Emissionsschutz umfasst Maßnahmen, mit denen die Freisetzung von Luftschadstoffen, Lärm, Erschütterungen, Licht, Wärme, Strahlung und ähnlichen Einwirkungen begrenzt werden soll. Im deutschen Umweltrecht wird überwiegend vom Immissionsschutz gesprochen. Eine zentrale gesetzliche Grundlage ist das Bundes-Immissionsschutzgesetz, kurz BImSchG.
Was ist der Unterschied zwischen Emission und Immission?
Emissionen gehen von einer Quelle aus. Beispiele sind Abgase einer Feuerungsanlage, Geräusche einer Wärmepumpe oder Licht einer Außenbeleuchtung.
Immissionen sind dagegen die Einwirkungen, die tatsächlich bei Menschen, Tieren, Pflanzen, Boden, Wasser oder anderen Schutzgütern ankommen. Vereinfacht gesagt: Die Emission verlässt die Quelle, die Immission erreicht die Umgebung.
Welche Bedeutung hat der Emissionsschutz beim Hausbau?
Auch private Wohngebäude und ihre technischen Anlagen können Emissionen verursachen. Relevant sind beispielsweise Heizungen, Wärmepumpen, Klimageräte, Lüftungsanlagen oder Außenbeleuchtung.
Solche Anlagen müssen so geplant und betrieben werden, dass vermeidbare schädliche Umwelteinwirkungen verhindert und unvermeidbare Einwirkungen möglichst gering gehalten werden. Gerade bei geräuschintensiven technischen Geräten sollte deshalb auch der Abstand zu Nachbargrundstücken frühzeitig berücksichtigt werden.
Welche Regeln gelten für Heizungsanlagen?
Für kleine und mittlere Feuerungsanlagen gelten zusätzliche Anforderungen der 1. BImSchV. Je nach Brennstoff, Leistung und Anlagentyp werden beispielsweise Grenzwerte für Staub und Kohlenmonoxid festgelegt.
Welche Vorgaben für eure konkrete Heiztechnik gelten, hängt daher vom eingesetzten System ab. Auch die Art des Brennstoffs beeinflusst die entstehenden Emissionen. Weitere Hintergründe findet ihr in unserem Beitrag zu fossilen Energieträgern zum Heizen.