stromspeicher, Elektroplanung und technische Unabhängigkeit einsteigen möchtet, findet ihr hier passende weiterführende Inhalte. Sie helfen euch dabei, die Energieversorgung eures Hauses von Anfang an sinnvoll zu planen.
- Hausbau-Podcast #220: Diese Elektroausstattung ist ein Muss
- Wann sich eine Photovoltaikanlage wirklich lohnt
- Hausbau-Podcast #144: Lohnt sich eine Photovoltaikanlage?
- Autarkes Haus bauen: Wie realistisch ist echte Unabhängigkeit?
- Der Technikraum im Haus: Warum er so wichtig ist und was hinein gehört
Jetzt Episode zum Notstrom im Eigenheim anhören
Eine Photovoltaikanlage auf dem Dach vermittelt schnell das Gefühl von Unabhängigkeit. Doch erst bei einem Stromausfall zeigt sich, ob euer Energiesystem tatsächlich weiterarbeitet. In der 223. Episode unseres Hausbau-Podcasts erfahrt ihr, welche Technik dafür nötig ist und warum eine gute Notstromplanung immer bei euren wichtigsten Verbrauchern beginnt.
Hört rein, wenn ihr PV-Anlage, Stromspeicher und Elektroinstallation so planen möchtet, dass euer Zuhause auch bei einem Netzausfall möglichst gut vorbereitet ist.
… und überall dort, wo es Podcasts gibt.
Noch mehr Sicherheit für eure Haustechnik
Wenn euch diese Episode geholfen hat, hört gerne auch in unsere weiteren Podcast-Folgen rund um Elektroplanung, Photovoltaik, Stromspeicher, Wärmepumpe und Smart Home rein. Dort bekommt ihr viele praktische Tipps, mit denen ihr die Haustechnik eures Eigenheims vorausschauend planen könnt.
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