Als Erdaushub bezeichnet man Boden und Gestein, die bei Erdarbeiten auf einem Grundstück gelöst und ausgehoben werden. Beim Hausbau entsteht Erdaushub vor allem beim Herstellen der Baugrube, bei Fundamenten und Bodenplatten sowie beim Verlegen von Leitungen. Die Menge hängt insbesondere von Gebäudegröße, Gründung und einer möglichen Unterkellerung ab.
Wie läuft der Erdaushub beim Hausbau ab?
Vor Beginn der Erdarbeiten werden Lage und Höhen des Gebäudes festgelegt. Anschließend wird der Boden entsprechend der Planung ausgehoben. Bei einem Haus mit Keller fällt wesentlich mehr Erdaushub an als bei einem nicht unterkellerten Gebäude mit Bodenplatte.
Eine wichtige Grundlage bildet das Baugrundgutachten. Es liefert Informationen zu Bodenaufbau, Tragfähigkeit und Grundwasserverhältnissen und hilft dabei, Aufwand und mögliche Risiken der Erdarbeiten besser einzuschätzen.
Was passiert mit dem ausgehobenen Boden?
Geeignetes Bodenmaterial kann teilweise auf dem Grundstück verbleiben und beispielsweise für Geländemodellierungen oder Verfüllungen genutzt werden. Ob das zulässig und sinnvoll ist, hängt von Bodenbeschaffenheit, Schadstoffbelastung und geplanter Verwendung ab.
Nicht benötigter oder ungeeigneter Boden muss fachgerecht verwertet oder entsorgt werden. Je nach Verwendung und Herkunft können dafür Untersuchungen und eine Einstufung des Bodenmaterials erforderlich sein. Transport, Analyse und Entsorgung können daher einen erheblichen Kostenfaktor darstellen.
Worauf solltet ihr beim Erdaushub achten?
Klärt vor Beginn vorhandene Versorgungsleitungen, Zufahrten für Baumaschinen, Platz für die Zwischenlagerung und die notwendige Sicherung der Baugrube. Grundwasser, Fels oder unerwartet schwierige Bodenschichten können den Aufwand zusätzlich erhöhen.
Plant deshalb ausreichende Reserven im Budget ein und klärt möglichst früh, welche Bodenmengen auf dem Grundstück bleiben können. Weitere praktische Hinweise findet ihr in unserem Beitrag zu den Aushubarbeiten beim Hausbau.