Als Anbau bezeichnet man die bauliche Erweiterung eines bestehenden Gebäudes, durch die zusätzliche Wohn- oder Nutzfläche entsteht. Im Gegensatz zur Aufstockung wird das Haus dabei seitlich beziehungsweise horizontal erweitert. Auch der neu entstandene Gebäudeteil selbst wird als Anbau bezeichnet.
Wann ist ein Anbau sinnvoll?
Ein Anbau kommt häufig infrage, wenn das vorhandene Haus nicht mehr genügend Platz bietet. Gründe können Familienzuwachs, ein zusätzliches Arbeitszimmer, mehr Stauraum oder veränderte Anforderungen an die Haustechnik sein. Auch ein Wintergarten oder zusätzlicher Wohnbereich lässt sich als Erweiterung realisieren.
Grundsätzlich sollte der neue Gebäudeteil funktional und konstruktiv zum Bestand passen. Besonders wichtig sind dabei Fundament, Tragwerk sowie die Anschlüsse an Heizung, Strom, Wasser und gegebenenfalls Lüftung.
Braucht ihr für einen Anbau eine Baugenehmigung?
Ob für einen Anbau eine Baugenehmigung erforderlich ist, lässt sich nicht pauschal beantworten. Die Vorgaben unterscheiden sich je nach Bundesland, Größe und Art des Anbaus. Auch Bebauungsplan, Abstandsflächen und Grundstücksgrenzen können darüber entscheiden, ob eure Planung umgesetzt werden darf.
Klärt deshalb frühzeitig mit dem zuständigen Bauamt beziehungsweise eurem Planer, welches Verfahren für euer Vorhaben erforderlich ist. Auch bei genehmigungsfreien Vorhaben müssen die geltenden baurechtlichen Anforderungen eingehalten werden.
Was solltet ihr bei der Planung beachten?
Neben dem Baurecht spielen Statik, Wärmeschutz, Haustechnik und die Gestaltung eine wichtige Rolle. Wird durch den Anbau beheizter oder gekühlter Wohnraum geschaffen, müssen außerdem die entsprechenden energetischen Anforderungen berücksichtigt werden.
Ausführliche Tipps zu Planung, Technik und unterschiedlichen Erweiterungsmöglichkeiten findet ihr in unserem Beitrag zum Anbau beim Fertighaus. Weitere Informationen zum Genehmigungsverfahren gibt es in unserem Ratgeber zum Bauantrag.