ISO-Normen

ISO ist eine Kurzfassung für die englische Bezeichnung International Organization for Standardization, zu Deutsch Internationale Organisation für Normung. Die im Jahr 1947 gegründete und in Genf ansässige Organisation erarbeitet Normen für alle Bereiche außer Elektrik, Elektronik und Telekommunikation. Die ISO-Normen werden international einheitlich anerkannt und genutzt.

Normen schaffen standardisierte Arbeitsgrundlagen. Gleichzeitig wirken sie für Anwender, Nutzer und Verbraucher vertrauensfördernd. Normen und insofern auch die ISO-Norm sind keine gesetzlichen Rechtsgrundlagen, sondern Empfehlungen. Durch die weitgehend einheitliche Beachtung und Einhaltung der ISO-Normen haben sie eine mit Gesetz und Rechtsprechung vergleichbare Wirkung, sicherlich auch ausgelöst durch „Konkurrenz- und Gruppendruck“.

Dazu ein Beispiel anhand der ISO-Norm ISO-9000. Sie regelt beziehungsweise normiert eine branchen- und produktunabhängige Qualitätssicherung von Waren, Gütern, Produkten und Dienstleistungen.

Die ISO-Norm 9000-Kategorie ist wie folgt gegliedert:

  • ISO 9000 – Allgemeine Zielsetzungen
  • ISO 9001 – Qualitätssicherungsnachweis für die Bereiche Dienste, Entwicklung, Fertigung, Montage
  • ISO 9002 – Qualitätssicherung für den Herstellungsprozess
  • ISO 9003 – Qualitätssicherungsstandards für Funktions- und für Produktendprüfung von Gütern
  • ISO 9004 – Diverse Vorschriften für die Verbesserung von betrieblichen Abläufen, Strukturen und Systemen

Insgesamt gibt es mehrere Hundert ISO-Normen, die listenmäßig nach Nummern gegliedert sind. Zusammengefasst sind sie zu aktuell 19 Listen.

Die Übertragung der ISO-Normen auf EU-Ebene erfolgt unter der Bezeichnung CEN – Europäisches Komitee für Normung. In und für Deutschland ist es das DIN, Deutsches Institut für Normung mit Sitz in Berlin.