11 Tipps zum Energiesparen im Winter

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Im Herbst und Winter machen wir es uns gemütlich. Das bedeutet warme Klamotten, leckere Heißgetränke und viel Zeit zuhause – und damit aber leider auch mehr Energieverbrauch. Strom und Heizung laufen in den dunklen und kalten Jahreszeiten auf Hochtouren. Die Tatsache, dass sich aktuell viele Menschen noch im Home Office befinden, treibt den Energiebedarf im Eigenheim nochmals in die Höhe. Doch es gibt viele simple Tricks, um im Winter zuhause Energie zu sparen. Die wichtigsten davon haben wir für euch zusammengefasst.

1. Effizient und bewusst heizen

Ein Großteil des Energieverbrauchs zuhause entfällt auf die Heizung. Um hier effizient zu sein und Energie (sowie Kosten!) zu sparen, helfen ganz einfache Methoden, die schnell umzusetzen sind. So sollte ein Heizkörper zum Beispiel nie durch Möbel oder sonstige Gegenstände verdeckt sein: Ist er blockiert, gelangt die Wärme nicht effektiv in den Raum.

Passt eure Heizgewohnheiten den Räumen an, die ihr tatsächlich nutzt. So müssen Räume, in denen ihr euch selten aufhaltet, nicht die gleiche Temperatur aufweisen, wie zum Beispiel das Wohnzimmer. Schon ein Temperaturunterschied von nur einem Grad erhöht am Ende des Jahres die Rechnung.

Jedoch solltet ihr es auch nicht zu kalt werden lassen. Erstens soll natürlich niemand frieren und zweitens kann es zu Schimmelbildungen kommen, wenn ein Raum zu kühl ist. Zudem empfiehlt es sich, eure Heizung regelmäßig zu entlüften und ältere Heizungen regelmäßig vom Fachmann warten zu lassen.

2. Smart sein und Heizung automatisieren

Stichwort Smart Home: Mit moderner Technologie lässt sich der Heizrhythmus ganz einfach und per Klick eurem Alltag anpassen. Programmiert eure Heizung je nach Bedarf oder regelt die Temperaturen in eurem Haus per Fingertipp auf der Smart-Home-App eures Anbieters.

So heizt ihr immer nur die Räume, die aktuell oder bald gebraucht werden – und das in Wunschtemperatur. Das ist komfortabel, nachhaltig und spart langfristig Kosten.

3. Kurz stoßlüften

Richtiges Lüften ist nicht nur in Corona-Zeiten wichtig: Wer das Fenster dauerhaft nur kippt, sorgt nicht für genug Frischluftaustausch im Raum. Zudem kühlen die Wände hierbei zu sehr ab.

Nach ein paar Minuten Stoßlüften hingegen kühlen Wände und Möbel nicht aus und der Frischluftaustausch gelingt um einiges schneller – und gesünder. Ihr vermeidet Schimmelbildung und gleichzeitig geht keine Wärme verloren. Diese überträgt sich nach dem Stoßlüften lediglich in die neue Luft.

4. Hitze aus dem Backofen nutzen

Warum nicht ein bisschen Wärme von anderen Quellen nutzen? Wenn im Winter oft gebacken wird, eignet sich die Restwärme aus dem Ofen, um Küche und umliegende Räume etwas aufzuwärmen. Und wer freut sich nicht gleichzeitig über ein wenig Plätzchenduft?

5. Fenster und Türen gut abdichten

Energiefresser, Adieu: Prüft die Dichtungen und Fugen eurer Fenster und rüstet zum Beispiel mit Schaumstoff oder Gummidichtungsband aus dem Baumarkt nach, sollte es hier Mangelstellen geben. Anderenfalls gelangen Zugluft und Feuchtigkeit in eure Räume und Wärme geht nach draußen verloren.

Um undichte Stellen aufzuspüren, haltet einfach eine Kerze, ein Räucherstäbchen oder ein Feuerzug an das Fenster: Wenn Flamme oder Rauch flackern, dringt Luft durch die Ränder.

Ist der Spalt zwischen Tür und Boden sehr groß, bieten sich Zugluftstopper und spezielle Schienen an. Geschlossene Rollläden und Vorhänge helfen ebenfalls dabei, die Wärme im Haus zu halten.

