Eine Entwässerungsrinne nimmt oberflächlich abfließendes Regenwasser auf und führt es kontrolliert ab. Sie wird vor allem an befestigten Flächen wie Einfahrten, Stellplätzen, Wegen und Terrassen eingesetzt. Dadurch lässt sich verhindern, dass Niederschlagswasser unkontrolliert zum Gebäude oder auf angrenzende Flächen fließt.
Wie funktioniert eine Entwässerungsrinne?
Die Rinne wird meist am tiefsten Punkt einer befestigten Fläche eingebaut. Das Oberflächenwasser gelangt durch einen Rost oder einen schmalen Schlitz in den Rinnenkörper und wird von dort zu einem vorgesehenen Ablauf geführt.
Damit das funktioniert, müssen Pflasterung beziehungsweise Gelände und Rinnensystem aufeinander abgestimmt sein. Je nach System erfolgt die Wasserführung über das Gefälle der Rinne, den angrenzenden Oberflächenbelag oder eine Kombination daraus.
Welche Belastungsklasse braucht eine Entwässerungsrinne?
Entwässerungsrinnen werden für unterschiedliche Belastungen angeboten. Auf ausschließlich von Fußgängern genutzten Flächen reichen andere Systeme als in einer regelmäßig mit Autos befahrenen Einfahrt.
Bei genormten Rinnensystemen nach DIN EN 1433 geben Belastungsklassen an, für welche Beanspruchung das System geeignet ist. Entscheidend ist dabei nicht nur der Rinnenkörper, sondern das komplette System einschließlich Abdeckung und fachgerechtem Einbau.
Wohin wird das Regenwasser geleitet?
Das aufgefangene Niederschlagswasser darf nicht automatisch in jeden Kanal eingeleitet werden. Abhängig von Grundstück, Boden und örtlichen Vorgaben kann es beispielsweise versickert, zurückgehalten, genutzt oder in eine zulässige Entwässerungsanlage eingeleitet werden.
Plant die Entwässerung daher gemeinsam mit euren Außenanlagen. Besonders bei Einfahrten und Stellplätzen müssen Gefälle, Rinnenposition und spätere Verkehrsbelastung von Anfang an berücksichtigt werden.