Die Baunutzungsverordnung, kurz BauNVO, ist eine bundesweit geltende Rechtsverordnung des deutschen Bauplanungsrechts. Sie ergänzt das Baugesetzbuch (BauGB) und legt insbesondere fest, wie Art und Maß der baulichen Nutzung, die Bauweise sowie die überbaubaren Grundstücksflächen in der Bauleitplanung bestimmt werden können.
Was regelt die Baunutzungsverordnung?
Die BauNVO unterscheidet verschiedene Baugebiete. Dazu gehören beispielsweise reine und allgemeine Wohngebiete, Mischgebiete, urbane Gebiete, Gewerbegebiete und Sondergebiete. Für die einzelnen Gebietstypen ist geregelt, welche Nutzungen grundsätzlich zulässig oder ausnahmsweise möglich sind.
Beim Einfamilienhaus spielt außerdem das Maß der baulichen Nutzung eine wichtige Rolle. Festgesetzt werden können unter anderem die Grundflächenzahl (GRZ), die Geschossflächenzahl (GFZ), die Zahl der Vollgeschosse und die Gebäudehöhe.
Bauweise und Grundstücksfläche
Die Baunutzungsverordnung unterscheidet außerdem zwischen offener und geschlossener Bauweise. In der offenen Bauweise können beispielsweise Einzelhäuser, Doppelhäuser oder Hausgruppen mit seitlichem Grenzabstand vorgesehen werden.
Über Baulinien, Baugrenzen und Bebauungstiefen lässt sich zudem festlegen, welcher Bereich eines Grundstücks bebaut werden darf. Solche Vorgaben begegnen euch insbesondere im Bebauungsplan.
Warum ist die BauNVO für Bauherren wichtig?
Die BauNVO beeinflusst wesentlich, welches Haus auf einem Grundstück planungsrechtlich möglich ist. Sie kann sich beispielsweise auf Gebäudetyp, Größe, Geschossigkeit und Position auf dem Grundstück auswirken.
Ausführlich erklären wir das Zusammenspiel der beiden Regelwerke in unserem Beitrag über Baugesetzbuch und Baunutzungsverordnung.