Ein Balkon ist eine nutzbare Außenfläche an einem Gebäude, die oberhalb des Geländes liegt und in der Regel direkt von einem Innenraum aus zugänglich ist. Er erweitert den Wohnbereich nach draußen und kann gleichzeitig die Gestaltung der Fassade wesentlich prägen.
Welche Balkonarten gibt es?
Balkone können konstruktiv unterschiedlich ausgeführt werden. Bei einem auskragenden Balkon ragt die Tragkonstruktion aus dem Gebäude heraus. Alternativ kann der Balkon auf Konsolen oder Trägern aufliegen. Ein sogenannter Vorstellbalkon besitzt dagegen weitgehend eine eigene Tragkonstruktion mit Stützen und wird zusätzlich am Gebäude befestigt.
Nicht zu verwechseln ist der klassische Balkon mit dem französischen Balkon. Dieser besteht meist lediglich aus einer Absturzsicherung vor einem bodentiefen Fenster und besitzt keine begehbare Balkonfläche.
Worauf kommt es bei der Planung an?
Neben Größe und Ausrichtung spielen Statik, Abdichtung, Entwässerung und Absturzsicherung eine wichtige Rolle. Geländer oder Brüstungen müssen die Anforderungen des jeweiligen Landesbaurechts erfüllen.
Besondere Aufmerksamkeit verdient außerdem der Anschluss an das Gebäude. Vor allem auskragende Stahlbetonbalkone können ohne geeignete thermische Trennung eine Wärmebrücke bilden. Moderne Konstruktionen berücksichtigen deshalb entsprechende Dämmelemente.
Balkon sinnvoll in den Grundriss integrieren
Überlegt bereits bei der Hausplanung, wie ihr den Balkon später nutzen möchtet. Größe, Himmelsrichtung, Zugang und Beschattung sollten zu eurem Alltag passen. Ein Westbalkon bietet beispielsweise häufig Abendsonne, während ein nach Osten ausgerichteter Balkon besonders für das Frühstück interessant sein kann.
Ob ein Balkon für euer Eigenheim tatsächlich sinnvoll ist oder eine Terrasse besser zu euren Bedürfnissen passt, erfahrt ihr ausführlich in unserem Beitrag „Balkon, Terrasse oder vielleicht doch lieber beides?“. Für sonnige Standorte findet ihr außerdem Tipps zur Beschattung von Balkon und Terrasse.