Dachbegrünung

Die Dachbegrünung ist ein wichtiger Bestandteil des ökologischen Bauens, gleichzeitig natürlich aber auch schön anzusehen. Begrünungen eignen sich hervorragend für alle Flachdächer. Ist das Dach nicht zu groß, könnt ihr solch eine Begrünung leicht selbst realisieren.

Eine Begrünung des Daches bietet euch gleich mehrere Vorteile. Einer der wesentlichen Vorzüge ist, dass die Pflanzen eine Art natürlicher Dämmstoff sind und ihr so deutlich Energiekosten einsparen könnt. Für das Dach selbst bedeutet die Begrünung einen wunderbaren Schutz gegen äußere Witterungseinflüsse. Vor Hagel- oder Sturmschäden ist es so bestmöglich geschützt.

Nicht zuletzt bedeutet eine Begrünung eine Wertsteigerung, sowohl finanzieller als auch nachhaltiger Art. Pflanzen haben einen wesentlichen Vorteil: Sie reinigen die Luft und filtern Schadstoffe heraus. Gleichzeitig produzieren sie Sauerstoff.

Sowohl im Winter als auch im Sommer ist die Begrünung vorteilhaft. Die Begrünung ist eine dämmende Schicht, die euch dabei hilft, Heizkosten zu sparen. In den Sommermonaten wiederum wirken die Pflanzen schattierend und eure Räume bleiben länger kühl.

Ein weiterer Vorteil sollte nicht unerwähnt bleiben: Die Grünpflanzen wirken geräuschdämmend und damit lärmmindernd. Zugleich bieten sie Insekten und Vögeln einen natürlichen Lebensraum, so dass ihr mit einer Begrünung einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz leistet.

Unterschieden wird zwischen extensiven und intensiven Dachbegrünungen. Erstgenannte sind Stauden, die maximal 20 Zentimeter hoch sind. Die intensive Dachbegrünung hingegen kann bis zu 40 Zentimeter hoch werden. In diesem Fall handelt es sich meist um Ziergräser, Sträucher oder sogar kleine Bäume.

Für welche Art der Begrünung ihr euch entscheidet, ist natürlich von der Tragfähigkeit des Daches abhängig. Bei einer intensiven Bepflanzung ist eine Belastung von bis zu 500 Kilogramm pro Quadratmeter Dachfläche möglich. Immerhin besteht die Begrünung aus mehreren Schichten wie einer Schutzfolie, der Speichermatte, einer Drainageschicht, dem Substrat und einer Filterschicht.

Während der etwa dreiwöchigen Anwachsphase des Substrates sollte das Dach regelmäßig bewässert werden. Das fertige Gründach muss hingegen nur noch in extremen Trockenphasen bewässert werden. Vergesst aber nicht das Unkrautjäten etwa ein- bis zwei Mal im Jahr. Das ist wichtig, damit die Wurzeln vom Unkraut nicht in die Drainageschicht gelangen. Generell aber ist die Pflege eines Gründachs recht simpel und nimmt nicht viel Zeit in Anspruch.

Welche Pflanzen aber eignen sich gut? Bewährt haben sich in der Praxis wasserspeichernde Pflanzen wie Mauerpfeffer oder Hauswurz. Auch hitzeverträgliche Kräuter wie Salbei oder Lavendel eignen sich gut. Möchtet ihr Ziergräser anpflanzen, sollte die Erdschicht mindestens 15 Zentimeter hoch sein.