Versatz

Der Versatz bezeichnet eine zimmermannsmäßige Holzverbindung, die beim Hausbau zumeist in der Errichtung der Dachkonstruktion eine große Rolle spielt. Mit dem Versatz kann man zum einen Bauten aussteifen, zum anderen auch schwere Lasten tragen. Dabei werden in der Regel mehrere Holzelemente, meistens Holzbalken, so miteinander verbunden, dass sie in ihrer Gesamtheit schwere Gewichte tragen und der Konstruktion insgesamt eine gewisse Stabilität geben können.

Finden wird man den Versatz beziehungsweise die Versatztechniken vor allem bei Fachwerkhäusern, Kehlblakendächern sowie Sparrendächern. Während der Errichtung einer Dachkonstruktion oder einer anderen Holzbauweise kann auf mehrere Versatzarten zurückgegriffen werden.

Die beliebteste Versatztechnik ist der klassische Stirnversatz. Bei diesem Versatz kommen zwei Holzelemente zum Tragen. Das sogenannte aufnehmende Holzstück, also das Element, was später den anderen Balken tragen wird, wird zunächst so bearbeitet, dass es eine keilförmige Aussparung enthält. Man nennt es deswegen Kantholz.

In diese Aussparung wird dann der zweite Holzbalken, welcher passend zurecht gesägt wurde, hineingeschoben und angepasst. In Fachkreisen wird er auch Druckstab genannt. Grundsätzlich wird bei diesem Versatz noch ein zusätzlicher Heftbolzen, also eine starke Schraubverbindung, verwendet, damit der Druckstab nicht seitlich aus dem aufnehmenden Holzelement, dem Kantholz, herausrutschen kann.