Hybridbauweise

Ein Gebäude, welches im Sinne der Hybridbauweise errichtet wurde, besteht aus einem Materialmix, wobei eines der dabei genutzten Materialien immer Holz ist. Da reine Holzhäuser für bestimmte Gebäudearten und vor allem für bestimmte Gebäudegrößen von mehreren Stockwerken ungeeignet sind, greift man auf diese hybride Bauweise zurück.

Eine reine Holzbauweise ist in Deutschland nur bis zu fünf Stockwerken möglich. Begründet wird das unter anderem mit der Statik und dem Brandschutz. Die Hybridbauweise verbindet jedoch Holz als Baumaterial mit anderen Werkstoffen wie Beton, Stahl, Aluminium und Gipsfaserplatten. Diese bilden in der Regel den Kern des Gebäudes und andere tragende Elemente, während das Holz die Gebäudehülle verkleidet und zur Ausgestaltung der Räumlichkeiten dient. So kann mitunter der Eindruck eines reinen Holzbaus entstehen.

Neben der Optik versprechen sich Bauherren durch die Hybridbauweise auch klimafreundliche Vorteile. Allein der Einsatz von Holz gilt als CO-neutraler, selbst wenn es nur als Material für die Außenhülle dient. Weiterhin speichert das Holz Kohlendioxid und verfügt über weitere Eigenschaften, welche die Energieeffizienz des Gebäudes positiv beeinflussen. Zudem ist Holz in der Regel günstiger, nicht nur das Material an sich, auch beim Bau fallen weniger Kosten an. Dafür müssen sich Bauherren zusätzliche Gedanken über den Brandschutz machen.