DIN-Normen sind technische Regeln, die vom Deutschen Institut für Normung (DIN) unter Beteiligung verschiedener Fachkreise erarbeitet werden. Sie schaffen einheitliche Grundlagen für Produkte, Verfahren und Dienstleistungen. Beim Hausbau betreffen sie unter anderem Statik, Wärmeschutz, Schallschutz, Barrierefreiheit und technische Gebäudeausrüstung.
Sind DIN-Normen gesetzlich vorgeschrieben?
DIN-Normen sind grundsätzlich keine Gesetze und ihre Anwendung ist zunächst freiwillig. Rechtlich verbindlich können sie jedoch werden, wenn ein Gesetz oder eine Rechtsverordnung auf sie verweist oder wenn ihre Einhaltung Bestandteil eines Bauvertrags ist.
Im Bauwesen können technische Regeln außerdem über die Technischen Baubestimmungen der Bundesländer eingeführt werden. Auch bei Streitigkeiten über Baumängel können einschlägige Normen eine wichtige Rolle spielen, weil sie als Maßstab für fachgerechte Planung und Ausführung herangezogen werden können.
Welche DIN-Normen sind beim Hausbau wichtig?
Je nach Bauvorhaben können zahlreiche Normen relevant sein. Die DIN 4109 enthält beispielsweise Anforderungen an den Schallschutz im Hochbau. Die Normenreihe DIN 18040 beschäftigt sich mit dem barrierefreien Bauen.
Darüber hinaus begegnen euch Bezeichnungen wie DIN EN oder DIN EN ISO. Dabei handelt es sich um europäische beziehungsweise internationale Normen, die in das deutsche Normenwerk übernommen wurden.
Warum sind DIN-Normen für Bauherren relevant?
Ihr müsst als Bauherren normalerweise nicht selbst sämtliche einschlägigen Normen kennen. Planer, Architekten und ausführende Unternehmen müssen die für ihre Leistungen relevanten technischen Anforderungen berücksichtigen.
Bei Bauverträgen lohnt es sich dennoch, genau darauf zu achten, welche Standards und Ausführungsqualitäten vereinbart werden. Eine DIN-Norm definiert dabei nicht automatisch die bestmögliche Qualität, sondern stellt eine technische Grundlage für bestimmte Anforderungen dar.