Das Buttering-Floating-Verfahren ist eine Verlegetechnik für Fliesen und Platten, bei der Klebemörtel sowohl auf den Untergrund als auch auf die Rückseite des Belags aufgetragen wird. Es wird auch als kombiniertes Verfahren bezeichnet, da es das Floating- mit dem Buttering-Verfahren verbindet.
Wie funktioniert das Buttering-Floating-Verfahren?
Beim Floating-Verfahren wird der Fliesenkleber auf Wand oder Boden aufgetragen und mit einer Zahntraufel durchgekämmt. Beim Buttering erfolgt der Kleberauftrag dagegen auf der Rückseite der Fliese beziehungsweise Platte. Beim kombinierten Buttering-Floating-Verfahren werden beide Kontaktflächen mit Klebemörtel versehen.
Werden beide Seiten aufgezahnt, sollten die Kleberrippen parallel in dieselbe Richtung verlaufen. Beim anschließenden Einlegen und Andrücken der Fliese kann eingeschlossene Luft dadurch besser zwischen den Kleberrippen entweichen.
Welche Vorteile bietet das Verfahren?
Durch den beidseitigen Kleberauftrag lässt sich eine weitgehend hohlraumarme beziehungsweise nahezu vollsatte Bettung erreichen. Dadurch verbessert sich der Kontakt zwischen Fliese und Untergrund.
Das ist besonders bei großformatigen Fliesen und Platten wichtig. Auch im Außenbereich können Hohlräume problematisch sein: Dringt Wasser ein und gefriert, können Frost-Tau-Wechsel den Fliesenbelag beschädigen.
Wann wird Buttering-Floating eingesetzt?
Das Verfahren kommt insbesondere bei großformatigen Belägen, auf Balkonen und Terrassen sowie in Bereichen mit hoher Feuchtigkeitsbeanspruchung zum Einsatz. Je nach Material, Untergrund und Beanspruchung können unterschiedliche Klebemörtel und Zahnungen erforderlich sein.
Mehr über die Eigenschaften und Einsatzbereiche keramischer Beläge erfahrt ihr in unserem Beitrag über Fliesen als Bodenbelag.