Das sind die Trends beim Hausbau im kommenden Jahr 2023 

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Auch wenn sich Veränderungen in der Hausbau-Branche eher über einen längeren Zeitraum entwickeln, zeichnen sich für das kommende Jahr bereits wichtige Trends ab, die euch und eure Bauvorhaben beeinflussen könnten. Falls ihr euch mit dem Gedanken beschäftigt, das kommende Jahr zu eurem Baujahr zu machen, lest gern weiter, denn: Welche Bautrends euch 2023 voraussichtlich erwarten, erfahrt ihr in diesem Artikel.

Welche Herausforderungen prognostizieren die Bautrends 2023?

Generell gilt, dass die Schwierigkeiten, denen die Baubranche aktuell gegenübersteht, höchstwahrscheinlich auch im nächsten Jahr andauern werden. Eine gute Nachricht gibt es allerdings: Die Corona-Pandemie wird den Hausbau im kommenden Jahr 2023 vermutlich weniger stark beeinträchtigen als in den Jahren 2020 und 2021. Dafür zeigen sich bereits jetzt rapide die Auswirkungen, die der Ukrainekrieg auf die Baubranche hat. Materialmangel, Preiserhöhungen und Lieferengpässe werden auch im kommenden Jahr unvermeidlich sein und die Kosten sowie den Zeitaufwand von Bauprojekten erhöhen.

Der Krieg in der Ukraine sorgt derzeit dafür, dass Probleme mit der Materialversorgung nicht mehr aus den Köpfen von Hausbauern wegzudenken sind. Eine Verknappung von Gütern am Markt zieht zudem bekanntlich eine deutliche Preissteigerung nach sich. Die Materialkosten in der Baubranche sind auch Ende 2022 schon hoch, könnten sich im kommenden Jahr allerdings noch einmal deutlich steigern.

Wer bereit ist, die erhöhten Preise zu bezahlen, wird vermutlich dennoch häufiger vor einem unfreiwilligen Baustopp stehen. Wo das Material knapp ist, sind Lieferengpässe nicht weit. Es wird voraussichtlich nicht genug Baumaterial am Markt erhältlich sein, um die anhaltend große Nachfrage der Deutschen am Hausbau zu decken.

Die Unterversorgung mit Baumaterial und der damit verbundene Preisanstieg werden im Jahr 2023 nicht das einzige branchenweite Ärgernis sein. Auch den Fachkräftemangel, der uns schon jetzt stark beschäftigt, nehmen wir ins kommende Jahr mit.

Obwohl ein Rückgang der Absatznachfrage in der allgemeinen Baubranche erwartet wird, wünschen sich viele Deutsche weiterhin ein Eigenheim. Die Nachfrage nach Handwerkern und Hausbaufirmen bleibt, doch der Nachwuchs an Fachkräften fehlt. Der allgemeine Fach- und Arbeitskräftemangel verschärft sich kommendes Jahr noch weiter, wovon auch die Baubranche stark betroffen sein wird.

Welche nachhaltigen Trends beim Hausbau kommen 2023 auf uns zu?

Energieeffizientes Bauen steht für das Jahr 2023 ganz hoch im Kurs. Die Entwicklungen in der grünen Baubranche reißen nicht ab. Das Interesse an Nachhaltigkeit ist weiterhin groß. Die Themen Energieeffizienz, nachhaltiges Bauen und Heiztechniken der Zukunft sind neben dem oben beschriebenen Materialmangel die wichtigsten Bautrends 2023.

Energieeffiziente Planung ist Trumpf

Was schon in den vergangenen Jahren an Bedeutung gewonnen hat, gilt 2023 umso mehr: Der Energie- und Ressourcenverbrauch beim Hausbau und während der gesamten Lebensdauer der fertigen Bauwerke will sorgfältig geplant werden. Wer schon beim Bau auf Energiebilanz und Effizienz seines Hauses achtet, sorgt mehrfach vor.

Nicht nur der Klima- und Umweltschutz profitiert von einer energiesparenden Gebäudeplanung, auch der Geldbeutel wird langfristig geschont. Aus der ehemaligen Nische des nachhaltigen Hausbaus ist längst eine hochmoderne und gleichermaßen ökologische sowie ökonomische Bauplanung geworden. Neue, innovative Technologien und Bau-Konzepte erwarten uns sicherlich auch im kommenden Jahr.

