Als Bauherr bezeichnet man die natürliche oder juristische Person, die für ein Bauvorhaben verantwortlich ist und dessen Durchführung veranlasst. Beim privaten Hausbau seid also in der Regel ihr als zukünftige Eigentümer die Bauherren. Damit gehen nicht nur Entscheidungsrechte, sondern auch verschiedene organisatorische und rechtliche Pflichten einher.
Welche Aufgaben hat ein Bauherr?
Der Bauherr sorgt dafür, dass das Bauvorhaben vorbereitet und entsprechend den geltenden öffentlich-rechtlichen Anforderungen umgesetzt wird. Dazu gehört je nach Vorhaben insbesondere, geeignete Fachleute und Unternehmen zu beauftragen sowie erforderliche Anträge, Anzeigen und Nachweise bereitzustellen.
Beim genehmigungspflichtigen Hausbau betrifft dies beispielsweise den Bauantrag. Die konkreten Pflichten richten sich nach der jeweiligen Landesbauordnung und dem gewählten Bauverfahren.
Welche Verantwortung trägt der Bauherr?
Bauherren müssen geeignete Beteiligte für Planung und Ausführung auswählen und wichtige Entscheidungen koordinieren. Architekten, Fachplaner, Bauleiter und Bauunternehmen übernehmen innerhalb ihres jeweiligen Aufgabenbereichs eigene Verantwortung. Welche Leistungen beispielsweise ein Architekt übernimmt, hängt von der konkreten Beauftragung ab.
Was gilt für die Sicherheit auf der Baustelle?
Auch beim Arbeitsschutz treffen Bauherren bestimmte Pflichten. Werden Beschäftigte mehrerer Arbeitgeber auf der Baustelle tätig, muss grundsätzlich ein geeigneter Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinator bestellt werden. Ein Sicherheits- und Gesundheitsschutzplan, kurz SiGe-Plan, ist dagegen nur unter bestimmten Voraussetzungen erforderlich, beispielsweise bei entsprechend großen Baustellen oder besonders gefährlichen Arbeiten.
Für euch gilt daher: Behaltet Verträge, Genehmigungen, Termine und Zuständigkeiten im Blick, aber holt euch für technische und rechtlich relevante Aufgaben die notwendigen Fachleute an die Seite.