Grillplatz im Garten: Voraussetzungen, Standort und die Sache mit den Nachbarn

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Der Sommer steht vor der Tür und ihr als Grillfans schert sicherlich schon mit den Hufen. Damit ihr bestens auf die neue Grillsaison vorbereitet seid, verraten wir euch, welche Voraussetzungen für einen eigenen Grillplatz gegeben sein müssen und auf was ihr sonst noch achten solltet. 

Wenn wir sagen, dass jeder von euch gerne grillt, liegen wir wahrscheinlich zu 99,9 Prozent richtig – oder? Mit einem eigenen Grillplatz in eurem Garten wird der Sommer zu einem wahren Erlebnis, denn ihr könnt eure Familie, Freunde und Verwandte einladen und viel Spaß beim Grillen haben.

Welche Voraussetzungen es für den Grillplatz im Garten gibt und auf was ihr achtet solltet, wenn ihr diesen selber baut, möchten wir euch heute einmal genauer erläutern.

Welche Voraussetzungen gibt es?

Ihr werdet euch jetzt vielleicht verwundert die Augen reiben, aber für den eigenen Grillplatz im Garten gibt es grundsätzlich keine festen Vorschriften. Ja, ihr habt richtig gehört: Es gibt tatsächlich keine Gesetze oder Richtlinien, die festlegen, wie ihr grillen oder wo ihr euren Grillplatz errichten dürft.

Plant ihr jedoch einen aufwendigen Grillplatz zu bauen (z. B. eine Grillhütte, etc.), solltet ihr euch vorher bei eurer Gemeinde über die Verordnungen sowie die Baubestimmungen informieren. Diese kann euch mitteilen, wie groß ein Grillplatz sein darf und ob ihr hierfür eine Baugenehmigung einholen müsst.

Auch wenn es keine Gesetze und Richtlinien zum Grillen im Garten gibt, möchten wir euch natürlich zeigen, auf was ihr bei einem selbst gebauten Grillplatz achten solltet. Und natürlich auch, was ihr hinsichtlich der Brandgefahr beachten solltet.

Der richtige Standort des Grillplatzes

Bevor ihr euch für einen Grillplatz in eurem Garten entscheidet, solltet ihr euch gut überlegen, an welchen Standort ihr diesen errichten möchtet. Grundsätzlich solltet ihr darauf achten, dass sich der Grillplatz nicht direkt neben brennenden Sträuchern oder Bäumen befindet.

Zudem sollte der Grillplatz mindestens drei Meter von der Grundstücksgrenze zu den Nachbarn entfernt sein, um von vornherein einem Nachbarschaftsstreit aus dem Weg zu gehen. Auch ist eine windgeschützte Stelle von Vorteil, denn so kann zum einen der Rauch nicht in alle Himmelsrichtungen ziehen und zum anderen können Funkenschläge durch das Feuer keinen Schaden anrichten.

Der Boden des Grillplatzes sollte nach Möglichkeit ebenerdig sein sowie um den Grill herum aus feuerfestem Material, wie zum Beispiel Beton bestehen. Ein weiterer Grund, sich Gedanken um den richtigen Grillplatz zu machen ist, dass der Rauch sowie der Geruch nicht direkt durch die Türen und die Fenster des eigenen Hauses ziehen.

Es ist also durchaus zu empfehlen, den Grillplatz im Garten einige Meter vom eigenen Haus entfernt zu errichten.

Wie groß sollte der Grillplatz sein?

Wenn ihr euch dazu entscheidet, euren Grillplatz selbst zu bauen und hier mit einer festen Feuerstelle arbeitet, dann müsst ihr berücksichtigen, dass diese nicht all zu groß wird. Denn eine zu große Feuerstelle kann dazu führen, dass ihr und eure Gäste nicht mehr bequem um diese sitzen könnt. Zusätzlich wird die Feuerstelle unsicher, denn je größer diese ist, desto größer das Feuer.

Achtet deshalb von Anfang an darauf, dass die Feuerstelle maximal die Größe eurer Grillfläche hat, die ihr über der Feuerstelle platziert. Außerdem muss die Feuerstelle ungefähr 50 Zentimeter ausgehoben und der Rand mit Steinen gemauert werden. Die Aushebung dient vor allem dazu, dass das Feuer im Anschluss sicher abbrennen kann, ohne eine Gefahr darzustellen.

