Als Baugrube bezeichnet man eine vorübergehende Ausschachtung im Boden, die benötigt wird, um unterirdische oder erdberührte Teile eines Gebäudes herzustellen. Beim Hausbau schafft sie beispielsweise den notwendigen Arbeitsraum für Keller, Fundamente oder Bodenplatte. Größe und Tiefe hängen vom geplanten Gebäude, der Gründung und den Bodenverhältnissen ab.
Wie wird eine Baugrube hergestellt?
Vor Beginn der Erdarbeiten wird die Lage des Gebäudes auf dem Grundstück festgelegt. Anschließend trägt ein Bagger den Boden entsprechend der Planung ab. Grundlage für die Ausführung sind unter anderem die Bauunterlagen und die Ergebnisse des Baugrundgutachtens.
Das Gutachten liefert wichtige Informationen über Bodenschichten, Tragfähigkeit und Grundwasserverhältnisse. Diese Angaben beeinflussen beispielsweise die Gründung und die notwendige Sicherung der Baugrube.
Wie wird eine Baugrube gesichert?
Die Seiten einer Baugrube müssen während der Arbeiten standsicher sein. Je nach Boden, Tiefe, Wasserverhältnissen und verfügbarem Platz können die Wände ausreichend abgeböscht oder durch einen sogenannten Verbau gesichert werden.
Besonders bei engen Grundstücken, tiefen Baugruben oder unmittelbar angrenzenden Gebäuden kann eine aufwendigere Sicherung notwendig sein. Zusätzlich müssen ausreichende Arbeitsräume und sichere Zugänge berücksichtigt werden.
Welche Rolle spielt Grundwasser?
Liegt Grundwasser im Bereich der Baugrube, kann eine Wasserhaltung erforderlich sein. Welche Maßnahmen zulässig und notwendig sind, muss fachgerecht geplant werden. Auch Niederschlagswasser sollte während der Bauzeit kontrolliert abgeführt werden.
Nach Fertigstellung von Fundament, Bodenplatte beziehungsweise Keller wird der verbleibende Arbeitsraum wieder fachgerecht verfüllt und verdichtet. Ob für euer Haus ein Keller sinnvoll ist, erfahrt ihr in unserem Vergleich Keller oder Bodenplatte.