Die Dachneigung beschreibt den Winkel, in dem ein Dach gegenüber der horizontalen Fläche geneigt ist. Dieser Neigungswinkel wird meist in Grad (°) oder als prozentuales Verhältnis (Steigung) angegeben und ist ein entscheidender Faktor bei der Planung und Gestaltung von Dächern.
Die Dachneigung beeinflusst nicht nur das Erscheinungsbild eines Gebäudes, sondern auch dessen Funktionalität, Witterungsbeständigkeit und die Auswahl der geeigneten Dachdeckung.
Ein steileres Dach, etwa mit einer Neigung von 30 Grad oder mehr, sorgt dafür, dass Regenwasser und Schnee schneller ablaufen. Dies kann besonders in Regionen mit viel Niederschlag oder Schnee von Vorteil sein, da es das Risiko von Feuchtigkeitsschäden und hohen Schneelasten verringert. Solche Dächer haben oft eine klassische Form, wie das Satteldach, das in vielen Wohngebieten zu finden ist.
Flachere Dachneigungen, zum Beispiel unter 10 Grad, finden sich häufig bei Flachdächern. Hier ist eine sorgfältige Abdichtung wichtig, um das Eindringen von Wasser zu verhindern, da das Wasser langsamer abläuft und sich auf der Dachfläche sammeln kann. Flachdächer bieten Vorteile in der modernen Architektur, da sie zusätzliche Nutzungsmöglichkeiten wie Dachterrassen oder Gründächer eröffnen.
Die Wahl der Dachneigung beeinflusst auch die Wahl des Dachmaterials. Während sich bei steilen Dächern traditionelle Materialien wie Dachziegel, Schiefer oder Biberschwanzziegel gut eignen, werden bei flachen Dächern oft spezielle Abdichtungen und Bitumenbahnen verwendet.
Darüber hinaus spielt die Dachneigung eine Rolle im Zusammenhang mit der Solarnutzung. Ein bestimmter Neigungswinkel kann den Ertrag von Photovoltaikanlagen optimieren, da er die Sonneneinstrahlung ideal ausnutzt.