Auf dem Weg zum energieautarken Haus mit eigenem Kraftwerk zählt auch im Jahr 2023: Die richtige Planung vor Baubeginn ist entscheidend. Wo es in den vergangenen Jahren noch beliebt war, Solar- oder Photovoltaik-Platten auf das bestehende Hausdach zu bauen, geht jetzt der Trend zu umfangreicheren Anlagen.

Die Entwicklung auf dem Gebiet ist rasant und hochinteressant. Wir sind gespannt, was uns in den kommenden Monaten in dem Bereich erwartet. Eins zeichnet sich jedoch jetzt bereits deutlich ab: Wenn ihr euren eigenen Strom produzieren und speichern wollt, um in Zeiten von Energiekrise und Co. unabhängig zu sein, benötigt ihr Platz für den Speicher und die umfangreiche Technik. Auch wenn sich einiges nachrüsten lässt, ist die Planungsphase beim Hausbau definitiv der günstigste Zeitpunkt, um über Nachhaltigkeit nachzudenken.

Ressourcenschonend bauen

Das Beachten des ökologischen Fußabdrucks beim Bau selbst gehört ebenfalls zu den Bautrends 2023. Baumaterialien, die nachwachsend sind, werden genau wie eine nachhaltige Bauausführung immer beliebter. Wenn ihr beim Bauen auf den Klimaschutz achtet, umweltbewusste Transportwege für das Baumaterial wählt und lokale Arbeitskräfte beschäftigt, um den Anfahrtsweg möglichst gering zu halten, richtet ihr euch im kommenden Jahr ganz nach dem Zeitgeist.

Nachhaltige Materialien aus der Region, kurze Transportwege und Arbeitskräfte aus der näheren Umgebung spielen für viele Fertighausanbieter eine große Rolle.

Auch im Innendesign wird vermehrt auf umwelt- und ressourcenschonende Materialien gesetzt. Besonders ökologisch ist es, Plastik zu vermeiden und alte Baumaterialien wiederzuverwenden. Zero Waste, Upcycling und Recycling haben den Hausbau längst eingeholt und bleiben wichtige Stichwörter im Jahr 2023.

Sehr spannend sind neue, innovative und außerordentliche Baumaterialien, an denen international geforscht wird. Baustoffe aus pflanzlichen und biologisch abbaubaren Materialien sind hoch im Kurs. Auch auf vollständig aufbereitete Abfälle ist der Fokus gerichtet. Produkte mit kurzen Lebenszyklen sind und bleiben out, stattdessen fragen Hausbauer nach fortschrittlichen und umweltbewussten Lösungen.

Die grüne Baubranche wächst unvermindert weiter. Höchstwahrscheinlich erwarten uns auch im kommenden Jahr neue Herstellungs- und Bauverfahren, die auf bisher unbekannten Baustoff-Mixturen und bahnbrechenden Technologien basieren.

Auch Einbauschränke und Co. finden wieder vermehrt den Weg in deutsche Häuser. Einerseits wird dadurch Platz gespart, wodurch kleinere Häuser mit geringerem Energiebedarf geplant werden können. Andererseits sehen wir darin eine Abkehr vom ehemaligen „Fast Furniture“-Trend aus vergangenen Jahrzehnten. Häuser verlieren als Statussymbol an Bedeutung und werden mehr und mehr zu einem Ort, der in einer sich schnell verändernden Welt Ruhe und Individualität bietet.

Eine Gegenbewegung zu ressourcenverschwendenden Trends wie beispielsweise „Fast Furniture“ ist auch das sogenannte „Urban Mining“, das 2023 eine wachsende Rolle spielen wird. Beim Urban Mining werden alte, ungenutzte Bau- und Rohstoffe aus dem städtischen Bereich recycelt und in Bauprojekten und Ähnlichem wiederverwendet.

Wenn ihr aus energietechnischen Gründen einen modernen Neubau plant, aber bereits einen Bestandsbau besitzt, könnt auch ihr aktives Recycling betreiben. Ihr arbeitet umwelt- und trendbewusst, wenn ihr so viel Material wie möglich wiederverwendet und immer erst einmal saniert, was saniert werden kann.

Moderne Heiztechniken als nachhaltiger Bautrend

Energieeffiziente Heiztechniken gehen Hand in Hand mit den oben genannten nachhaltigen Trends beim Hausbau. Wer 2023 einen Neubau plant, wird sicherlich moderne Alternativen zu klassischen Heizsystemen zumindest in Erwägung ziehen. Ökologisch und ökonomisch ist es schlicht nicht mehr effizient, ausschließlich auf Öl oder Gas zu setzen. Der Anteil an Gas- oder Ölheizungen in neu gebauten Einfamilienhäusern wird dementsprechend auch im kommenden Jahr weiter zurückgehen.

