Wohntrends 2018: Wir wagen einen Blick in die Glaskugel

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Wer an der Errichtung eines Fertighauses interessiert ist, der möchte seine ganz persönlichen Wohnvorstellungen verwirklichen. Die Entscheidungen eines Bauherren werden zumeist auch von den aktuellen Wohntrends beeinflusst. Wir informieren Sie in diesem Artikel über die Wohntrends 2018.

Die Gestaltung eines Fertighauses spiegelt nicht nur die Wohnvorstellungen des Inhabers eines Fertighauses wider, sondern auch die in einer Gesellschaft aktuell vorherrschenden Wohntrends. In einer zunehmend von Unsicherheiten geprägten Welt erhält die Wohnung die Bedeutung eines sicheren Rückzugsortes, der Gemütlichkeit ausstrahlen soll und dem Nutzer eines Fertighauses Entspannung und Erholung vom Alltagsstress verschafft.

Auch gesellschaftliche Entwicklungen beeinflussen die Gestaltung eines Fertighauses: Erhöhte Anforderungen an die Mobilität führen zur bevorzugten Verwendung von flexibel einsetzbarem und insgesamt leichterem Mobiliar.

Zu den Wohntrends 2018 gehören daher praktisch einsetzbare funktionale Möbel, die nach dem Baukasten-Prinzip bei Bedarf jederzeit ergänzt werden können. Angesichts einer alternden Gesellschaft wird von Fertighäusern zunehmend Barrierefreiheit gefordert.

Minimalismus als einer der Wohntrends 2018

Als Basis der meisten aktuellen Wohntrends kristallisiert sich der Minimalismus heraus, der sich über drei Jahrzehnte entwickelt hat und auch im Jahr 2018 von grundlegender Bedeutung sein wird. „Weniger ist mehr“ liegt somit voll im Trend.

Nach einem oftmals von Termin- und Leistungsdruck geprägten Arbeitsalltag sollen die privaten vier Wände Wohnlichkeit und Ruhe gewährleisten. Die Innenraum-Gestaltung eines Fertighauses soll daher nur in begrenztem Umfang auffällige Impulse setzen, die starke Aufmerksamkeit auf sich ziehen würden. Gerade Linien und einfache Formen werden 2018 eine große Rolle spielen.

Auch die Farbgebung des Wohntrends Minimalismus ist von unaufdringlicher Natürlichkeit und zugleich von dem Wunsch nach Geborgenheit und Wohnlichkeit geprägt. Eine wesentliche Grundfarbe der Inneneinrichtung ist das unauffällig und beruhigend wirkende Grau. Grautöne, die sich auch mit vielen anderen Farbtönen problemlos kombinieren lassen, werden 2018 in vielen unterschiedlichen Farbnuancen verwendet.

Anstelle von grauen oder weißen Wänden kommen auch Naturtöne mit warmen Rosé- oder Sand-Farben zum Einsatz, die sich mit anderen Farben kombinieren lassen, ohne dass ein allzu buntes Gesamtbild entsteht. Retro- und Pastellfarben sowie Grüntöne und Dunkelblau („maritimer Stil“) ergänzen die minimalistische Farbgestaltung von Fertighäusern.

Grün wird im Jahr 2018 den Rang einer zusätzlichen Trendfarbe im Haus- und Wohnungsbau einnehmen – nicht nur für Sofas, Betten und Stühle, sondern auch für Kissen und Accessoires. Zu dunklem Grün passen Kombinationen mit hellem Grau, natürlichem Weiß oder sanften Gelb-Tönen.

Passend zum Grün-Trend werden Innenräume in 2018 kreativ mit Pflanzen gestaltet – auch in „verkehrt herum“ hängenden Blumentöpfen und vertikalen Gärten, in Terrarien und kleinen Gewächshäusern.

Der Hygge-Stil für Natürlichkeit und Gemütlichkeit

Dem minimalistischen Wohnstil kommt der aus Dänemark stammende Hygge-Wohntrend besonders nahe. Der auch von Fertighaus-Herstellern aufgenommene Hygge-Stil (wörtlich: „Gemütlichkeit“) symbolisiert wohlige Wärme, Gesundheit, Ruhe und Naturnähe. Naturmaterialien unterstreichen den Eindruck „natürlicher Urigkeit“.

Hygge stellt nicht nur einen Wohntrend dar, sondern ist in einem Zeitalter zunehmender Reizüberflutung zu einem Lebensstil geworden, der auf die Gewinnung von Abstand und auf ein Entspannen vom Alltagsstress zielt. Hygge versteht sich nicht zuletzt als entschleunigender Kontrapunkt zur Digitalisierung, die zu verstärktem Stress und Hektik im Alltagsleben Einfluss führt.

Der an ländliche Wohnstile erinnernde Hygge-Stil kombiniert Klarheit und Gemütlichkeit. Das Hygge-Design ist zwar nicht ganz so frei von Zusatzelementen wie der reine Minimalismus. Andererseits aber auch nicht so stark mit Wohnelementen ausgestattet wie der Landhausstil, der zuweilen überladen wirkt. Zu den typischen Elementen des Hygge-Stils gehören hölzernes Mobiliar und Holz-Accessoires, Decken und Kissen sowie ein Kamin, Kerzen und andere Beleuchtungskörper.

Hygge-Liebhaber nutzen die Farbideen des Wohnstils Skandi-Chic, der auf Gemütlichkeit und Ruhe ausstrahlende Naturtöne zurückgreift. So werden Farbkompositionen aus nicht aufdringlich wirkenden Weiß-, Braun-, Beige-, Grau- und Schwarz-Tönen sowie sanfte Rot- und Blau-Töne verwendet.

