CEE-Stecker sind robuste Steckvorrichtungen für höhere elektrische Belastungen und anspruchsvolle Einsatzbedingungen. Sie kommen vor allem in Industrie, Gewerbe, auf Baustellen und Campingplätzen zum Einsatz. Auch in Wohngebäuden können entsprechende Anschlüsse beispielsweise in Werkstatt oder Garage vorgesehen werden.
Was ist ein CEE-Stecker?
CEE-Steckvorrichtungen sind heute nach der Normenreihe DIN EN IEC 60309 genormt. Es gibt verschiedene Ausführungen mit unterschiedlichen Bemessungsströmen, Spannungen und Polzahlen. Dadurch können sie für ein- und mehrphasige Stromversorgung eingesetzt werden.
Besonders bekannt sind der blaue CEE-Stecker für typische 230-Volt-Anwendungen sowie rote CEE-Steckvorrichtungen für 400-Volt-Drehstrom. Die Farbgebung und die Position des Schutzleiterkontakts helfen dabei, Steckverbindungen für unterschiedliche Spannungen und Frequenzen voneinander zu unterscheiden.
Wo werden CEE-Stecker eingesetzt?
Rote CEE-Steckdosen findet ihr beispielsweise bei leistungsstärkeren Maschinen oder technischen Geräten. Blaue 230-Volt-CEE-Steckverbindungen mit 16 Ampere sind vor allem vom Camping bekannt und dienen dort häufig dem Stromanschluss von Wohnwagen und Wohnmobilen.
Auch auf Baustellen sind CEE-Steckvorrichtungen weit verbreitet. Mehr zur vorübergehenden Stromversorgung während des Hausbaus erfahrt ihr in unserem Lexikoneintrag zum Baustromanschluss.
Sind CEE-Stecker wasserdicht?
Nicht grundsätzlich. Je nach Bauart besitzen CEE-Stecker und -Steckdosen unterschiedliche IP-Schutzarten. Varianten mit IP44 sind beispielsweise gegen Spritzwasser geschützt, während Ausführungen mit höherer Schutzart wie IP67 einen stärkeren Schutz gegen Wasser bieten.
CEE-Anschlüsse dürfen zudem nicht mit gewöhnlichen Haushaltssteckdosen verwechselt werden. Welche Steckvorrichtung benötigt wird und wie sie abgesichert werden muss, sollte bei fest installierten Anschlüssen durch eine Elektrofachkraft geplant und ausgeführt werden.