Große Hoffnung in Wärmepumpen

An Energieeffizienz ist derzeit die Wärmepumpe kaum zu überbieten. Sie wird immer populärer und läuft klassischen Heiztechniken klar den Rang ab. Auch 2023 können Förderungen beantragt werden, wenn bei der Heizung auf eine Wärmepumpe umgestiegen werden soll. Insbesondere Grundwärme- und Erdwärmepumpen sind förderfähig. Ab 2023 gelten jedoch strengere Anforderungen an die technische Ausstattung der Pumpsysteme.

Im Rahmen der Energiekrise ist die Nachfrage nach Wärmepumpen derzeit hoch. Da Öl, Gas und Pellets teurer und teurer werden, planen immer mehr Eigenheimbesitzer auf das effiziente Heizsystem umzusteigen. Lieferengpässe und Materialknappheiten sind die Folge. Darum lohnt es sich auch beim Neubau, sich frühzeitig auf ein energiesparendes Heizsystem festzulegen und die nötigen Teile zu bestellen.

Auch auf dem Wärmepumpenmarkt kommen einige spannende Entwicklungen auf uns zu. 2023 werden die Geräte noch leiser, bei hohen Vorlauftemperaturen und dem Potenzial, viel Geld bei den Heizkosten zu sparen. Da Wärmepumpen statt Öl oder Gas allerdings Strom verbrauchen, soll ab Januar 2023 eine Sonderregel für Neubesitzer einer Wärmepumpe gelten, die Nutzer zusätzlich zur Strompreisbremse finanziell entlasten wird.

Trotz hoher Strom- und Gaspreise stehen Kombinationen mehrerer Energieträger weiterhin im Trend. Hybride Heizsysteme stützen sich, wann immer möglich, auf erneuerbare Energien, greifen im Notfall aber auf eher klassische Heizungen zurück. Auf alles vorbereitet ist, wer drei oder noch mehr Energiequellen zu einer Heizung kombiniert. Im Rahmen der nachhaltigen Bautrends 2023 sollte bei der Planung darauf geachtet werden, dass das Regelungssystem des Heizkonzepts Solaranlagen und Wärmepumpen Vorrang gibt. Nur bei schlechter Effizienz sollte auf Gas und Co. umgestiegen werden.

Mehr Rückenwind für Photovoltaik und Solarthermie

Ab Januar 2023 gelten ebenfalls neue Vergünstigungen beim Bau von Photovoltaik- oder thermischen Solaranlagen. Die neuen Regelungen im Erneuerbare-Energien-Gesetz treten im kommenden Jahr in Kraft und erlauben beispielsweise den Betrieb von Solarmodulen im eigenen Garten, wenn das Hausdach ungeeignet ist. Neue Anlagen dürfen mehr als die bisherigen 70 % der PV-Nennleistung ins Stromnetz einspeisen und benötigen unter Umständen keinen Erzeugungszähler mehr.

Überdies wird ab Januar die Einspeisung besser vergütet. Dennoch lohnt es sich auch im kommenden Jahr, Anlagen zur Speicherung der Sonnenenergie zu planen, wenn ein Neubau ansteht. Um bei wolkigem Wetter nicht auf die öffentliche Stromversorgung und die entsprechenden Preise angewiesen zu sein, bieten sich wirkungsvolle Energiespeicher an.

Moderne Wasserstoffkraftwerke in Verbindung mit Druckgasspeichern nehmen deutschlandweit an Fahrt auf, Batterien werden leistungsstärker und auch im Bereich von Power-to-Liquid und Power-to-Gas wird sich 2023 voraussichtlich einiges tun.

Bautrends 2023: Häuser müssen mehr können als früher

Häuser sind längst nicht mehr nur die rechteckigen Bauten, in die wir nach getaner Arbeit heimkehren und die uns mit Strom, Heizung und Wasser versorgen. Die Trends beim Hausbau zeigen deutlich:

Unsere Ansprüche an ein gutes Haus haben sich drastisch erhöht. 2023 müssen unsere Häuser smart, Arbeit- und Wohnort in Einem und für die Zukunft barrierefrei sein.