Materialien für den Grillplatz

Für einen Grillplatz mit selbst gebauter Feuerstelle benötigt ihr Steine für das Mauern der seitlichen Abgrenzungen. Hierfür eignen sich besonders Klinkersteine oder auch Pflastersteine. Entscheidet ihr euch für einen flexiblen Grillplatz mit beispielsweise einem Kugelgrill, dann solltet ihr den Boden im Radius von zwei bis drei Metern mit Steinplatten oder Betonplatten bestücken.

Zudem macht es Sinn, den Grillplatz mit feuerfesten Steinen zu ummauern, um diesen klar vom Rest des Gartens abzugrenzen. Dies hat natürlich auch den Vorteil, dass Funkenflug verhindert wird, da der Grill in einem windgeschützten Bereich steht. Auch kann die Mauer als weitere Ablagefläche für Grillbesteck, Tassen oder Gläser genutzt werden.

Die Überdachung für den Grillplatz im Garten

Selbstverständlich kann der Grillplatz im Garten auch überdacht sein. So seid ihr auch bei Regenschauer geschützt und das Grillen mit Familie, Freunden oder Verwandten fällt nicht ins Wasser. Dabei spielt es natürlich keine Rolle, ob ihr euch für einen festen oder flexiblen Grillplatz entscheidet.

Wichtig ist nur darauf zu achten, dass ihr als “Überdachung” nicht einfach einen Sonnenschirm aus Stoff oder Plastik nutzt. Diese können bereits bei leichtem Funkenschlag entzünden und stellen eine echte Gefahr dar. Die Rede ist hier vielmehr von einem fest verbauten Carport, Grillpavillon oder einer Terrassenüberdachung.

Die richtige Beleuchtung

Eine angenehme Beleuchtung bietet nicht nur einen gewissen Wohlfühleffekt – sobald die Dämmerung eintritt sorgt sie auch für mehr Sicherheit am eigenen Grillplatz. Gerade beim Grillen und dem ein oder anderen Kaltgetränk kann es schnell passieren, dass ihr über einen Gegenstand stolpert oder stürzt und ihr euch dabei verletzt.

Achtet also stets darauf, dass ihr euren Garten und vor allem den Grillplatz ausreichend beleuchtet. Hierzu könnt ihr Wandleuchten, Wegleuchten oder auch Bodenleuchten nutzen. Das Feuer und die Glut sind als reine Lichtquelle oftmals zu wenig.

Rücksicht auf die Nachbarn

Im Gegensatz zu Mietern müssen Eigentümer niemanden um Erlaubnis fragen und weniger bis gar keine Vorschriften beachten, wenn sie im Garten grillen möchten. Auch wie gegrillt wird – ob mit Holzkohle, Gas oder einem Elektrogrill – spielt für Hauseigentümer keine Rolle.

Darüber hinaus gibt es auf Bundesebene keine Gesetze oder Vorschriften, wie das Grillen im Garten erfolgen soll. Einzig und allein das Landesimmissionsschutzgesetz schreibt ein Grillverbot vor, wenn:

… das Ausmaß des Qualms für die Nachbarn eine unzumutbare Belästigung darstellt.
… wenn der Rauch in Wohn- und Schlafräume benachbarter Anwohner zieht.

Plant ihr also eine Grillparty, solltet ihr die direkt betroffenen Nachbarn im besten Fall einfach 48 Stunden vorher darüber informieren, damit diese entsprechende Schutzmaßnahmen ergreifen können. Oder ihr ladet eure Nachbarn einfach zur Grillparty ein. Dann haben alle etwas davon.

Fazit

Wenn ihr euren eigenen Grillplatz im Garten errichten möchtet, steht euch nichts im Wege. Ihr könnt diesen an jedem beliebigen Ort platzieren. Beachtet nur die hier genannten Tipps und ihr werdet euch um den Brandschutz keine Sorgen machen müssen.

In diesem Sinne wünschen wir euch eine tolle Grillsaison. Lasst es euch schmecken!

Bildquelle: @evanthewise | Unsplash.com

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