Urban Jungle – grüne Wohlfühl-Oasen in städtischer Umgebung

Abstand zum Alltag lässt sich auch mit dem für 2018 angesagten Wohntrend Urban Jungle finden. In Abgrenzung zu den oft fremd- und regelbestimmten Alltagsabläufen vermittelt Urban Jungle Natürlichkeit. Natürliche Objekte und Materialien verwandeln Ihr Fertighaus in eine Wohlfühl-Oase.

In ein im Urban-Jungle-Wohnstil eingerichtetes Fertighaus gehören neben Pflanzen auch Windlichter, Lichterketten oder dimmbare Ambiente-Lichter und Holz-Accessoires (beispielsweise Seegras-Körbe, geflammte Holzkisten oder Holz-Rippen-Lampen). Pflanzen-Motive auf Tapeten und Bildern (zum Beispiel Palmen oder Farnblätter) ergänzen die grüne Urban-Jungle-Atmosphäre. Im „Urban Jungle“ verschmelzen Innen- und Außenräume.

Wohnen in der Stadt, Nachhaltigkeit und Digitalisierung

Die zukünftige Wohnkultur in Fertighäusern wird nicht zuletzt von übergeordneten gesellschaftlichen Entwicklungen mitbestimmt. Wohnen inmitten der Stadt liegt im Trend – auch aufgrund städtischer Einkaufsmöglichkeiten und Freizeit-Angebote sowie besonders umfangreicher Dienstleistungs- und Versorgungsangebote.

Zwar sind verfügbare Stadtgrundstücke häufig klein, doch ermöglicht die flexible Bauweise von Fertighäusern eine individuelle Architektur und eine optimale Ausnutzung selbst ungünstig geschnittener Grundstücke.

Nachhaltigkeit beim Fertighaus gewinnt zunehmend an Bedeutung

Nachhaltigkeit bezieht sich auf die ökonomische, ökologische und sozio-kulturelle Qualität eines Fertighauses über dessen gesamte Lebensdauer. Die Nachhaltigkeit schließt eine durchdachte und schonende Ressourcen-Nutzung ein. Das Prinzip der Nachhaltigkeit beeinflusst bereits die Planung und Errichtung eines Fertighauses, zielt auf einen möglichst hohen Gebrauchswert während der Nutzungsdauer und erstreckt sich bis zum Recycling der verwendeten Baumaterialien bei Abriss oder Rückbau eines Gebäudes.

➩ Der ökonomische Aspekt der Nachhaltigkeit berücksichtigt die Herstellungs- und Baunutzungskosten eines Fertighauses sowie sonstige gebäudespezifische Aufwendungen – beispielsweise für Reinigung und Instandhaltung.

➩ Die sozio-kulturelle Qualität beschreibt die Akzeptanz eines Fertighauses durch die Wohnungsnutzer und die Allgemeinheit. Einbezogen werden Aspekte der Lebensqualität, Gesundheit und Sicherheit ebenso wie die ästhetische Gestaltung eines Gebäudes.

➩ Ökologische Nachhaltigkeit berücksichtigt Umweltschutz-Gesichtspunkte, insbesondere eine schonende Ressourcennutzung bei Errichtung und Nutzung eines Fertighauses und einen möglichst geringen Energiebedarf des Gebäudes.

Der Einfluss der Digitalisierung auf das Wohnen

Auch der Trend zu einer weitgehenden Digitalisierung gewinnt zunehmend Einfluss auf die vorherrschenden Wohntrends. Eine intelligente Technik (z.B. Smarthome, Sprachassistenten) bei Fertighäusern sorgt für optimalen Wohnkomfort.

Digitale Türöffner entriegeln bereits heute die Türen von Fertighäusern, ohne dass ein Schlüssel hierzu erforderlich wäre, sobald sich ein Nutzer nähert. Jalousien und Rollläden werden entsprechend Lichteinfall oder voreingestellter Tageszeit gesteuert. Vernetzte Haushaltsgeräte, Lichtsysteme und Musik-Anlagen arbeiten auf Funkbasis, sodass eine aufwändige Kabelverlegung oder das Aufstemmen von Wänden nicht mehr erforderlich ist. Sogenannte Smart-Metering-Systeme kümmern sich insbesondere um die Messung und Minimierung des Energie- und Wasserverbrauchs.

Künftig könnten Hausgeräte externe Dienstleister auf Reparatur- oder Wartungsbedarf aufmerksam machen. Bei einer entsprechenden Meldung durch eine Kühlschrank-Software wird ein Lebensmittelhändler zeitnah für den Ersatz fehlender Nahrungsmittel sorgen.

Digitalisierungstechnik erleichtert künftig auch das altersgerechte Wohnen. Zusätzliche Sicherheit im Alter schaffen beispielsweise Fußboden-Sensoren, die externe Helfer auf eine gestürzte Person aufmerksam machen. Andere Meldesysteme werden bei nicht ausgeschaltetem Küchenherd oder bei einem nicht zugedrehten Wasserhahn Alarm schlagen.

Das klingt doch alles gar nicht so schlecht, oder? Was versprechen Sie sich von den Wohntrends 2018 und worauf werden Sie beim Hausbau oder der (Neu-) Einrichtung Ihrer Wohnung besonders großen Wert legen? Verraten Sie es uns in den Kommentaren. Wir freuen uns über Ihr Feedback und Ihre Anregungen.

Bildquelle: Alexas_Fotos | pixabay.com

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