Arbeiten von zu Hause ist mehr als ein Trend

Der stark fortschreitenden Digitalisierung zum Dank hat die Corona-Pandemie viele von uns an den heimatlichen Schreibtisch getrieben. Obwohl sich die Beschränkungen aktuell weitgehend gelockert haben, geht der deutschlandweite Trend weiterhin langsam (aber sicher) in Richtung Home-Office.

Wenn ihr die Vor- und Nachteile der Arbeit von zu Hause aus am eigenen Leib erfahren durftet, wisst ihr: Ein extra Raum mit Tür, der sich als heimatliches Büro eignet, macht die Home-Office-Erfahrung deutlich angenehmer. Da der Blick in die Zukunft zeigt, dass sich der Arbeitsort vermutlich immer häufiger in die eigenen vier Wände verlegen wird, sollte beim Hausbau im besten Fall ein zusätzliches Bürozimmer eingeplant werden.

Weiterentwicklung von Smart Homes

Die Nachhaltigkeit von Häusern wird nicht nur beim Bau und der gewählten Heizanlage bestimmt, auch smarte Geräte können effizient dazu beitragen. Mithilfe von künstlicher Intelligenz und systemübergreifender Verknüpfung passen sich smarte Bauten in den kommenden Jahren automatisch an Sonneneinstrahlung, Kälte und Dunkelheit an.

Ein Fernzugriff ermöglicht eine gezielte Inbetriebnahme von Heizung und Co. – Überwachungstechniken verbessern die Sicherheit. Im kommenden Jahr erwarten uns voraussichtlich mehr Geräte mit Sprachsteuerung, eine verbesserte Automatisierung und neue Smart-Home-Anbieter.

Und auch bei smarten Häusern gilt wieder: Frühzeitige Planung ist das A & O. Auch wenn ihr die neuen smarten Bautrends 2023 noch abwarten wollt, solltet ihr die Technisierung schon jetzt fest einplanen. Euer Haus kann während der Bauphase problemlos mit smarten Systemen ausgestattet werden. Ein nachträglicher Einbau ist dagegen häufig komplizierter und kostspieliger.

Barrierefreiheit beim Bau berücksichtigen

Die steigende Bedeutung von Barrierefreiheit gehört ebenfalls klar zu den aktuellen Trends beim Hausbau. Die Anzahl von neu gebauten Häusern mit breiteren Türrahmen, installierten Rampen und schwellenlosen Fußböden wird auch 2023 immer weiter ansteigen. Beliebt ist es auch, bereits beim Planen genug Raum für nachträglich installierte Treppenlifte oder Mini-Aufzüge zu lassen.

Häuser, die ab dem Bau barrierefrei sind, reihen sich zudem unverkennbar in den Nachhaltigkeits-Trend ein: Der Energie- und Ressourcenaufwand für spätere Umbauten entfällt, wenn schon beim Einzug alles für ein altersgerechtes Wohnen vorbereitet ist.

Welche Haustypen liegen 2023 im Trend?

Die beliebtesten Haustypen der Zukunft orientieren sich stark an den weiter oben beschriebenen Trends zu Nachhaltigkeit, Energieeffizienz und Barrierefreiheit. Bauherren achten vermehrt auf altersgerechte Bauten und vermeiden bereits jetzt Hürden wie steile Treppen und enge Türen. Als Resultat werden offene Grundrisse und eingeschossige Bungalows wieder beliebter, die in ihrer modernen Form naturverbunden mit großen Fensterflächen ausgestattet werden.

Umweltbewusstsein wird 2023 nicht nur durch nachhaltiges Baumaterial und eine hohe Energieeffizienz verdeutlicht, auch optisch erwartet uns weiterhin eine Annäherung von Haus und Umwelt. Flache Bungalows verschmelzen stärker mit ihrer Umgebung und der umliegenden Natur. Zusätzlich wird die beliebte Bepflanzung direkt ums Haus herum im kommenden Jahr höchstwahrscheinlich weiterhin dicht und naturnah sein, der Trend der Begrünung von Dachflächen wird uns 2023 ebenso erhalten bleiben.

Auch in der Zukunft treffen Tradition und Moderne beim Hausbau weiterhin aufeinander. Die klassische Massivbauweise und der Fertigbau werden sich hinsichtlich der Anzahl geplanter Häuser weiter annähern. Moderne Dächer ohne Überhang und mit minimaler Dachneigung geben dem Kubus-Trend Aufschwung, der mit bodentiefen Fenstern und einer allgemein großen Glasfläche minimalistisch und zeitgemäß wirkt.