6. Sparsames Licht anknipsen

Energiesparlampen verbrauchen 80 Prozent weniger Energie als gewöhnliche Glühbirnen, halten mehr Stunden durch und spenden ausreichend helles Licht. Noch effizienter sind LED-Leuchten, die sich in der kommenden Jahreszeit zum Beispiel bei der Weihnachtsdekoration besonders gut anbieten.

Ansonsten gilt wie beim Heizen auch das „bewusste Erleuchten“: Schaltet das Licht aus, wenn ihr einen Raum verlasst, nutzt nicht alle Lampen in einem Raum oder dimmt das Licht, wenn es die Atmosphäre zulässt, zum Beispiel beim entspannten Fernsehabend.

7. Warmwasserverbrauch regulieren

Wer beim Warmwasserverbrauch sparen möchte, hat vielfältige Möglichkeiten: Es gibt wassersparende Armaturen und Duschköpfe, Spartasten bei der Toilettenspülung sowie energieeffiziente Wasch- und Spülmaschinen. Schaltet die Maschinen nur ein, wenn sie auch wirklich voll sind und vermeidet beim Waschen den Schonwaschgang, wenn dieser nicht notwendig ist – denn er erzeugt mehr Mikroplastik und belastet die Umwelt.

Vor allem im Winter ist ein heißes Bad wohltuend? Das stimmt, aber dabei verbraucht ihr zwischen 150 und 180 Liter Wasser, während es beim Duschen durch sparsame Duschköpfe nur bis zu 60 Liter sind. Aber bedenkt: Auch hier kommt es auf die Dauer des Duschens an.

8. Auf Heizlüfter verzichten

Kleine Heizlüfter kommen gerne mal zum Einsatz, wenn man sich schnell aufwärmen oder für kurze Zeit einen weniger oft besuchten Raum heizen möchte, beispielsweise die Gästetoilette. Ihr Vorteil ist die flexible Einsatzbereitschaft.

Jedoch ziehen Heizlüfter jede Menge Strom, haben nur einen sehr geringen Wirkungsgrad und kosten am Ende viel Geld. Mit den bewussten Heiztipps aus Punkt 1 solltet ihr auch ohne Heizlüfter gut gewärmt durch den Winter kommen.

9. Auf die kleinen Dinge achten

Wie so oft liegt es im Detail: Zieht den Stecker der Kaffeemaschine, wenn ihr sie nicht mehr benötigt. Schaltet Geräte auf den Standby-Modus. Schließt die Türen der Räume, die ihr gerade heizt, damit keine Wärme verloren geht. Dreht den laufenden Wasserhahn beim Zähneputzen zu und die Heizung immer herunter, bevor ihr lüftet. Besorgt euch eine dicke Winterdecke für die kalten Monate, die den nächtlichen Heizbedarf reduziert.

Das sind kleine Beträge, die am Ende des Jahres zusammen viel ausmachen – sowohl für die Energierechnung als auch für die Ökobilanz.

10. Energieverbrauch kontrollieren

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser? Zumindest beim Thema Energiehaushalt lässt sich diese Redewendung bejahen. Achtet auf euren Heizrhythmus und Stromverbrauch, um energiefressende Angewohnheiten zu vermeiden und überprüft den täglichen Umgang mit der Energie zum Beispiel über die App eures Anbieters. Viele bieten diese für ihre Kunden an.

Zudem könnt ihr Strommessgeräte erwerben oder bei der Verbraucherzentrale ausleihen. Mit diesen Tipps wisst ihr am Ende des Monats und Jahres, ob die Rechnung aufgeht.

11. Energieanbieter wechseln

Ihr findet, ihr spart noch nicht genug? Dann hilft am Ende nur ein Wechsel des Energieanbieters. Es gibt viele Vergleichsportale im Internet, die euch einen Überblick über die verschiedenen Angebote und Tarife verschaffen.

Euch ist dabei eine erhöhte Nachhaltigkeit besonders wichtig? Mittlerweile gibt es immer mehr Angebote für Energien aus regenerativen Quellen, die nicht nur eurem Haushalt, sondern auch der Umwelt zugutekommen.

Habt ihr weitere Tipps zum Energiesparen im Winter? Dann verratet sie uns gerne in den Kommentaren und tauscht euch mit unseren Lesern aus. 

Bildquelle: @kadh | Unsplash.com

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