Es lässt sich davon ausgehen, dass 2023 die nötige Größe der Wohnfläche von Neubauten sorgfältig durchdacht und wenn möglich verringert wird, um den gestiegenen Grundstücks- und Hausbaukosten entgegenzuwirken. Auch im Sinne von Nachhaltigkeit und Energieeffizienz sind kleinere Häuser vorzuziehen. Wenn ihr gut plant, muss weniger Wohnfläche jedoch kein Nachteil sein. Moderne Lösungen, die Stauraum intelligent ausnutzen, zeigen, wie komfortabel das Leben auf engerem Raum sein kann.

Worauf ist 2023 bei der Baufinanzierung zu achten?

Hohe Materialpreise, Baukosten und eine steigende Inflationsrate wirken sich auch auf die Baufinanzierung aus. Die Bauzinsen 2023 werden sich wieder erhöhen, doch die Immobilienfinanzierung kann derzeit noch immer relativ günstig abgeschlossen werden. Langsam steigende Zinsen treffen zudem auf staatliche Förderungen, die insbesondere für nachhaltige Baupläne abgerufen werden können.

Voraussichtlich wird sich 2023 die Förderung für Effizienzhäuser verbessern. Auch in den Bundesländern stehen unter Umständen unterstützende Gelder bereit. Das neue Programm wird jedoch erst ab März erwartet und wird derzeit noch erarbeitet. Die neuen Fördergelder zielen auf eine Reduktion der CO2-Emissionen von Häusern ab. Recyclebare Baumaterialien und Schadstofffreiheit werden vermutlich besonders im Fokus stehen.

Fazit: Das erwartet euch 2023 beim Hausbau

Die zwei Top-Trends der Baubranche für das kommende Jahr lassen sich schnell identifizieren: Materialknappheit und Umweltbewusstsein werden sich unangenehm gegenüberstehen.

Sollte sich nichts drastisch an der derzeitigen Situation ändern, wird der ungebrochene Bauwille der Deutschen höchstwahrscheinlich auf hohe Preise und unerfreuliche Lieferengpässe treffen. Der anhaltende Fachkräftemangel verschärft die Lage zusätzlich, weshalb wir uns vermutlich wie in den vergangenen Jahren wieder auf Baustopps und Verzögerungen einstellen müssen.

Auch die aktuell steigenden Gas-, Öl- und Strompreise wirken sich auf zukünftige Neubauten aus. Da zusätzliche Fördergelder bereitstehen werden, ist die eigene Produktion erneuerbarer Energien und die anschließende Speicherung ein Trend, der 2023 noch an Fahrt aufnehmen wird. Durch Förderungen gestützt ist ebenso das energieeffiziente Heizen. Nicht nur Wärmepumpen, auch hybride Heizsysteme werden immer beliebter und laufen Öl- und Gasheizungen weiterhin den Rang ab.

Zusätzliche Trends beim Hausbau, die 2023 voraussichtlich auf uns zukommen werden, sind die gestiegene Bedeutung von Home-Office, Smart Homes und Barrierefreiheit. Gerade im Neubau können Entwicklungen der vergangenen Jahre in die Planung einbezogen werden. Moderne Häuser werden bereits beim Bau altersgerecht eingerichtet, mit intelligenter Technologie ausgestattet und mit der Möglichkeit eines zusätzlichen Büroraumes versehen.

Barrierefrei sind auch die immer beliebteren eingeschossigen Bungalows, die mit einem offenen Grundriss und großen Fensterflächen ins moderne 2023 geholt werden. Auch das minimalistische Kubus-Haus ohne Dachkante und mit bodentiefen Fenstern werden wir im kommenden Jahr noch häufiger zu Gesicht bekommen.

Trotz Herausforderungen, Energiepreiskrise und Ukrainekrieg kommt ein spannendes Jahr in der Baubranche auf uns zu. Neue Technologien, moderne Umweltlösungen und innovative Energiesysteme stehen bereits in den Startlöchern und werden die aktuellen Trends weiterhin vorantreiben.

Falls ihr vorhabt, im Jahr 2023 zu bauen, erzählt uns gern davon in den Kommentaren. Auch wenn ihr von weiteren Entwicklungen im Hausbau berichten könnt oder ihr euch einfach mit uns austauschen wollt, freuen wir uns über eine Nachricht. Wir sind gespannt auf eure Kommentare zu den Herausforderungen und Trends des neuen Jahres!

Bildquelle: © Jo Panuwat D | stock.adobe.com

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